Am 23. Februar 2026 startet die landesweite Frühjahrsaktion zur Kastration freilebender Katzen. Ziel ist es, das Leiden der Tiere zu verringern und gleichzeitig die heimische Artenvielfalt zu schützen.
Gemeinsam gegen unkontrollierte Vermehrung
Freilebende Katzen leiden oft unter Krankheiten, Parasiten oder Futtermangel. Ihre unkontrollierte Vermehrung kann zudem das ökologische Gleichgewicht in Wald, Feld und Flur stören. Die Aktion setzt genau hier an – in Zusammenarbeit mit Tierschutzverbänden, Tierärztinnen und Tierärzten, Kommunen und dem Landesjagdverband.
Verbraucherschutzministerin Cornelia Schmachtenberg erklärt:
„Die Kastrationsaktionen in Schleswig-Holstein sind ein zentraler Baustein für nachhaltigen Tier- und Artenschutz. Die hohen Kastrationszahlen der vergangenen Jahre zeigen, dass dieses gemeinsame Engagement wirkt. Mein Dank gilt allen Ehrenamtlichen, Tierärztinnen und Tierärzten sowie den beteiligten Kommunen. Mit der landesweiten Katzenschutzverordnung schaffen wir zusätzlich Regelungen für gehaltene Katzen mit Freigang, um die Fortpflanzungskette freilebender Tiere wirksam zu unterbrechen.“
So funktioniert die Teilnahme
- Teilnahmeberechtigt sind Katzen, die im Aktionszeitraum in einer teilnehmenden Gemeinde gefangen wurden und nicht in fester menschlicher Obhut leben.
- Die Fangperson füllt einen Vordruck aus, der bestätigt, dass es sich um eine freilebende Katze handelt.
- Nach der Kastration werden die Tiere wieder an den Fangort zurückgebracht.
Die Kosten werden vollständig übernommen: 30 Euro durch Tierarzt-Honorarverzicht, 125 bis 156 Euro durch den Fonds, je nach Geschlecht des Tieres.
Finanzielle Unterstützung
Das Land Schleswig-Holstein stellt für 2026 insgesamt 110.000 Euro für die Aktionen bereit. Der Deutsche Tierschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein beteiligt sich mit 10.000 Euro und der Deutsche Tierschutzbund ebenfalls mit 10.000 Euro. Hinzu kommen Spenden, unter anderem von der Bastet Stiftung in Höhe von 15.000 Euro. Die teilnehmenden Gemeinden übernehmen weiterhin 50 Prozent der in ihrem Gebiet anfallenden Kastrationskosten.
Erfolge der vergangenen Jahre
Im Jahr 2025 konnten 3.672 Tiere kastriert werden (1.882 bei der Frühjahrsaktion, 1.790 bei der Herbstaktion).
Weitere Informationen
Alle erforderlichen Dokumente, darunter die Liste der teilnehmenden Gemeinden, der Vordruck und die Datenschutzerklärung, sind hier abrufbar.