RENDSBURG. Wie sollen in Schleswig-Holstein zukünftig Rehe, Wildschweine und Hirsche bejagt werden? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich der vom Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) erstmalig einberufene Runde Tisch Schalenwild. „Die Jagd - und hier insbesondere die Jagd auf das Schalenwild - steht im Spannungsfeld unterschiedlicher gesellschaftlicher Ansprüche. Uns war es daher wichtig, eine Dialogplattform zum Austausch der unterschiedlichen Sichtweisen zu schaffen und somit ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln
“, sagte Landwirtschaftsstaatssekretärin Anne Benett-Sturies. Ziel des Runden Tisches Schalenwild sei es, die Hege- und Bejagungsrichtlinien im Rahmen eines partizipativen Prozesses an die aktuellen Veränderungen in unserer Kulturlandschaft anzupassen.
Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Jagd, der Landnutzerverbände, des Naturschutzes, des Tierschutzes und der Verwaltung zusammen. Zum Auftakt konnten die Verbände im Rahmen eines interaktiven Formats zu verschiedenen Fragestellungen ihre Positionen einbringen. „Auf dieser Basis wollen wir dann bei den kommenden Treffen schrittweise ein Konzept erarbeiten
“, erklärte Benett-Sturies.
Hintergrund:
In Schleswig-Holstein werden mit Rot-, Dam-, Sika-, Muffel-, Schwarz- und Rehwild alle im Flachland vorkommenden Schalenwildarten in zum Teil großen Populationen bejagt. Die Jagd ist neben der natürlichen Mortalität ein wichtiger Faktor, um die Populationen gesund zu erhalten und im Einklang mit den gesellschaftlichen Ansprüchen an die Umwelt zu bewirtschaften.
Im Jagdjahr 2022/2023 wurden in Schleswig-Holstein 1.237 Stück Rotwild, 12.567 Stück Damwild, 405 Stück Sikawild, 107 Stück Muffelwild, 10.535 Stück Schwarzwild und 53.135 Rehe erlegt. Der Anteil des Fallwildes an der Gesamtstrecke beträgt im Durchschnitt 22 Prozent.
Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Hanna Kühl | Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz | Fleethörn 29-31, 24103 Kiel | Telefon 0431 988 7158 | E-Mail:
Pressestelle@mllev.landsh.de
| Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de