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Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur : Thema: Ministerien & Behörden

Tobias Goldschmidt

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Förderbescheid für die Trave

Eine neue Sohlgleite beseitigt das letzte große Wanderhindernis für Fische in der Trave.

Letzte Aktualisierung: 05.09.2025

Damit Fische wie Forellen, Lachse oder Hechte die Trave wieder vom Meer zu ihren Laichgewässern durchschwimmen können, beseitigt das Land nun das letzte große Wanderhindernis im Fluss.

An der alten Wehranlage der Herrenmühle bei Traventhal im Kreis Segeberg übergab Naturschutz-Staatssekretärin einen Förderbescheid für eine neue, 130 Meter lange Sohlgleite über 1.440.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume an Landrat Jan Peter Schröder.

Mit dieser neuen Sohlgleite machen wir die Trave – einen der bedeutendsten Flüsse Schleswig-Holsteins - jetzt wieder durchgängig. Damit können Forellen oder Lachse, Hechte oder Äschen sich in der Trave wieder fortpflanzen.

Staatssekretärin Katja Günther

Von der Mündung bis zur Quelle

Mit dem Abriss des alten Absturzbauwerks unterhalb der alten Brücke und dem Bau der Sohlgleite kommt das Land den Verpflichtungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie nach. Demnach müssen Flüsse und andere Oberflächengewässer bis 2027 wieder in einen guten ökologischen Zustand versetzt werden. Dafür muss die Trave überwiegend von der Mün­dung bis zur Quelle für Wasserlebewesen durchwanderbar sein.

Sohlgleite
„Mit dieser neuen Sohlgleite machen wir die Trave wieder durchgängig", sagt Staatssekretärin Günther.

Rund um die Trave

Die Trave ist mit einem Einzugsgebiet von 2.676 Quadratkilometern und einer Länge von 124 Kilometern eines der größten Vorranggewässer in Schleswig-Hols­tein. Sie ent­springt in Gießelrade im Kreis Ostholstein und mündet bei Lübeck in die Ost­see. Die Tra­ve ist als natürliches Gewässer eingestuft und hat außeror­dentlichen Bedeutung als Lebensraum für Fische und für Wirbellosenfauna (Makrozoo­benthos) wie Insekten, Muscheln, Schnecken oder Krebse. 

Durch die alte Wehranlage an der ehemaligen Herren­mühle im Kreis Segeberg an der Grenze zwi­schen den Gemeinden Schwissel und Tra­venthal sind etwa 410 Quadratkilometer des Einzugsgebiets für aus der Ostsee strom­auf wandernde Lebewesen abgeschnitten.  

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