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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

"Geisternetze" im Meer beseitigen

Datum 08.03.2022

An Bord der "Haithabu" hat sich Umweltstaatssekretärin Dorit Kuhnt über die Bergung eines verloren gegangenen Fischernetzes informiert.

Staatsekretärin Dorit Kuhnt begleitet die Bergung eines Geisternetzes. Geisternetz Kuhnt (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Staatsekretärin Dorit Kuhnt begleitete die Bergung eines Geisternetzes an Board der Haithabu. © Submaris

Plastikmüll und insbesondere verloren gegangene Fischernetze im Meer sind eine echte Gefahr für die Natur. Deshalb werden sie zum Schutz der Tiere aus dem Meer geborgen. An Bord des landeseigenen Gewässerschutzschiffs "Haithabu" informierte sich Umweltstaatssekretärin Dorit Kuhnt über die Bergung von Fischernetzen.

"Geisternetze sind eine ernstzunehmende Gefahr für die Schifffahrt, für Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler sowie für Lebewesen, die im und am Meer leben“, sagte Staatssekretärin Kuhnt im Rahmen der Bergungsaktion vor Heikendorf.

Bedrohung für die Tierwelt und Natur

Insbesondere für Tiere stellen Geisternetze eine echte Bedrohung dar: Vögel, Fische und andere Meeresbewohner können sich in den Netzen verfangen oder sie als Nahrung aufnehmen und schließlich an diesen verenden. Darüber hinaus bestehen die verloren gegangenen Netze in der Regel aus Kunststoff und werden deshalb nicht biologisch abgebaut. In der Folge verbleiben die Netze für Jahrhunderte als Müll am Meeresboden, wenn sie nicht geborgen werden. Nach neuesten Studien ist davon auszugehen, dass Geisternetze aktuell zwischen 30 und 50 Prozent des gesamten Meeresplastiks ausmachen.

Ein verlorenes Fischernetz, ein sogenanntes Geisternetz, liegt im Meer. Ein Geisternetz im Meer. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Verloren gegangene Netze bestehen meist aus Kunststoff und verbleiben deshalb für Jahrhunderte als Müll am Meeresboden. © Wolf Wichmann / WWF

Kooperation mit dem WWF

Das Umweltministerium (MELUND) wird eine Kooperation mit dem WWF-Deutschland schließen, um in einem gemeinsamen Projekt bereits bekannte Verdachtsflächen in der schleswig-holsteinischen Ostsee anzutauchen und die dort vorhandenen Geisternetze systematisch zu bergen. Dabei kommt ein Sonargerät zum Einsatz, das Geisternetze mit Schallwellen ausfindig machen kann.

Vom Fischereigerät zum Geisternetz

In der Regel gehen Fischernetze durch Stürme, Unfälle und gelegentlich auch Vandalismus verloren. In Zukunft sollen verloren gegangene Netze daher auf unkomplizierte Weise gemeldet und dadurch schneller wiedergefunden und geborgen werden können.

Weitere Informationen zum Thema Müll im Meer finden Sie hier.

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