Helene Höhnk – Bibliothekarin, Archivarin, Heimatforscherin, Genealogin und Frauenrechtlerin
Gesche Helene Höhnk wurde am 3. Februar 1859 im Sophienkoog als ältestes Kind des wohlhabenden Hofbesitzers Hans Jacob Höhnk (1829-1875) und seiner Frau Rebekka Margaretha Elisabeth geb. Ufen (1838-1912) geboren. Aus dem väterlichen Erbe finanzierte sie eine Bildungs- und Studienreise, die sie in mehrere europäische Länder führte und mit der damaligen Frauenbewegung in Kontakt brachte. 1899 besuchte sie in Jena einen Lehrkurs für Bibliothekswissenschaft und gilt damit als erste wissenschaftliche Bibliothekarin in Deutschland. Ebenso besuchte sie in Heidelberg einen Kursus für Archivare. Zurück in Schleswig-Holstein ordnete und verzeichnete sie zahlreiche Kommunalarchive und Gutsarchive sowie Privatbibliotheken. Außerdem erarbeitete sie eine Reihe von Familiengeschichten und Stammbäumen. In der Lokalpresse veröffentlichte Helene Höhnk eine Vielzahl von landeskundlichen, lokalhistorischen und literarischen Beiträgen; ebenso in der Zeitschrift "Dithmarschen" des von ihr mitbegründeten Vereins für Dithmarscher Landeskunde. Helene Höhnk verstarb am 27. März 1944 in Büsum. Ihr umfangreicher schriftlicher Nachlass befindet sich als Bestand Abt. 399.19 im Landesarchiv.