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Finanzministerium

Portraitfoto Monika Heinold
Monika Heinold

Finanzministerin

Emissionsfrei durch den Nationalpark

Datum 06.12.2021

Moderne Batterietechnik statt Diesel: Künftig sind die Küstenschützer des Landes mit einer E-Lok an der Westküste unterwegs.

Wohl kein Ort im echten Norden ist den Elementen so ausgeliefert wie die Halligen im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer. Das macht sich auch durch den Materialverbrauch des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz bemerkbar: 5.000 Pfähle, 500 Großbunde Faschinen (Reisigbündel) für den Lahnungsbau, 500 Tonnen Steine sowie 120 Tonnen Sand und Kies müssen jährlich auf die Halligen transportiert werden.

Investition in die Zukunft

Bislang übernahmen vier dieselbetriebene Loks diese Arbeit, sogenannte Loren. Eine von ihnen wird nun ersetzt – durch ein vollelektrisches Modell. Die acht Tonnen schwere E-Lok soll künftig auf dem zehn Kilometer langen Wattsicherungsdamm von Dagebüll über die Hallig Oland zur Hallig Langeness zum Einsatz kommen und Material sowie Küstenschützerinnen und -schützer zu ihren Einsatzorten bringen. Die Anschaffung kostete 360.000 Euro, das Geld stammt aus dem Infrastrukturprogramm IMPULS.

IMPULS für den Naturschutz

"Mit der E-Lok stellen wir die Weichen für Klimaschutz im Weltnaturerbe Wattenmeer und sparen jährlich circa 5,5 Tonnen CO2 ein. Ein weiteres gutes Beispiel dafür, dass unser Programm IMPULS wirkt", sagte Finanzministerin Monika Heinold bei der Inbetriebnahme vor Ort.

Portraitfoto Monika Heinold

Ein weiteres gutes Beispiel dafür, dass unser Programm IMPULS wirkt.

Monika Heinold

60 Kilometer mit einer Batterieladung

Die E-Lok verfügt über eine emissionsfreie Batterietechnologie mit einer nutzbaren Energie von 41,6 Kilowattstunden. Eine Batterieladung reicht für eine Fahrstrecke von bis zu 60 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern. "Nachladen" auf der Hallig ist nicht notwendig.

Positive Kraft des Fortschritts

Dieser Tag sei ein Meilenstein und sinnbildlich für die positive Kraft des Fortschritts, sagte die Direktorin des Landesbetriebs für Küstenschutz und Nationalpark und Meeresschutz, Birgit Matelski. Anfangs seien an der Westküste noch Segelloren gefahren, die geschoben werden mussten, wenn die Winde ungünstig standen. Diese seien dann von benzin- und dieselbetriebenen Fahrzeugen abgelöst worden. "Und nun fährt hier die erste Lore mit E-Motor emissionsfrei durch den Nationalpark! Ich bin sehr gespannt, welche Kapitel noch geschrieben werden."

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