Sie sind Schifffahrts- und Handelswege und Heimat von Millionen von Menschen in Europa, die geschichtlich miteinander verbunden sind und eine vielfältige Kultur pflegen.
Während der Ostseeraum mit seinen historischen Umbrüchen Anfang der 1990er Jahre politisch und wirtschaftlich völlig neue Perspektiven bot, blieben die Verhältnisse im Nordseeraum weitgehend unverändert.
Die Nordseeanrainer stehen jedoch gemeinsamen großen Herausforderungen wie dem Küsten- und Meeresschutz und die Bewältigung der Folgen des Klimawandels im Ostsee- und Nordseeraum gegenüber. Der Bau von Offshore-Windparks und neue Stromtrassen z. B. zwischen Schleswig-Holstein und Norwegen stellen eine Art der Nutzung dar, die auch eine raumplanerische Abstimmung mit den Nachbarn bedarf.
Die vielfältige Arbeit des Landes Schleswig-Holstein in der Nordseeregion (NSR) wird ausführlich im Nordseebericht (Drucksache 20/3008) dargestellt, den der Landtag im Nov. 2024 einmalig eingefordert hatte.
Die Wattenmeerkooperation
Das Land Schleswig-Holstein hat sich zusammen mit den benachbarten Bundesländern, dem Bund sowie den Nachbarländern Dänemark und Niederlande intensiv für den Schutz des Wattenmeers eingesetzt. Die daraus entstandene Trilaterale Kooperation zum Schutz des Wattenmeeres wurde 1982 durch eine gemeinsame Erklärung Deutschlands, Dänemarks und den Niederlanden manifestiert und 2009 erneuert. Die UNESCO hat das niederländische, niedersächsische und das schleswig-holsteinische Wattenmeer als Weltnaturerbe in seine Liste als weltweit größtes zusammenhängendes Wattensystem mit einer besonders hohen Artenvielfalt aufgenommen.