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Thema : Landwirtschaft in Schleswig-Holstein

Kompetenzzentrum Klimaeffiziente Landwirtschaft

Landwirtschaft, Umweltschutz, Energieerzeugung und Klimaschutz gemeinsam denken

Letzte Aktualisierung: 04.02.2026

Ziele des Kompetenzzentrums Klimaeffiziente Landwirtschaft

Kontakt

Bei weitergehenden Fragen rund um das Kompetenzzentrum für klimaeffiziente Landwirtschaft wenden Sie sich gern an klimakompetenzzentrum@mllev.landsh.de.

Das Kompetenzzentrum strebt die Sicherstellung der landwirtschaftlichen Produktion im Zeichen der Klimaanpassung und des Klimaschutzes an. Die Entwicklung klimaschonender Produktionsprozesse bei gleichzeitiger betriebsökonomischer Sicherung landwirtschaftlicher Betriebe sollen hierbei im Einklang stehen.

Landwirtschaft, Klimaschutz und Klimaanpassung, Energieerzeugung und Umweltschutz sollen gemeinsam gedacht werden. Dabei sollen landwirtschaftlich tragfähige Konzepte zur Emissionsminderung entwickelt und die wissenschaftliche Expertise ausgebaut werden. Hier wird das Kompetenzzentrum Klimaeffiziente Landwirtschaft unterstützen.

Das Bild ist in vier gleichgroße Abschnitte unterteilt. Oben rechts erntet ein Mähdrescher das Getreide auf einem Feld, oben rechts düngt ein Trecker mit Düngeanhänger, unten links blühen Blumen auf einer Wiese, unten rechts grasen Schafe auf einem Deich.
Das Kompetenzzentrum für klimaeffiziente Landwirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die landwirtschaftliche Produktion im Zeichen der Klimaanpassung und des Klimaschutzes sicherzustellen.

Hintergrund

Schleswig-Holstein ist ein Agrarland. Rund 62 Prozent der Landesfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Fast zwei Drittel der gut 12.000 Betriebe im Land sind Futterbau- oder Veredlungsbetriebe. Bei knapp einem weiteren Drittel der Betriebe handelt es sich um spezialisierte Ackerbau-, Gartenbau,-und Dauerkulturbetriebe.

Die Folgen des Klimawandels stellen auch die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein vor neue Herausforderungen. Mit entsprechenden Maßnahmen gilt es sich im Pflanzenbau und der Tierhaltung an diese Folgen anzupassen. Ein wichtiges Instrument ist der Klimaschutz. Nur durch eine schrittweise Reduktion der anthropogenen Treibhausgasemissionen kann der Klimawandel langfristig stabilisiert werden. In diesem Zusammenhang hat die Landesregierung sich dazu bekannt bis zum Jahr 2040 das erste klimaneutrale Industrieland zu werden. Auch der Sektor Landwirtschaft will hierzu seinen Beitrag leisten.

Schriftzug in blau: Komptenzzentrum klimaeffiziente Landwirtschaft - zukunftswirksam. Das "wir" in zukunftswirksam ist in Magenta und anderer Schriftart herausgestellt.
Verdeutlicht das Bestreben für die Zukunft: Das Logo des Kompetenzzentrums klimaeffiziente Landwirtschaft.

Vernetzung

Mithilfe des Kompetenzzentrums kommen Landwirtinnen und Landwirten, Wissenschaft und Verbände zusammen. Es wird ein Raum geschaffen für den aktiven Austausch über bestehende und neue Projekte und Partnerschaften für tragfähige Lösungen einer nachhaltigen und effizienten Bewirtschaftung und Produktion. Diese sollen durch Förderungen unterstützt werden.

Geförderte Projekte und Vorhaben

Ein zentrales Ziel des Kompetenzzentrums ist die Etablierung von Modell- und Demonstrationsvorhaben, die Prozesse für eine Anpassung an den Klimawandel und die Reduktion von Treibhausgasemissionen unterstützen. Erste Fördervorhaben sind bereits erfolgreich abgeschlossen, weitere Vorhaben befinden sich aktuell in der Umsetzung.

