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Kieler Kunsthalle wird saniert

Mit rund 30 Millionen Euro aus dem Impulsprogramm unterstützt das Land die Modernisierung des denkmalgeschützten Museums. Im September starten die Bauarbeiten.

Letzte Aktualisierung: 13.03.2023

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und ihre Kunsthalle haben lange auf die Sanierungsarbeiten für den denkmalgeschützten Museumsbau im Düsternbrooker Weg hingearbeitet. Am heutigen Montag (13. März) haben Universität, Kunsthalle und Land gemeinsam die baulichen Maßnahmen und erste Planungen für die Interimszeit vorgestellt. Mit der Sanierung des Hauses geht die Schließung der Kunsthalle zu Kiel und der Antikensammlung ab dem 25. September 2023 einher. Der Wiedereinzug in das Haus ist für 2028 geplant.

v.l.n.r.: Dr. Uwe Pfründer, Dr. Anette Hüsch, Monika Heinold, Karin Prien und Claudia Ricarda Meyer.
Stellten heute die gemeinsamen Pläne vor (von links): Leiter Gebäudemanagement CAU Dr. Uwe Pfründer, Direktorin der Kunsthalle Dr. Anette Hüsch, Finanzministerin Monika Heinold, Kulturministerin Karin Prien und CAU-Kanzlerin Claudia Ricarda Meyer.

Veränderte Anforderungen des Kunstbetriebs

Seit der Erweiterung der Kunsthalle zu Kiel in den 1980er Jahren haben sich die Standards im Museumsbau und -betrieb grundlegend verändert. Insbesondere die konservatorischen Anforderungen an eine nachhaltige, betriebskostenarme und energieeffiziente Haustechnik, Beleuchtungskonzepte sowie digitalisierte Präsentationsformate und die Lagerung der Kunstwerke sind deutlich gestiegen. Zusätzlich sind Sanierungen notwendig geworden, um den Brandschutz und den Arbeitsschutz zu gewährleisten, die allgemeine Bausubstanz und Barrierefreiheit zu verbessern sowie den veränderten Raumbedarf zu decken.

Geld vom Land und Bund

Rund 49,5 Millionen Euro fließen insgesamt in die Sanierung des historischen Gebäudes. Hiervon kommen rund 30 Millionen Euro aus dem Infrastruktur-Modernisierungsprogramm IMPULS des Landes.

Zeichnung der Kieler Kunsthalle mit einem neuen Außenbereich zum Schloßgarten hin.
Erste Visualisierung der sanierten Kunsthalle: Der neue Vorbau öffnet sich zum Schlossgarten.

Finanzministerin Monika Heinold betonte:

„Die Sanierung der Kunsthalle vereint Kunst, Kultur und Klimaschutz in Kiel. Es ist ein Projekt aus den ersten IMPULS-Jahren, für das ich mich besonders eingesetzt habe. Mir ist es wichtig, dass die Menschen in Schleswig-Holstein Kunst in einem modernen und nachhaltigen Museum erleben und erfahren können. Erneut zeigt sich, genau hierfür bietet IMPULS ein solides Konzept. Unabhängig von der aktuellen Haushaltslage garantiert das Programm Planbarkeit und Verlässlichkeit bei Infrastrukturprojekten im gesamten Land. Ein Herzstück von IMPULS ist die energetische Sanierung. Daher setzen wir auch bei der Sanierung der Kunsthalle die Klimaschutzziele um und fördern gezielt nachhaltiges Bauen.“

Monika Heinold in schwarz gekleidet mit einem Schal in regenbogenfarben locker um den Hals hängend, sitzt hinter einem Pult, vor ihr ein Mikrofon.
Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat im September 2022 eine Millionenförderung in Höhe von knapp 19,5 Millionen Euro aus dem Programm KulturInvest für die Sanierung der Kunsthalle zu Kiel bewilligt.

Weitere nicht förderungsfähige Kosten trägt die CAU. Rund 49,5 Millionen Euro fließen insgesamt in die Sanierung des historischen Gebäudes.

Kunst und Kulturstandort gesichert

Kulturministerin Karin Prien hob die Bedeutung der Kunsthalle als Kunst- und Kulturstandort in Schleswig-Holstein hervor und bezeichnete sie als eine sehr wichtige Einrichtung für die Vermittlung der Kunst in all ihren Facetten und aktuellen Bezügen. „Die Sammlung zeichnet sich unter anderem durch Schwerpunkte in der Kunst des 19. Jahrhunderts, im Expressionismus und in der internationalen Gegenwartskunst aus. Als reines Kunstmuseum ist das Haus in Schleswig-Holstein beispiellos“, sagte die Ministerin.

Von links nach rechts hinter dem Tisch sitzen vor Mikrofonen: Claudia Ricarda Meyer, sie schaut nach unten, Karin Prien, gestikuliert und spricht dabei, Dr. Anette Hüsch, schaut Frau Prien an, Monika Heinold, schaut nach vorne und Uwe P
Durch die umfangreiche Sanierung gewinnt die Kunsthalle noch weiter an Attraktivität und die Sammlung wird optimal geschützt werden.

Sie freue sich, dass dadurch auch in Zukunft ein reger wissenschaftlicher Austausch und vielfältige Angebote für Besucherinnen und Besucher ermöglicht würden.

Programm während der Schließzeit

In der Schließzeit werden zentrale museale Aufgaben wie Restaurierungsmaßnahmen, die Digitalisierung der Sammlungsbestände und auch die Provenienzforschung weiterhin fortgeführt. „Des Weiteren planen wir zusammen mit dem Schleswig-Holsteinischen Kunstverein auch während der Schließzeit ein Programm anzubieten und werden zu Ausstellungen und Veranstaltungen an anderen Orten in Kiel und zu digitalen Formaten einladen“, gibt Museumsdirektorin Hüsch einen ersten Ausblick. Konkretere Angebote werden im Laufe des Jahres veröffentlicht.

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