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Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz : Thema: Ministerien & Behörden

Cornelia Schmachtenberg

Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz

Veranstaltungsreihe zur Zukunft der Landwirtschaft in den Niederungen gestartet – Minister Schwarz: „Moorschutz gelingt nur mit wirtschaftlicher Perspektive“

Letzte Aktualisierung: 04.05.2023

KIEL/ERFDE. Ein angepasstes Management auf Moorböden ist ein wichtiger Baustein des Klima- und Artenschutzes. Eine an Umweltzielen orientierte landwirtschaftliche Moorbewirtschaftung kann allerdings langfristig nur erfolgreich sein, wenn die Betriebe damit eine Möglichkeit zur Wertschöpfung haben. Darauf hat Landwirtschaftsminister Werner Schwarz heute (4.Mai) zum Start einer vom Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz (MLLEV) initiierten Informationsveranstaltungsreihe zur „Zukunft der Landwirtschaft in den Niederungen – Erhalt und Schaffung neuer landwirtschaftlicher Werte“ in der Eider-Treene-Sorge-Niederung hingewiesen.

"Entscheidend für den Erfolg beim Moorschutz sind die wirtschaftlichen Perspektiven für die Landwirtinnen und Landwirte. Denn die Flächen sind ihre Lebensgrundlage. Auch bei der Umsetzung von klimaschonenden Bewirtschaftungsverfahren müssen sie darauf Wertschöpfung erzielen können, um ihr Einkommen zu sichern. Wir erreichen die Akzeptanz neuer Bewirtschaftungsformen nur, wenn wir die Landwirtschaft von Anfang an einbinden", sagte der Minister bei der Auftaktveranstaltung auf der Klimafarm in Erfde.

Schleswig-Holstein steht beim Thema alternativer Nutzungskonzepte von landwirtschaftlich bewirtschafteten Niedermoorflächen erst am Anfang einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion. "Um diesen Prozess zu begleiten, wollen wir mit den betroffenen LandwirtInnen vor Ort in den Dialog kommen. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, gemeinsam nach ökonomisch rentablen Lösungen zu suchen und die Nutzung von Moorgebieten praxistauglich zu gestalten. Dabei muss es darum gehen, altbewährtes hin zu einer klimaschonenden Landbewirtschaftung weiterzuentwickeln und auch neue Nutzungskonzepte in die Anwendung zu bringen", so Schwarz.

Die Moor-geprägten Niederungen Schleswig-Holsteins stehen aufgrund des Klimawandels vor einem erheblichen Anpassungsbedarf. Zusätzlich hat sich die Landesregierung darauf geeinigt, bis 2040 das erste klimaneutrale Industrieland zu werden. Bei der Erreichung dieses Ziels spielen die Moorböden in den Niederungsgebieten eine wichtige Rolle. "Hierbei ist es allerdings wichtig, die Auswirkungen auf die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe und deren Beschäftigte im Blick zu behalten. Viele dort ansässige Landwirtinnen und Landwirte bewirtschaften ihr Land schon seit mehreren Generationen – das gibt man nicht einfach auf", sagt Landwirtschaftsminister Werner Schwarz.

Das Landwirtschaftsministerium bietet vier Veranstaltungen in der Eider-Treene-Sorge-Region an. Diese richten sich vor allem an LandwirtInnen aus der Region und finden im Rahmen des Dialogprozesses „Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein“ statt.

Weitere Termine im Rahmen der Veranstaltungsreihe

  • 12. Juni: „Nasse extensive Weidewirtschaft – Rentabilität, Management und Herausforderungen“
  • 5. Juli: „Photovoltaik auf Moor – geht das?“
  • 5. September: „Anbau und Ernte von Paludikulturen – Ertragserwartungen und Ansprüche“

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Hanna Kühl | Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz | Fleethörn 29-31, 24103 Kiel | Telefon 0431 988 7158 | E-Mail: | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de

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