Aktuelle Vorhaben

Modell- und Demonstrationsvorhaben „klimafitte Böden“

Gefördert von dem Kompetenzzentrum klimaeffiziente Landwirtschaft Schleswig-Holstein werden von August 2025 bis Juli 2028 im Rahmen des Modell- und Demonstrationsprojektes Handlungsempfehlungen und Beratungsansätze für eine praxisnahe und standortgerechte Umsetzung von Minimalbodenbearbeitungssystemen erarbeitet. Diese Systeme sind vor allem im Hinblick auf Anpassungsstrategien an die Folgen des Klimawandels relevant.


Das Vorhaben ist als Demonstrations- und Forschungsprojekt angelegt, das durch eine enge Verzahnung von Wissenschaft, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis den Wissenstransfer hinsichtlich konservierender Bodenbearbeitungssysteme und Direktsaatverfahren in die landwirtschaftliche Praxis beschleunigen und stärken soll. Im Projekt arbeiten Akteure aus Forschung, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis zusammen, um praxisrelevante Lösungen zu entwickeln, zu validieren und öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren. Im Fokus steht dabei die Etablierung von Leuchtturmbetrieben in den unterschiedlichen Naturräumen Schleswig-Holsteins. Das Projekt wird von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kiel in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und der GWS Nord unter Leitung von Herrn Professor Conrad Wiermann und Herrn Professor Helge Stephan durchgeführt.

Weiterführende Informationen: Klimafitte Böden

Modell- und Demonstrationsvorhaben zur zukunftsfähigen Bewirtschaftung von Niedermoorböden in Schleswig-Holstein

Mit dem Modell- und Demonstrationsvorhaben zur zukunftsfähigen Bewirtschaftung von Niedermoorböden in Schleswig-Holstein fördert das Kompetenzzentrum klimaeffiziente Landwirtschaft ein weiteres dreijähriges Projekt, das im Herbst 2025 gestartet ist. Das Vorhaben wird in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, der Hochschule für angewandte Wissenschaften Kiel und dem Kieler Institut für Europäische Landwirtschaftsstudien unter Leitung von Herrn Professor Tammo Peters durchgeführt.

Im Rahmen des Vorhabens soll getestet werden, in welchem Umfang eine nasse Bewirtschaftung von Niedermoorgrünland in bestehende Betriebsstrukturen eingegliedert werden kann und inwieweit diese eine ökonomische Perspektive für Milchviehbetriebe darstellen kann. Ziel ist die Reduktion von Treibhausgasen durch eine maximal mögliche Anhebung des Wasserstands, die weiterhin eine grasbasierte Produktion und eine einfache Integration in bestehende Produktionssysteme ermöglicht.

Dafür werden dreischrittige Untersuchungen durchgeführt, beginnend mit praxisnahen Feld- und Demonstrationsversuchen, anschließender futterbaulicher Analyse und abschließender ökonomischer Bewertung. Übergeordnet im Fokus stehen der Wissenstransfer sowie die Netzwerkbildung.

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben baut auf Vorarbeiten der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein auf, im Rahmen derer mit Hilfe von Befragungen verschiedener Akteure in der Eider-Treene-Sorge Niederung ein Konzept für ein Modell- und Demonstrationsvorhaben erarbeitet wurde.

Modell- und Demonstrationsvorhaben „Moorbewirtschaftung mit kleinen Wiederkäuern: Individualisiertes Weidemanagement und Tiermonitoring zur Tierwohlverbesserung in Photovoltaik-Anlagen auf wiedervernässtem Moor (WeiTiMo)“

Mit dem Modell- und Demonstrationsvorhaben WeiTiMo fördert das Kompetenzzentrum klimaeffiziente Landwirtschaft ein weiteres dreijähriges Projekt, das im Frühjahr 2026 starten wird. Das Vorhaben wird federführend durch die Georg-August-Universität Göttingen in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Nutztierbiologie Dummerstorf und dem Osterhof unter Leitung von Frau Dr. Dina Hamidi im Solarpark Lottorf durchgeführt.

Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten der Etablierung von neuartigen Weidesystemen bestehend aus virtuellen Zäunen und Kraftfutterrufstationen in Photovoltaik Anlagen auf wiedervernässten Moorflächen. Diese nachhaltige Bewirtschaftung wiedervernässter Moorböden ist bodenschonend, erhält die C02-Speicherfunktion und fördert die Biodiversität. Gleichzeitig können die Photovoltaikmodule den weidenenden Tieren Schutz vor Extremwetterlagen bieten. Das Projekt adressiert die Herausforderung, landwirtschaftliche Nutzung, Wiedervernässung als Klimaschutzmaßnahme und Stromerzeugung auf einer Fläche zu kombinieren. Die Praxisdemonstration im Solarpark Lottorf dient als Modellvorhaben, in dem konkrete Anpassungsstrategien erprobt und evaluiert werden. WeiTiMo trägt dazu bei, neue Formen der Landbewirtschaftung zu entwickeln, die widerstandsfähiger gegenüber Klimaveränderungen sind, Emissionen verringern und die landwirtschaftlicne Nutzung von schwierigen Standorten im Zeichen des Klimawandels sicherstellen.

Beratungsunterlagen für die Klimawandelanpassung in der Landwirtschaft

Die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein steht durch die Folgen des Klimawandels vor wachsenden Herausforderungen: Trockenphasen werden länger und intensiver, Temperaturen steigen und gleichzeitig sorgen vermehrte Starkregenereignisse für Überflutungen und Bodenerosion. Um die landwirtschaftlichen Betriebe bei der Anpassung an den Klimawandel gezielt zu unterstützen, hat das Kompetenzzentrum klimaeffiziente Landwirtschaft die Prognos AG und AtmoVera mit der Erstellung von Beratungsunterlagen  zu regionalen Klimawandelfolgen für die Landwirtschaft beauftragt. 
Weitere Informationen: Klimawandelanpassung in der Landwirtschaft

Modell- und Demonstrationsvorhaben Agroforst zur Förderung klimaresilienter Landwirtschaft in Schleswig-Holstein

Gefördert von dem Kompetenzzentrum für klimaeffiziente Landwirtschaft Schleswig-Holstein wird von September 2024 bis September 2026 im Rahmen eines Modell- und Demonstrationsprojektes die Planung und Etablierung eines Agroforstsystems in Schleswig-Holstein umgesetzt. Dabei geht es um erster Linie darum das Thema Agroforst für die Landbewirtschaftenden in Schleswig-Holstein erlebbarer zu machen. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die Klimaresilienz landwirtschaftlicher Flächen zu stärken und gleichzeitig den Wissenstransfer zu Agroforstsystemen in der Region zu fördern. 

Das Agroforstsystem wird beispielhaft für Schleswig-Holstein, unter Berücksichtigung der neuesten GAP-Regelungen entwickelt, und bietet Landwirtinnen und Landwirten praxisnahe Einblicke in die Möglichkeiten dieser nachhaltigen Landnutzungsform. Agroforstsysteme kombinieren den Anbau von Bäumen und Sträuchern mit klassischen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen oder Tierhaltung. Sie tragen nicht nur zur Verbesserung der Bodenstruktur, zur Minderung von Erosion und zur Steigerung der Biodiversität bei, sondern bieten auch Schutz vor extremen Wetterbedingungen und leisten einen Beitrag zur Kohlenstoffbindung und somit zum Klimaschutz. Insbesondere für Schleswig-Holstein sind Aspekte Windschutz und Kombination von Tierhaltung mit Beschattung relevante Zielsetzungen  im Rahmen des Projektes.

Das Projekt wird von Rieckens Eichhof, einem Vorreiterbetrieb im Bereich Agroforstsysteme in Schleswig-Holstein, in Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Deutschen Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V. und dem Verein Boben op Klima- und Energiewende e.V. umgesetzt. Der Eichhof hat bereits mehrere Agroforstsysteme erfolgreich etabliert und wird mit diesem Modellprojekt auf den gesammelten Erfahrungen aufbauen, um Erfahrungswerte und Wissen weiterzugeben.

Weitere Informationen zum Projekt: Modell- und Demonstrationsvorhaben Agroforst zur Förderung klimaresilienter Landwirtschaft in Schleswig-Holstein (MuD Agroforst Schleswig-Holstein) | DEFAF e.V.

