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Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz : Thema: Ministerien & Behörden

Cornelia Schmachtenberg

Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz

Schleswig-Holstein erhält INTERREG-Förderung für das Projekt „BeachSOS“ im Ostseeraum

Letzte Aktualisierung: 24.04.2023

KIEL/MALMÖ. Um gute Ideen schneller auf den Weg zu bringen, wird bei der Interreg B-Förderung in der aktuellen Förderperiode (2021-2027) auf neue Projektformate gesetzt. In diesem Zusammenhang hat der internationale Begleitausschuss des INTERREG-Ostseeprogramms am 20. April in der schwedischen Stadt Malmö 5 Millionen Euro für 13 sogenannte Kleinprojekte genehmigt. Insgesamt wurden im Rahmen der zweiten Ausschreibungsrunde 41 Projektanträge mit über 200 beteiligten Akteuren eingereicht.

Die INTERREG-Programme der Europäischen Union sind für die norddeutschen Länder zentrale Werkzeuge zur Umsetzung der politischen Ziele im Nord- und Ostseeraum. Gerade kleinere und niedrigschwellige Projekte können von den neuen Fördermöglichkeiten profitieren. Sie haben ein flexibleres Instrument an der Hand, um innovative Ideen schnell auf den Weg zu bringen und auszutesten“, sagte Europastaatssekretärin Anne Benett-Sturies. Sie begrüße es daher, dass das in Schleswig-Holstein koordinierte Projekt „BeachSOS“ eine Förderzusage erhalten habe. „Mit dem Helmholtz-Zentrum Hereon haben wir einen starken und erfahrenen Leadpartner am Start, der unseren Strandtourismus noch umweltfreundlicher gestalten wird“, so die Staatssekretärin.

Das Projekt „BeachSOS“ zielt auf mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Küstentourismus ab. Gemeinsam mit den Küstengemeinden, Klimaexperten, touristischen Dienstleistern und weiteren Interessengruppen sollen Kriterien und Aktionspläne für den nachhaltigen und klimafreundlichen Umgang mit Touristen­stränden entwickelt werden. Den Projektakteuren aus Deutschland, Lettland und Dänemark stehen für zwei Jahre 500.000 Euro zur Verfügung.

Mit dem neuen Projektformat „Kleinprojekte“ werden im Rahmen der Interreg B-Förderung einfachere Projektstrukturen mit kürzerer Laufzeit geschaffen, so dass schneller auf aktuelle Heraus­forderungen reagiert werden kann. Dabei müssen Kleinprojekte als eigenständige Projekte funktionieren und zu denselben Programmzielen wie die regulären Projekte beitragen – jedoch in einem kleineren Maßstab. Sie setzen dementsprechend überschaubare Maßnahmen um, können damit aber auch die Grundlage für spätere und umfassendere Folgeprojekte bilden. Kleine und mittlere Gemeinden sowie Verbände seien dabei wichtige Akteure, die so Zugang zur finanziellen Unterstützung im Rahmen von Interreg B erhalten sollen. Das Angebot werde besonders von Bildungsinstitutionen, Forschungseinrichtungen und Behörden genutzt, so Benett-Sturies. Entsprechend lag der Fokus bei vielen eingereichten Projekten auf „wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Resilienz“ und „reaktionsschnellen öffentlichen Verwaltungsstrukturen“. Großen Zulauf hatte auch das Thema Kreislaufwirtschaft.

Im Juni wird der internationale Begleitausschuss dann erneut tagen und über 88 größere Projektvorhaben entscheiden. Schleswig-Holstein wird mit 19 Projektpartnern in 11 Projekten vertreten sein.

Hintergrund:

INTERREG Baltic Sea Region ist das EU-Förderprogramm, das sich auf die besonderen Herausforderungen im Ostseeraum konzentriert. Für die Förderperiode 2021-2027 verfügt das Programm über Mittel aus dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 250 Millionen Euro. Gefördert werden Projekte in den vier Prioritäten „Innovative Gesellschaften“, „Intelligente Wassernutzung“, „Klimaneutrale Gesellschaften“ und „strategische Zusammenarbeit“.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Hanna Kühl | Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz | Fleethörn 29-31, 24103 Kiel | Telefon 0431 988 7158 | E-Mail: | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de

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