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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Ruff / grafikfoto.de

"Wir sind vorbereitet"

Datum 11.09.2020

Zum ersten Mal wurde die Afrikanische Schweinepest in Deutschland nachgewiesen. Umweltminister Albrecht appelliert an die Schleswig-Holsteiner:innen.

Sie gilt als eine der gefährlichsten Tierseuchen der Welt – die Afrikanische Schweinepest. 2007 wurde die Krankheit erstmals in Osteuropa nachgewiesen, nun hat sie auch Deutschland erreicht: Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts wiesen das extrem ansteckende Virus in einem stark verwesten Wildschweinkadaver an der polnischen Grenze nach.

"Der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland stellt eine große Herausforderung dar", sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht in Kiel. Der echte Norden habe sich jedoch in den vergangenen Jahren intensiv auf diesen Fall vorbereitet.

Verbreitung verhindern

Jetzt gelte es, die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte der Minister. Er appellierte an die Schweinehalter:innen im Land, sich strengstens an die Biosicherheitsregeln zu halten. Dies betreffe auch Schweinetransporte, insbesondere, wenn diese landwirtschaftliche Betriebe in betroffenen Gebieten angefahren hätten. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Fahrzeuge sei von höchster Wichtigkeit und rechtlich vorgeschrieben, betonte Albrecht.

Präventionspaket konsequent umsetzen

Drei Personen in weißen Ganzkörperanzügen verpacken ein Wildschwein in einen Plastiksack. In Schutzkleidung übten die Bergungsteams den Abtransport verendeter Wildschweine. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Seit 2018 finden im echten Norden regelmäßig Seuchenschutz-Übungen statt. © Umweltministerium

Darüber hinaus kündigte Albrecht an, das gemeinsame Präventionspaket von Land und Kreisen entschlossen umzusetzen. Teil dessen ist das sogenannte "Schwarzwildmonitoring": Dabei wird jedes tote Wildschwein auf das Virus getestet – unabhängig von der Todesursache. Der Minister rief die Jäger:innen dazu auf, Wildschweine auch weiterhin verstärkt zu bejagen und in ihren Revieren besonders auf verendete Tiere zu achten. Nur so könnten mögliche Infektionen rechtzeitig erkannt werden.

Seit 2018 stellen die Kreise und kreisfreien Städte spezielle Sammelplätze zur Verfügung, an den Jäger:innen gefundene Tierkadaver kostenfrei entsorgen können. Darüber hinaus erhalten sie eine Aufwandentschädigung von 50 Euro. "Der Beitrag der Jägerschaft ist im Rahmen der Früherkennung eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest einer der wichtigsten Faktoren", sagte der Minister.

Weitere Informationen

Themenseite zur Afrikanischen Schweinepest

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