Nachlass des Beamten und Politikers Adolph v. Moltke (1804-1871)
Das Landesarchiv besitzt als Depositum das Privatarchiv von Adolph v. Moltke, der in der Erhebungszeit Abgeordneter der Konstituierenden Landesversammlung und Mitglied der Gemeinsamen Regierung war. Im Auftrag der Gemeinsamen Regierung und der späteren Statthalterschaft wirkte er ab Dezember 1848 in Berlin für die preußische – insbesondere militärische – Unterstützung. 1851 wurde er in die Flensburger Notabelnversammlung berufen und arbeitete einen Minoritätsentwurf zur Organisation der dänischen Monarchie mit aus. Nach dem Scheitern der Erhebung nahm v. Moltke seine Tätigkeit als Administrator der Grafschaft Rantzau wieder auf. Das ihm angebotene Amt als Minister für das Herzogtum Holstein schlug er 1857 ebenso aus wie die Annahme seiner Wahl in den dänischen Reichsrat. Seine Karriere beschloss er als erster Landrat des neu geschaffenen preußischen Landkreises Pinneberg.
Das umfangreiche Privatarchiv umfasst vor allem persönliche Dokumente und Korrespondenzen sowie Unterlagen aus der amtlichen und politischen Tätigkeit. Es bildet den Bestand LASH Abt. 399.185.