Aktuelles auf Instagram: Agroforst Schleswig-Holstein (@agroforst_sh)

Projekt „Klimafeste Landwirtschaft“

Um das Thema Klimaanpassung in der landwirtschaftlichen Berufsausbildung stärker in den Fokus zu rücken, fördert das Kompetenzzentrum klimaeffiziente Landwirtschaft das Projekt „Klimafeste Landwirtschaft“, das in Kooperation vom Naturpark Schlei, dem Berufsbildungszentrum Schleswig und der Klimaschutzregion Flensburg durchgeführt wird. Ziel ist es, Berufsschülerinnen und -schüler des ersten Lehrjahrs im Rahmen von praxisnahen Projekttagen für Klimaschutz- und Klimaanpassungsaspekte zu sensibilisieren.

Landwirtschaftsstaatssekretärin Anne Benett-Sturies sagte bei ihrer Teilnahme an einem der Projekttage auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Dannewerk dazu: „Die Landwirtschaft mit ihren wissensintensiven Betriebsabläufen ist unmittelbar von den Folgen des Klimawandels betroffen und unterliegt einem gesteigerten Anpassungsdruck. Die Integration des Themenkomplexes Klimaanpassung in die berufliche Aus- und Fortbildung ist daher aus meiner Sicht extrem wichtig. Genau hier setzt das Projekt an: Den angehenden Landwirtinnen und Landwirte sollen Wege aufgezeigt werden, wie sie den Herausforderungen des Klimawandels zukunftsweisend begegnen können. Dabei steht der enge Austausch mit der Praxis im Mittelpunkt.“

Projektleiterin Kathrin Erbe vom Naturpark Schlei ergänzte: „Was vor drei Jahren als Pilotprojekt begann, ist nun fester Bestandteil des Unterrichts vor den Sommerferien geworden. Wir sind stolz, dass uns als Projektteam ein Ansatz gelungen ist, der den umfangreichen Lehrplan der zukünftigen Landwirtinnen und Landwirte ergänzt und neue inhaltliche und methodische Impulse liefert. Die positiven Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler bestärken uns in diesem praxisorientierten Konzept. Ohne die intensive Zusammenarbeit aller drei Kooperationspartner wären Aufbau und Durchführung des Projekts sowie die langfristige Verankerung der Inhalte in den Schulalltag nicht möglich gewesen.“

Zentrales Element des Projektes sind Feldexkursionen mit hoher Praxisnähe zu regionalen Akteuren und Orten vorrangig in der Schleiregion. Bei den Exkursionen werden die Themen und Best-Practice-Beispiele von entsprechenden Expertinnen und Experten (Landwirtschaft, Gewässerkunde, Ökologie, Technik, etc.) zielgruppengerecht präsentiert und aufbereitet. Zudem setzen sich die Schülerinnen und Schüler in interaktiven Arbeitsphasen mit unterschiedlichen pädagogischen Methoden selbst mit den Themenkomplexen auseinander. Der Projektablauf gliedert sich in die Organisation und die Durchführung von mind. vier Projekttagen je Schuljahr für die Auszubildenden im Fachbereich „Agrarwirtschaft“. Im Vorfeld integrieren die Lehrenden die Umweltthemen bereits in den Unterricht, um einen möglichst großen Erkenntnisgewinn und nachhaltigen Lernerfolg durch die anschließenden Exkursionstage zu erzielen.

Das Kompetenzzentrum klimaeffiziente Landwirtschaft finanziert das Projekt seit dem Schuljahr 2023/2024.

Weitere Informationen: Klimafeste Landwirtschaft

Schülerinnen und Schüler sehen sich eine Präsentation auf einer Leinwand an bei der Teilnahme eines Projekttags in einer großen Scheune.
Projekttag im Schuljahr 2023/2024

Netzwerkarbeit für eine klimaschutzorientierte Bewirtschaftung von Niedermoorböden in Schleswig-Holstein

Das im Herbst 2025 gestartete Projekt wird durch die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein (LKSH) durchgeführt und soll bestehende Akteure zur nachhaltigen und klimaschutzorientierten Bewirtschaftung von Moorböden vernetzen sowie neue Teilnehmende gewinnen. Darüber hinaus sollen Informationen für alle Interessierten bereit gestellt werden. Im Fokus steht die Durchführung verschiedener Veranstaltungsformate, um gemeinsam in den Austausch zu kommen und verschiedene inhaltliche Schwerpunkte zu beleuchten. In diesem Rahmen sind sowohl Feldtage als auch eine Exkursion und eine Beratertagung angedacht. In Form eines Newsletters werden die Netzwerkmitglieder und Interessierte darüber hinaus mit Fachinformationen und Veranstaltungshinweisen versorgt.

