BORDESHOLM. Forstministerin Cornelia Schmachtenberg und die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) haben heute gemeinsam in der Försterei Bordesholm das weiterentwickelte Habitatbaum- und Totholzkonzept „HaKon 3.0“ vorgestellt. Das Konzept ist ein zentraler Bestandteil der integrativen Waldbewirtschaftung der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und dient dem Schutz sowie der Förderung der biologischen Vielfalt im Landeswald.
Das neue Konzept baut auf dem bisherigen Habitatbaumkonzept „HaKon 2.1“ auf und entwickelt dieses konsequent weiter Die größte Neuerung: „HaKon 3.0“ gilt künftig für die gesamte Waldfläche der SHLF. Damit werden Naturschutzmaßnahmen im Landeswald flächendeckend umgesetzt und transparent dokumentiert. Alte Bäume in unterschiedlichen Alters- und Zerfallsphasen, stehendes und liegendes Totholz sowie Bäume mit besonderen Biotopstrukturen werden in allen bewirtschafteten Wäldern dauerhaft gesichert. Sie bieten wichtige Lebensräume für zahlreiche Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Bereits rund 80.000 dauerhaft markierte Habitatbäume aus dem Vorgängerkonzept bleiben erhalten und werden integriert. Durch die Weiterentwicklung soll ihre Zahl künftig auf bis zu 140.000 steigen. Zusätzlich wird ein Zielwert von durchschnittlich 25 Kubikmetern liegendem und stehendem Totholz je Hektar angestrebt.
„Bäume und Totholz sind für viele seltene Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sehr wichtig. Mit HaKon 3.0 schaffen wir dafür zusätzliche Lebensräume und stärken zugleich stabile und vielfältige Waldökosysteme. Ich freue mich sehr, dass wir mit der Weiterentwicklung des Konzepts nun die gesamte Fläche der Landesforsten abdecken.
“ sagt Forstministerin Cornelia Schmachtenberg.
„Die Förderung der Biodiversität und die ökologische Vernetzung sind fester Bestandteil in unserer naturnahen Waldwirtschaft
“, betont Landesforsten-Direktor Dr. Chris Freise. „So begegnen wir der Artenkrise und stärken gleichzeitig die Resilienz unserer Wälder – ein zentraler Baustein des biologischen Klimaschutzes und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität im Land zwischen den Meeren
“.
Die Umsetzung von HaKon 3.0 unterstützt die Verbesserung der Erhaltungszustände von FFH-Waldlebensraumtypen und dient damit den Zielen von Natura 2000 und der Verordnung über die Wiederherstellung der Natur.
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