Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) spült im Auftrag der Landesregierung in dieser Saison 1,3 Millionen Kubikmeter Sand auf die Insel Sylt – und davor. Der Startschuss fällt an diesem Wochenende in Hörnum.
Laut Theide Wöffler, Küstenmorphologe des LKN.SH, sei die zurückliegende Sturmflutsaison ruhig verlaufen. Nach dem Sturmtief Tizian Anfang Januar habe der anhaltende Ostwind für vergleichsweise entspannte Bedingungen gesorgt. „Diese Saison war trotz des stürmischen Beginns im Oktober insgesamt etwas ruhiger als die vergangene.“
Im Schnitt verliert die Nordseeinsel pro Jahr durchschnittlich rund 1,2 Million Kubikmeter Sand, deshalb wird seit 1972 regelmäßig auf- und vorgespült. In dieser Saison gibt es neuen Sand auf einer Länge von 8,15 Kilometern an den Stränden von Hörnum, Wenningstedt/Kampen, Rantum und List. Zudem werden 250.000 Kubikmeter Sand als Depot im Vorstrandbereich von Westerland eingebracht.
Diese Küstenschutzmaßnahme wird rund 9,2 Millionen Euro kosten und bis Mitte Oktober, vor dem Start der nächsten Sturmflutsaison, abgeschlossen sein.