Bei Interesse können Sie sich unter moor@lksh.de für den Newsletter anmelden.

Abgeschlossene Vorhaben

Bildungsprojekt Klimaschutz und Klimaanpassung

Ziel des Vorhabens ist es, die Themen Klimaschutz und Klimaanpassung in die landwirtschaftliche Berufsschulausbildung zu integrieren und dadurch angehenden Landwirtinnen und Landwirten Möglichkeiten zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, aber auch zur Anpassung an klimatische Veränderungen aufzuzeigen.

Im Schuljahr 2024/2025 ist ein Projekt mit dem Fokus Klimaschutz sowie ein Projekt mit dem Fokus Klimaanpassung gestartet. Durchgeführt werden die Projekte durch die Klönstedt GmbH gemeinsam mit der Landwirtschaftsschule in Rendsburg und durch die 2zero GmbH gemeinsam mit dem Berufsbildungszentrum Bad Segeberg.

Gruppenfoto der Projektgruppe aus dem Schuljahr 2024/2025 auf einem Feld neben Traktor mit Anhänger.
Die Projektgruppe des Schuljahres 2024/2025

Die Projektgruppe aus dem Schuljahr 2024/2025 bei einem Versuch auf dem Feld.
Die Projektgruppe aus dem Schuljahr 2024/2025 bei einem Versuch auf dem Feld mit Minister Werner Schwarz.

Netzwerkarbeit für eine klimaschonende Weidehaltung in der Milchproduktion in Schleswig-Holstein

Das im Mai 2025 gestartete Projekt zur Netzwerkbildung im Bereich Weidehaltung in der Milchproduktion wird durch die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein (LKSH) unter Beteiligung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Fachhochschule Kiel und des Berufsbildungszentrums Schleswig durchgeführt.

Ein Ziel der Netzwerkarbeit für eine klimaschonende Weidehaltung in Schleswig-Holstein ist es, Schüler/-innen innerhalb der Berufsausbildung im Fachbereich „Agrarwirtschaft“, aber auch Studierenden der FH Kiel und CAU Kiel relevante Themen der Weidemilchproduktion an außerschulischen Lernorten näherzubringen und das Interesse daran zu wecken. Ein weiteres Ziel besteht darin, Betriebsleitern, Beratern oder Lehrkräften erfolgreiche Weidebetriebe zu zeigen, Vorurteile gegenüber der Weidehaltung zu entkräften und praxisrelevante Möglichkeiten der Umsetzung aufzuzeigen. Schlussendlich soll in der Netzwerkarbeit auch die Chance für Weidemilchbetriebe geschaffen werden, sich intensiv über für sie relevante Themen auszutauschen, andere Betriebsmodelle kennenzulernen und gemeinsam Bedarfe für die zukünftige klimaschonende Weidehaltung zu erarbeiten

Um diese Ziele zu erreichen, wurden in 2025 sechs Feldtage mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen durchgeführt.

Gruppenfoto des Projektteams des Netzwerks Weidehaltung
Projektteam des Netzwerks Weidehaltung

Feldtag auf dem Betrieb Petersen - eine Gruppe steht auf einer Weide mit Kühen im Hintergrund.
Feldtag auf dem Betrieb Petersen

Modell- und Demonstrationsvorhaben zur Klimaschutzwirkung von Methaninhibitoren in der Milchviehfütterung

Um Herauszufinden, wie sich spezielle Futtermittelzusätze auf die Klimabilanz von Milchkühen auswirken, hat das Kompetenzzentrum für klimaeffiziente Landwirtschaft ein erstes Modell- und Demonstrationsvorhaben, das den Einsatz von Methaninhibitoren in den Blick nimmt, auf den Weg gebracht. Durchgeführt wurde das Projekt von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein (LKSH) am Standort Futterkamp.

