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Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz : Thema: Ministerien & Behörden

Werner Schwarz

Minister für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz

Initiative gegen Tierleid startet


Das Landwirtschaftsministerium unterstützt erneut eine landesweite Kastrationsaktion für freilebende Katzen mit 110.000 Euro.

Letzte Aktualisierung: 09.02.2024

Die Zahl von freilebenden, nicht an Menschen gebundene Katzen steigt stetig. Auf der Suche nach Nahrung werden die Tiere jedoch nicht immer fündig und ein Teil der Tiere ist krank und/oder verletzt. Gleichwohl bekommen die Katzen Nachwuchs. Viele der jungen Tiere werden daher bereits krank geboren und leiden unter Mangelernährung, Parasitenbefall und Infektionen.

Kastrationsaktion im Februar

Ab Montag, 19. Februar 2024 können in Teilen Schleswig-Holsteins freilebende Katzen kastriert werden. Das Angebot richtet sich insbesondere an Tierschutzvereine. Die Aktion ist bis zum 1. März 2024 geplant. Falls die Mittel des von der Tierärztekammer verwalteten Fonds erschöpft sind, wird die Aktion vorzeitig beendet.

Grau-bunte Katze mit weißen Pfoten und weißem Lätzchen steht auf gepflastertem Weg. Im Hintergrund sind unscharf Menschen erkennbar.
Freilebende Katzen können in Schleswig-Holstein im Rahmen der Kastrationsaktion kastriert werden.

So läuft die Aktion ab

Voraussetzung für die Teilnahme an der Aktion und der damit verbundenen Übernahme der Behandlungskosten ist: Die Katze wird in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen. Zudem müssen der Fänger bzw. die Fängerin ein dafür vorbereiteten Vordruck ausfüllen und unterschreiben. Der Vordruck bestätigt, dass es sich tatsächlich um eine freilebende Katze handelt. Die Kosten für die Kastrationen werden in voller Höhe übernommen: 30 Euro durch Spende (Honorarverzicht) der durchführenden Tierarztpraxen und 125 Euro bzw. 156 Euro Restkostenübernahme durch den Fonds, je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt. Alle Katzen müssen nach der Kastration wieder an der Stelle ausgesetzt werden, wo sie gefangen wurden.

Projekt ist ein Erfolg

Das Katzenkastration-Projekt ist ein Erfolgsmodell für Schleswig-Holstein – für den Tier- und Artenschutz gleichermaßen. Das schnelle Ausschöpfen der vorhandenen Mittel im vergangenen Herbst hat aber auch deutlich gezeigt, wie herausfordernd die Situation ist. Um die vorhandenen Finanzmittel bestmöglich einzusetzen, haben wir daher in engem Austausch mit allen Beteiligten nach praktikablen Lösungen gesucht. Gemeinsam haben wir beschlossen, in der anstehenden Aktion die Anzahl, der pro Tierarztpraxis in dem angesetzten Aktionszeitraum zu berücksichtigten Kastrationen, zu deckeln“, so Landwirtschafts- und Verbraucherschutzstaatssekretärin Anne Benett-Sturies.

Pro Tierarztpraxis könne im Rahmen der Aktion nun nur noch die Kastration von maximal 10 Tieren pro Aktionszeitraum abgerechnet werden. Zwischen 2014 und Herbst 2023 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen der Aktion gegen Katzenelend bereits rund 29.000 Katzen kastriert. Dabei handelte es sich zu rund 60 Prozent um weibliche Tiere und zu rund 40 Prozent um Kater. Private Halterinnen und Halter von Katzen werden zudem aufgerufen, ihre Katzen in eigener Verantwortung kastrieren zu lassen.

Gemeinsam für Tierschutz

Das Land Schleswig-Holstein stellt für das Jahr 2024 einen Betrag in Höhe von 110.000 Euro bereit. Auch der Deutsche Tierschutzbund und der Landesverband Schleswig-Holstein beteiligen sich mit insgesamt 10.000 Euro. Die teilnehmenden Gemeinden übernehmen weiterhin 50 Prozent der jeweils in der Gemeinde entstandenen Kastrationskosten. Auch Privatpersonen haben die Möglichkeit, sich finanziell an der Aktion zu beteiligen.

Weitere Informationen

Alle erforderlichen Dokumente (Liste der teilnehmenden Gemeinden, Vordruck und Datenschutzerklärung) befinden sich auf folgender Webseite: www.gegenkatzenelend.schleswig-holstein.de

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