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Baustoffprüfer/in (w/m/d)


Was macht eine Baustoffprüferin bzw. ein Baustoffprüfer?

Letzte Aktualisierung: 05.05.2022

Auf der Baustelle, im Labor und im Büro sind Baustoffprüferinnen und Baustoffprüfer gleichermaßen anzutreffen. Für diejenigen, die einen abwechslungsreichen Berufsalltag mögen und auch Interesse an der Untersuchung unterschiedlicher Materialien haben, könnte ein Beruf als Baustoffprüferin bzw. Baustoffprüfer der richtige sein.

Als Baustoffprüferin bzw. Baustoffprüfer fährst Du auf Baustellen und entnimmst vor Ort Proben von Böden, Bauprodukten, Baurohstoffen, Bindemitteln oder Altlasten und Recyclingmaterialien. Ziel Deiner Untersuchungen ist zum Beispiel zu prüfen, ob ein Bauuntergrund ausreichend tragfähig ist, ob ein Bauwerk mit umweltschädlichen Stoffen belastet ist oder wie gut die Qualität von Baustoffen wie Beton, Mörtel oder Asphalt ist und ob diese für einen Bau verwendet werden können.

Im Labor setzt Du chemische und physikalische Methoden und Prüfmaschinen ein, um Analysen durchzuführen. Deine Mess- und Prüfergebnisse dokumentierst Du und wertest diese anschließend aus. Die Erkenntnisse aus Deinen Untersuchungen präsentierst Du Deinen Auftraggebenden und stehst ihnen beratend zur Seite.

Welche Eigenschaften sollte ich mitbringen?

Wer Baustoffprüferin bzw. Baustoffprüfer werden möchte, sollte ...

  • Interesse an der Arbeit sowohl im Labor als auch auf Baustellen haben.
  • sehr gerne im Team arbeiten.
  • über ein ausgeprägtes technisches und mathematisches Verständnis verfügen.
  • handwerklich geschickt sein.
  • eine gute körperliche Konstitution haben.
  • belastbar sein.

Welche Einstellungsvoraussetzungen gibt es?

Schulabschluss:

Eine wichtige Voraussetzung ist mindestens ein sehr guter Erster allgemeinbildender Schulabschluss (ESA) oder ein vergleichbarer, anerkannter Abschluss.

Vorteil für Deine Bewerbung:

Gute Leistungen in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut?

Ausbildungsbeginn:

jährlich am 1. August

Ausbildungsdauer:

Drei Jahre
Grundsätzlich kannst Du Deine Ausbildung bei guten Leistungen verkürzen.

Ausbildungsaufbau:

Berufspraktische InhalteTheoretische Inhalte
Praktische Ausbildung (Fachrichtung Geotechnik): in der Baustoff- und Bodenprüfstelle in Kiel​

Ergänzung durch praktische Übungen (Fachrichtung Mörtel und Beton sowie Asphalttechnik):
in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte

Begleitender Berufsschulunterricht:
in der Staatlichen Berufsschule Selb in Bayern.
Durchführung als Blockunterricht: ca. sieben Blöcke à zwei Wochen

Ausbildungsorte:

Die praktische Ausbildung findet in Schleswig-Holstein beim LBV.SH und in Kooperation mit lokalen Firmen statt. Der begleitende Berufsschulunterricht findet in der Staatlichen Berufsschule Selb (Bayern) statt.

Art des Ausbildungsverhältnisses:

Während der Ausbildung stehst Du als Auszubildende/r in einem tariflichen Ausbildungsverhältnis.

Welche Inhalte hat die Ausbildung?

