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Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz : Thema: Ministerien & Behörden

Cornelia Schmachtenberg

Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz

Schleswig-Holstein verleiht Zukunftspreis Landwirtschaft – Vorbildprojekte setzen 24 Thesen des Dialogprozesses praxisnah um

Letzte Aktualisierung: 12.02.2026

KIEL. Mit dem heute verliehenen Zukunftspreis Landwirtschaft Schleswig-Holstein ehrt das Land Projekte, die die 24 Thesen des Dialogprozesses „Zukunft der Landwirtschaft“ konsequent in die Praxis umsetzen. Die Auszeichnung fand auf dem Hof Moorhörn in Passade statt. Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg würdigte die Preisträgerinnen und Preisträger für ihre innovative, nachhaltige und zukunftsweisende Arbeit, die Modellcharakter für die gesamte Branche hat. 

Die ausgezeichneten Betriebe und Projekte zeigen eindrucksvoll, dass der Dialogprozess zur Zukunft der Landwirtschaft nicht nur auf dem Papier stattfindet, sondern in der Praxis wirkt“, sagte Schmachtenberg. „Sie sind Leuchttürme für nachhaltige Innovation, die ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Akzeptanz miteinander verbinden. Schleswig-Holstein profitiert von diesen Vorreitern, die den Wandel aktiv gestalten und Impulse für die gesamte Branche setzen. 

Der Zukunftspreis, initiiert vom Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV), wurde 2025 erstmals ausgeschrieben. Ziel ist es, praxisnahe Umsetzungen der 24 Thesen sichtbar zu machen, Nachahmung zu fördern und den Austausch innerhalb der Landwirtschaft zu stärken. Aus insgesamt 26 Bewerbungen aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette sowie von Bildungsinitiativen und Kooperationen wählte die Steuerungsgruppe des Dialogprozesses zur Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein die Preisträgerinnen und Preisträger aus. 

Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wurde an drei herausragende Projekte vergeben: 

  • Hof Moorhörn im Kreis Plön (1. Platz, 5.000 Euro): Der Betrieb überzeugt durch eine einzigartige Kombination aus Gefriertrocknung, die heimische Produkte ganzjährig verfügbar macht, konsequenter vollständiger Produktverwertung sowie der Nutzung erneuerbarer Energien. Die Jury sieht darin ein besonders gelungenes und zukunftsweisendes Gesamtkonzept, das als Vorbild für andere Betriebe in Schleswig-Holstein dient. 
  • Domäne Fredeburg GbR im Kreis Kreis Herzogtum Lauenburg (2. Platz, 3.000 Euro): Herausragend ist die Verbindung von Landwirtschaft, regionalem Handwerk, Kulturveranstaltungen und innovativer Hofküche als sozialem Begegnungsort. Die Jury würdigt damit ein Konzept, das lebendige ländliche Räume schafft und gesellschaftliche Teilhabe fördert. 
  • EinStückLand im Kreis Segeberg (3. Platz, 2.000 Euro): Ausgezeichnet wird die Kombination aus einem besonders nachhaltigen Versand- und Vermarktungskonzept mit strohisolierten Kartons und gebündelten Bestellungen, Kooperation mit kleinen Betrieben, artgerechter Tierhaltung und nachhaltiger Verarbeitung – alles regional in Schleswig-Holstein umgesetzt. Die Jury sieht darin ein praxisnahes Modell für nachhaltige Wertschöpfung. 

Ministerin Schmachtenberg betonte den politischen und gesellschaftlichen Wert der Initiative: „Der Dialogprozess zur Zukunft der Landwirtschaft hat gezeigt, dass Betriebe, Verbände, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Wissenschaft im ständigen Austausch Lösungen entwickeln können, die direkt in der Praxis wirken. Mit dem Zukunftspreis werden diese erfolgreichen Umsetzungen sichtbar gemacht, voneinander gelernt und der Innovationsgeist in Schleswig-Holsteins Landwirtschaft gestärkt. 

Hintergrund:

Im Jahr 2018 wurde der Dialogprozess "Zukunft der Landwirtschaft" gestartet, um Landwirtinnen und Landwirte sowie verschiedene gesellschaftliche Gruppen zusammenzubringen, Spaltungen zu überwinden und Zukunftsvisionen für die Landwirtschaft zu diskutieren. In Foren und Werkstätten wurden dabei zunächst die "24 Thesen zur Zukunft der Landwirtschaft" erarbeitet. Beim Neustart des Prozesses im September 2022 wurde die Steuerungsgruppe um Vertreterinnen und Vertreter aus Verbraucher- und Tierschutz sowie der Landjugend und der Nordkirche erweitert. Ziel war es, Lösungen zu entwickeln, die eine nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige und gesellschaftlich akzeptierte Landwirtschaft fördern. Dabei geht es auch um ein neues Bewusstsein für die Bedeutung der heimischen Landwirtschaft, die neben der Lebensmittelerzeugung zum Erhalt der Kulturlandschaft, zum Klimaschutz und zum Schutz der Biodiversität beiträgt.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Mathis Knospe | Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz | Fleethörn 29-31, 24103 Kiel | Telefon 0431 988 7158 | E-Mail: | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de

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