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Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur : Thema: Ministerien & Behörden

Tobias Goldschmidt

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Fortsetzung der Kavernen-Inspektion im Kernkraftwerk Brunsbüttel

Letzte Aktualisierung: 08.08.2014

BRUNSBÜTTEL/KIEL. Im Kernkraftwerk Brunsbüttel soll am kommenden Montag (11. August 2014) eine weitere Kaverne geöffnet werden, um Stahlfässer mit radioaktiven Abfällen zu inspizieren. Die 118 Fässer werden mit einer Spezialkamera auf ihren Zustand hin untersucht. Dies teilte die Atomaufsicht heute (8. August 2014) mit. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende August.

Die Kavernen sind nur von oben zugänglich und dort durch 110 Zentimeter dicke Betonriegel abgeschirmt. Die Öffnung dieser Riegel und die Arbeiten an den geöffneten Kavernen sind im Hinblick auf den Schutz des Bedienungspersonals und der Bevölkerung unbedenklich. Die Einhaltung der Strahlenschutzvorschriften (wie Betonabschirmungen, Fernbedienung, vorsorglicher Atemschutz) werden von der Reaktorsicherheitsbehörde mit Unterstützung durch Sachverständige des TÜV NORD überwacht.
2012 war bei Umfüllarbeiten ein stark verrostetes und teilweise zerstörtes Fass entdeckt worden. Eine umfassende Kamera-Inspektion in der Kaverne 4 hatte im Februar 2014 die Annahme bestätigt, dass weitere Fässer korrodiert sind.

Ergebnis der soeben abgeschlossenen Inspektion an Kaverne 5:
Im Juli 2014 wurden zudem die Inspektionen in und an der Kaverne 5 abgeschlossen. In Kaverne 5 befinden sich neben Behältern mit Reststoffen aus dem Betrieb des Kernkraftwerks Brunsbüttel auch 21 Fässer mit Fremdabfällen aus der belgischen kerntechnischen Anlage Mol. Diese 21 Fässer lagern seit fast 30 Jahren in der Kaverne 5. Bei der visuellen Inspektion wurden an einigen Fässern geringfügige Korrosionserscheinungen am Deckel- und Bodenring sowie Lackschäden festgestellt.

Die bisher vorliegenden, noch vorläufigen Ergebnisse der Kamerainspektionen haben nach Einschätzung der Atomaufsicht und der Sachverständigen des TÜV NORD keine Auffälligkeiten ergeben, die besondere Maßnahmen erfordern. Die begleitenden Kontrollen zur Kavernenuntersuchung ergaben keine Bedenken im Hinblick auf den Strahlenschutz des Personals und der Umgebung. Vattenfall wurde aufgefordert, der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde bis zum 15.08.2014 einen schriftlichen Bericht über die Inspektion vorzulegen. Der bereits vorliegende Bericht zur Inspektion der Baustrukturen der Kaverne 5 wird gegenwärtig vom TÜV NORD geprüft.

Bis Oktober 2014 sollen nunmehr die Kavernen mit den Nummern 1 bis 3 per Inspektionskamera untersucht werden. Damit wären 5 von insgesamt 6 Kavernen untersucht. Abschließend erfolgt dann die Inspektion der Kaverne 6. Eine abschließende Festlegung des Konzepts und der einzusetzenden Einrichtungen zur Bergung der Fässer erfolgt nach Abschluss der Inspektionen an allen sechs Kavernen. Insgesamt lagern in den 6 Kellerräumen des Kernkraftwerks 631 Stahlfässer.

Weitere Informationen finden Sie unter:


Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume | Mercatorstr. 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7137 | E-Mail:

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