Schleswig-Holstein hat heute auf dem Hof Moorhörn in Passade den Zukunftspreis Landwirtschaft verliehen. Mit der Auszeichnung werden Betriebe und Projekte geehrt, die die 24 Thesen des Dialogprozesses „Zukunft der Landwirtschaft“ erfolgreich in die Praxis umsetzen.
Leuchttürme für nachhaltige Innovation
Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg betonte:
„Die ausgezeichneten Betriebe zeigen eindrucksvoll, dass nachhaltige Innovationen in Schleswig-Holstein direkt umgesetzt werden können. Sie verbinden ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliche Akzeptanz und setzen damit Impulse für die gesamte Branche.“
Der Preis wurde 2025 erstmals ausgeschrieben und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Aus 26 Bewerbungen wählte die Steuerungsgruppe des Dialogprozesses die Preisträgerinnen und Preisträger aus.
Die Gewinnerprojekte im Überblick
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Hof Moorhörn (1. Platz, 5.000 Euro)
Der Betrieb überzeugt durch Gefriertrocknung heimischer Produkte für das ganze Jahr, vollständige Produktverwertung und Nutzung erneuerbarer Energien. Die Jury lobt das ganzheitliche Konzept als Vorbild für andere Betriebe in Schleswig-Holstein.
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Domäne Fredeburg GbR (2. Platz, 3.000 Euro)
Hier verbindet sich Landwirtschaft mit regionalem Handwerk, Kulturveranstaltungen und innovativer Hofküche. Das Konzept schafft lebendige ländliche Räume und fördert gesellschaftliche Teilhabe.
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EinStückLand (3. Platz, 2.000 Euro)
Ausgezeichnet wurde das nachhaltige Versand- und Vermarktungskonzept mit strohisolierten Kartons, Kooperation kleiner Betriebe, artgerechter Tierhaltung und regionaler Verarbeitung. Ein praxisnahes Modell für nachhaltige Wertschöpfung.
Praxisnahe Lösungen sichtbar machen
Schmachtenberg unterstrich:
„Mit dem Zukunftspreis werden erfolgreiche Umsetzungen sichtbar, voneinander gelernt und der Innovationsgeist in Schleswig-Holsteins Landwirtschaft gestärkt. Der Dialogprozess zeigt, dass Betriebe, Verbände, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Wissenschaft gemeinsam Lösungen entwickeln können, die direkt in der Praxis wirken.“
Weitere Informationen zum Dialogprozess und den Impulsen für die Landwirtschaft 2040 in Schleswig-Holstein finden Sie hier.