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • Arbeitsabläufe planen, vorbereiten und steuern
  • Informationssysteme und Kommunikationstechniken anwenden
  • im Team arbeiten
  • technische Unterlagen lesen und anwenden
  • mit Arbeitsstoffen, Baurohstoffen, Bindemitteln, Mischungen und
    Recyclingmaterialien arbeiten
  • Proben nehmen und herstellen
  • Regelwerke und Labortechnik anwenden
  • Messungen und Prüfungen durchführen
  • Arbeitsergebnisse kontrollieren und bewerten
  • Daten verarbeiten, auswerten, aufbereiten und dokumentieren
  • Betriebswirtschaft
  • Kundenorientierung
  • qualitätssichernde Maßnahmen durchführen

Wie wird die Ausbildung vergütet?

Du erhältst ein monatliches Ausbildungsentgelt gemäß TVA-L BBiG. Es beträgt (ab Dezember 2022):

im ersten Ausbildungsjahr ca. 1.090 Euro
im zweiten Ausbildungsjahr ca. 1.140 Euro
im dritten Ausbildungsjahr ca. 1.190 Euro

Im Dezember bekommst Du zusätzlich eine Jahressonderzahlung – sogenanntes Weihnachtsgeld (§ 16 TVA-L BBiG).

 

Sobald Du Deine Abschlussprüfung beziehungsweise staatliche Prüfung erfolgreich abgeschlossen hast, erhältst Du eine einmalige Abschlussprämie (§ 20 TVA-L BBiG) in Höhe von 400 Euro.

Wie kann ich mich bewerben?

Bewerbungszeitraum:

Bewerbungsschluss ist der 30. September des Vorjahres.

Notwendige Unterlagen:

  • aussagekräftiges Anschreiben
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Schulabschlusszeugnis beziehungsweise das letzte aktuelle Zeugnis

Weitere Hinweise:

  • Die Landesregierung ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Beschäftigten in der Landesverwaltung zu erreichen. Sie bittet deshalb geeignete Frauen sich zu bewerben und weist darauf hin, dass Frauen bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt werden.
  • Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
  • Die Landesregierung setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein. Daher werden Menschen mit Behinderung und diesen Gleichgestellte bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Deine schriftliche Bewerbung richtest Du bitte bevorzugt per Mail an:

ausbildung@lbv-sh.landsh.de

oder

Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein
Aus- und Fortbildung, Personalentwicklung, Betriebliches Gesundheitsmanagement
Holtenauer Straße 183

24118 Kiel

Welche Berufschancen gibt es?

Anzahl der Ausbildungsplätze:

Der LBV.SH bietet für den Zeitraum von drei Jahren jeweils zwei Ausbildungsplätze an.

Übernahmemöglichkeiten nach der Ausbildung:

Mit Abschluss Deiner Berufsausbildung besteht die Möglichkeit der Übernahme in ein Arbeitsverhältnis beim LBV.SH. Der LBV.SH hat regelmäßig Bedarf an Baustoffprüfer/innen. Eine Übernahme erfolgt im Beschäftigtenverhältnis.

Verdienstmöglichkeiten:

Baustoffprüfer/innen werden nach dem aktuellen Tarifvertrag (TV-L) und der Entgeltordnung zunächst nach der Entgeltgruppe 5 (TV-L) bezahlt.

Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten:

Ein Aufstieg bis zur Entgeltgruppe 7 (TV-L) ist möglich.

Wo kann ich mich informieren?

Ansprechpartner:

Du hast Fragen? Wende dich gerne an:

Herr André Paulsen (0431 383-2912)
Herr Rüdiger Stopp (0431 383-2725)

  • Sprich uns bei WhatsApp an unter: 0151/575 24 313

Gesetzliche Grundlagen:

Der Ausbildungsverlauf und die Ausbildungsinhalte sind in der „Verordnung über die Berufsausbildung zum Baustoffprüfer/zur Baustoffprüferin“ vom 24.03.2005, im Ausbildungsrahmenplan sowie im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt.

Praktikum?

Du möchtest die Arbeit des LBV.SH kennenlernen? Dann bewirb Dich doch für ein Praktikum unter: praktikum@lbv-sh.landsh.de



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