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Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) : Thema: Ministerien & Behörden

Sandaufspülungen auf Sylt: Der Startschuss fällt im Mai



Letzte Aktualisierung: 22.03.2024

Dr. Theide Wöffler, Küstenmorphologe des LKN.SH, neben Direktorin Birgit Matelski
Dr. Theide Wöffler, Küstenmorphologe des LKN.SH, neben Direktorin Birgit Matelski

Husum/Westerland. Seit mehr als 50 Jahren werden an der Westküste Sylts jährlich rund eine Million Kubikmeter Sand aufgespült. Im Rahmen einer Strandbereisung mit dem Küstenschutzministerium (MEKUN), den Inselgemeinden und dem Landschaftszweckverband Sylt legten die Fachleute des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) am 18. März die diesjährigen Aufspülbereiche und Sandmengen fest. Mit dabei: Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt.

„Vor Sylt treffen die Wellen mit besonders großer Energie auf die Küste. Aufgrund ihrer exponierten Lage sichert die Insel daher auch das dahinterliegende Festland vor Sturmflutschäden“, erklärte Goldschmidt im Rahmen der Bereisung. „Die Sturmflutsaison ist zwar noch nicht ganz vorbei. Wir können aber dennoch die Strände, wo am dringendsten aufgespült werden muss, heute schon festlegen.“ 

Der Sand für die Aufspülung wird rund acht Kilometer vor Westerland aus bis zu 30 Metern Tiefe von Spezialschiffen, sogenannten Saugbaggern, entnommen. Sie fahren das Sand-Wasser-Gemisch in die Nähe der Küste und spülen das Material durch eine Rohrleitung an den Strand, auf dem es profilgerecht mit Raupen verteilt wird. 

Wir werden auf einer Länge von rund 8,5 Kilometern Sandaufspülungen vornehmen.

Birgit Matelski | Direktorin LKN.SH

„Insgesamt werden wir in voraussichtlich sieben Bereichen rund 1,2 Millionen Kubikmeter Sand einbringen. Hinzu kommt die Verstärkung eines Vorstrandabschnittes vor Westerland mit 200.000 Kubikmetern.“ Der Startschuss fällt zwischen dem 15. und 31. Mai in Kampen, von dort ausgehend werden dann die einzelnen Bereiche in Richtung Norden abgearbeitet.

Konkret handelt es sich dabei um List (300.000 Kubikmeter), Klappholtal (200.000), Kampen Nord (100.000), Kampen Süd (100.000), Puan Klent (140.000), Hörnum „Fünf-Städte-Heim“ (200.000) und Hörnum Haupttreppe (180.000). „Durch die Strandaufspülungen wird die Wasserwechselzone direkt mit Sand versorgt“, sagt Dr. Theide Wöffler, Küstenmorphologe des LKN.SH. „Und die Vordünen können sich regenerieren.“ Für die Maßnahmen stehen rund 8,6 Millionen Euro zur Verfügung

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