KIEL. Energiestaatssekretär Joschka Knuth hat heute (1. Juni) den ersten Förderbescheid aus dem neuen Landesförderprogramm für Quartierswärmemanagement an die Stadt Kiel übergeben. Die Förderung umfasst rund 198.000 Euro.
Die Landeshauptstadt Kiel hat ihre kommunale Wärmeplanung bereits erfolgreich abgeschlossen und tritt nun in die Phase der Umsetzung ein. Im Mittelpunkt stehen zunächst die beiden Quartiere „Hasselrade/Diekweg“ und „Pries-Nord“.
„Die Stadt Kiel geht bei der Umsetzung der Wärmewende voran. Die beiden geförderten Quartiere werden damit echte Pioniere des klimaneutralen Wohnens und Heizens. Unser neues Förderprogramm setzt vor Ort an und soll vielen weiteren Kommunen im Land unter die Arme greifen, um von der Wärmeplanung schnell in die Umsetzung der Wärmewende zu kommen
“, sagte Knuth. Das Land Schleswig-Holstein stellt hierfür Mittel zur Förderung des Quartierswärmemanagements bereit. Gefördert werden bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben.
Alke Voß, Stadträtin für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität der Landeshauptstadt Kiel: „Für viele Gebäudeeigentümer*innen stellt die Umstellung ihrer Heizungsanlage auf treibhausgasneutrale Technologien und die energetische Sanierung ihrer Immobilie eine große Herausforderung dar. Ich freue mich daher sehr, dass wir unser Unterstützungsangebot für Gebäudeeigentümer*innen im Rahmen der Kieler Wärmeplanung über die Landesförderung des Quartierswärmemanagements weiter intensivieren können. In den beiden ersten Fokusquartieren starten wir nach den Sommerferien mit kostenfreien Energieberatungen, einem gezielten Unterstützungsangebot im Rahmen der Umsetzung von Maßnahmen sowie einem breit gefächerten Informations- und Beteiligungsangebot. Die Beantragung von Zuschüssen für weitere Quartiere ist bereits in Arbeit
.“
Mit dem neuen Förderinstrument unterstützt das Land Kommunen dabei, die kommunale Wärmeplanung konkret vor Ort umzusetzen und Eigentümerinnen sowie Eigentümer aktiv bei der individuellen Wärmewende zu begleiten. Die Förderung ermöglicht unter anderem die Einbindung qualifizierter Dienstleister und Fachbüros sowie die Umsetzung begleitender Öffentlichkeitsarbeit sowie von Monitoring- und Beratungsangeboten in den Quartieren.
Insbesondere in dezentral versorgten Quartieren erhalten Bürgerinnen und Bürger dadurch individuelle Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebote – beispielsweise zu Heizungstausch, energetischer Gebäudesanierung oder dem Einsatz erneuerbarer Energien.
„Zwischen kommunaler Wärmeplanung und der konkreten Umsetzung vor Ort braucht es gezielte Ansprache, Beratung und Begleitung der Bürgerinnen und Bürger. Schleswig-Holstein schließt mit dem Quartierswärmemanagement eine wichtige Förder- und Unterstützungslücke
“, sagte Staatssekretär Joschka Knuth.
In Schleswig-Holstein befinden sich bereits zahlreiche Kommunen in der Umsetzung ihrer kommunalen Wärmeplanung. Dabei zeigt sich zunehmend, dass die Wärmewende insbesondere dann gelingt, wenn Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert, beraten und aktiv begleitet werden.
Die Landesregierung verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2040 erstes klimaneutrales Industrieland und damit unabhängig von fossilen Rohstoffen wie Erdgas, Öl und Kohle zu werden. „Damit schützen wir die Bürgerinnen und Bürger langfristig vor steigenden Preisen und drohenden Versorgungsengpässen durch Kriege und unsichere Drittstaaten – und sorgen für eine klimaneutrale Energieversorgung
“, sagte Knuth.
Weitere Informationen zur Förderrichtlinie sowie zur Antragstellung gibt es auf der Internetseite der IB.SH
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