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Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur : Thema: Ministerien & Behörden

Tobias Goldschmidt

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Öffnung des Nord-Ostsee-Kanals


Freigabe des durchgehenden Schiffsverkehrs ab dem 3. Januar 2023.

Letzte Aktualisierung: 02.01.2023

Nachdem die zuständigen Behörden die technische Reinigung geprüft haben, kann ab dem 03. Januar 2023 um 12:00 Uhr eine Freigabe des durchgehenden Schiffsverkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal erfolgen.

„Die Reinigungsarbeiten in Brunsbüttel sind gut vorrangekommen. Dank einer großartigen Teamleistung konnte eine Ausbreitung des Öls in Elbe und Nordsee und damit eine Umweltkatastrophe verhindert werden“, sagte Umweltminister Tobias Goldschmidt.

Kampf um jeden Liter Öl

Über den Jahreswechsel hinaus arbeiteten rund 65 Personen verschiedener Dienstleister mit Hochdruck daran, die verunreinigten Böschungen und Hafenanlagen sowie die betroffenen Schleusen und Schiffe von den ausgetretenen Ölmengen zu befreien. „Mein Dank gilt allen beteiligten Einsatzkräften, die sowohl über die Weihnachtstage, als auch über den Jahreswechsel unter teilweise widrigen Wetterbedingungen für uns im Einsatz waren. Das war eine großartige Teamleistung zum Schutz unserer natürlichen Lebensbedingungen“, so Minister Goldschmidt.

Gemeinsame Entscheidung zur Öffnung

Die Entscheidung zur Öffnung erfolgte im Rahmen einer gemeinsamen Abstimmung durch das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrsamt (WSA), den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH), die Wasserschutzpolizei, die untere Wasserbehörde (UWB) des Kreises Dithmarschen sowie das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN).

Es ist den Kräften vor Ort zu verdanken, dass der Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt wieder geöffnet werden kann.

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Tobias Goldschmidt

Reinigungsarbeiten und Monitoring

Die beschädigte Pipeline wurde durch den Betreiber erfolgreich repariert und nach der Instandsetzung vom TÜV abgenommen. Während der Wiederinbetriebnahme wurde die Pipeline inklusive der reparierten Schadstelle seitens der Raffinerie Heide engmaschig kontrolliert. Dabei wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.

Auch nach der Öffnung des Kanals sind weitere Reinigungsmaßnahmen unumgänglich und könnten nach aktuellen Stand bis Ende Januar andauern. Darüber hinaus führt die Raffinerie Heide ein umfangreiches Monitoring durch, um Ölrestbestände frühzeitig zu erkennen und bekämpfen zu können.

Ein Schiff fährt auf dem Nord-Ostsee-Kanal.
Freigabe des durchgehenden Schiffsverkehrs auf dem Nord-Ostsee-Kanal: 03. Januar 2023 um 12:00 Uhr.

Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen

Damit sich eventuell im NOK verbliebene Ölreste nach der Öffnung des Kanals nicht weiter verbreiten, werden verschiedene Vorsorge- und Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Hierzu zählt beispielsweise das Aufrechterhalten von Ölsperren, die verbleibendes Öl aufnehmen. Darüber hinaus ist der Bereich der Gewässerverunreinigung von der Schifffahrt mit äußerster Vorsicht zu passieren. So sollen mögliche neue Einträge von angesammeltem Öl aus den Böschungen verhindert werden.

Hintergrund

Nach dem Austritt von Rohöl (16. Dezember 2022) hat seit dem 28. Dezember 2022 der LKN.SH die Gesamteinsatzleitung für die abschließenden Maßnahmen des Nord-Ostsee-Kanals vom Havariekommando übernommen. Zudem wurde der Raffinerie Heide die weitere Durchführung von Reinigungsmaßnahmen übertragen. Hierfür wurde ein Reinigungskonzept, mit Unterstützung des Havariekommandos und des LKN.SH, erstellt. Die Raffinerie hat darüber hinaus externe Dienstleister beauftragt, die bei der Planung und Ausführung der Maßnahmen unterstützen sollen.

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