Methan zählt zu den klimarelevanten Treibhausgasen und entsteht in erster Linie in der Tierhaltung als Abbauprodukt bei der Wiederkäuerverdauung und zu kleineren Anteilen bei der Lagerung von Wirtschaftsdüngern. Mit 47 Prozent sind die Methanemissionen aus der Tierhaltung die größte Eintragsquelle des Sektors Landwirtschaft. In den letzten Jahren sind daher vermehrt Zusatzfuttermittel zur Reduktion der Methanemissionen in der Rinderhaltung entwickelt worden. Bislang bestehen in der praktischen Landwirtschaft jedoch kaum Erfahrungen in Bezug auf deren Einsatz und Effekte. Für eine breite Akzeptanz in der landwirtschaftlichen Anwendung werden ebendiese benötigt.

Minister Werner Schwarz übergibt den Förderbescheid im Stall in Futterkamp an Frau Ute Volquardsen und Frau Dr. Imme Dittrich.
Übergabe des Förderbescheids durch Landwirtschaftsminister Werner Schwarz an Frau Ute Volquardsen und Frau Dr. Imme Dittrich von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Fotoaufnahme des Versuchsstalls mit den angebrachten Methandetektoren über den Wiegetrögen.
Anbringung der Laser Methan-Detektoren über den Wiegetrögen.

Nahaufnahme des Laser Methan-Detektors.
Laser-Methan-Detektor.

Der Abschlussbericht ist hier veröffentlicht.

Klimaangepasste Landwirtschaft in Schleswig-Holstein (KLA-SH)“

Die prognostizierte kontinuierliche Erderwärmung wird global das Klima verändern, an das sich der Mensch zukünftig mit seinen Lebensgewohnheiten und Produktionssystemen anpassen muss. Aktuelle Klimavorhersagen und -projektionen für Schleswig-Holstein gehen langfristig von einer Zunahme des Jahresniederschlags und der Durchschnittstemperatur aus. Bisherige Beobachtungen von mehr heißeren Tagen, weniger Frost- und Eistagen, sowie Niederschlagszunahme im Winter und Herbst und zunehmende Starkregenereignisse machen eine Anpassung an die sich verändernden Bedingungen unabdingbar.

Ziel des Projektes war es, die zu erwartenden Herausforderungen durch den Klimawandel auf die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein darzustellen und unter Einbeziehung der Akteure Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. Es wurden Handlungsfelder wie z.B. Produktionssysteme, Wassermanagement oder Tiergesundheit und Regionen in Schleswig-Holstein identifiziert, die besonders sensibel auf die zu erwartenden Klimaänderungen reagieren.

Abbildung des Projektkonzepts
Projektkonzept „klimaangepasste Landwirtschaft in Schleswig-Holstein“

Weitere Informationen: „Klimaangepasste Landwirtschaft in Schleswig-Holstein.“

Zum Abschlussbericht des Projekts: Gutachten.

Abgeschlossene Gutachten

  • Untersuchung der THG-Minderungspotenziale ausgewählter Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen
  • Ökonomische Betroffenheit eines angepassten Niederungsmanagements für die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen
  • Modellszenarien für eine post-fossile Landwirtschaft in Schleswig-Holstein. Weitere Informationen
  • Konzeptentwicklung eines Modell- und Demonstrationsvorhabens für die Landwirtschaft in der Eider-Treene-Niederung
  • Potenziale und Möglichkeiten von Moor-Fördermaßnahmen. Weitere Informationen

Wissenstransfer

Das Kompetenzzentrum organisiert Beratungsformate, Arbeitsgruppensitzungen, Fachtagungen und weitere Veranstaltungen, um neu gewonnene Erkenntnisse zu spezifischen Themen zu vermitteln.

Anstehende Veranstaltungen

Weitere Veranstaltungen befinden sich derzeit in der Vorbereitung. Wir werden Sie an dieser Stelle zeitnah darüber informieren.

Inhalte vergangener Veranstaltungen

Damit bereits transportiertes Wissen und die Ergebnisse von Austausch und Diskussion nicht verloren gehen, stellen wir die Inhalte der vergangenen Veranstaltungen zur Verfügung.

Expertengremium

Unterstützt und beraten wird das Klimakompetenzzentrum von einem externen Expertengremium. Dieses setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Ministeriums für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz, des Ministeriums für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Fachhochschule Kiel, der Technischen Hochschule Lübeck sowie des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, der Stiftung Naturschutz sowie des Naturschutzbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen

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