Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Kernkraftwerk Brunsbüttel: Austritt von Filterharzen aus korrodierter Rohrleitung

Datum 08.09.2017

BRUNSBÜTTEL/KIEL. Im abgeschalteten Kernkraftwerk Brunsbüttel sind geringe Mengen an Filterharzen aus einem korrodierten Rohrleitungsstrang des Konzentrataufbereitungssystems ausgetreten. Das teilte die schleswig-holsteinische Atomaufsichtsbehörde (Energiewendeministerium) heute (8. September) in Kiel mit. Bereits im Jahre 2016 waren u.a. an diesem Abwassersystem Korrosionsbefunde festgestellt worden, die zu einem umfangreichen Inspektionsprogramm geführt hatten. In dessen Rahmen wurden bei einer Begehung die neuen Befunde festgestellt.

Keine Freisetzung radioaktiver Stoffe

Nach Angaben der Vattenfall-Betreibergesellschaft bestand zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Umgebung. Der Raum, in dem die Leckage vorgefunden wurde, befindet sich im Sperrbereich des Kernkraftwerks. Strahlenschutzmessungen haben zudem ergeben, dass sämtliche radiologischen Grenzwerte eingehalten wurden. Die Vattenfall-Betreibergesellschaft beabsichtigt, die schadhafte Rohrleitung umgehend auszutauschen. Die Behörde hat zur Bewertung des Ereignisses Sachverständige der TÜV NORD EnSys Hamburg und der Energie Systeme Nord (ESN) Kiel hinzugezogen. Die Sachverständigen sollen nunmehr die zügig durchzuführende Überprüfung sämtlicher Rohrleitungen des Abwassersystems und ggf. deren Austausch beaufsichtigen (TÜV NORD). Die atomrechtliche Aufsichtsbehörde prüft darüber hinaus unter Beteiligung der ESN, ob administrativ-organisatorische Aspekte dazu beigetragen haben, dass die Verschlechterung des Zustands des Rohrleitungsabschnitts nicht bereits vor einem Austritt von Substrat festgestellt.

In Ergänzung des meldepflichtigen Ereignisses der Kategorie „N“ aus 2016 hat die Betreibergesellschaft der Atomaufsichtsbehörde den Vorfall als Folgemeldung fristgerecht gemeldet.

Hintergrund:

Das Konzentrataufbereitungssystem hat die Aufgabe, die im Kontrollbereich anfallenden kontaminierten Konzentrate der Filter und Verdampfer aufzuarbeiten und dadurch lager- und transportfähig zu machen.

Orientiert an sicherheitstechnischer Bedeutung und Eilbedürftigkeit von Abhilfemaßnahmen werden Meldepflichtige Ereignisse in Deutschland in drei Kategorien eingeteilt: Normalmeldung (N) = Meldefrist fünf Arbeitstage, Eilmeldung (E) = Meldefrist 24 Stunden und Sofortmeldung (S).

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung wird vorbereitet.

Medien-Information vom 8. September 2017 zum Herunterladen (PDF 254KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel | Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung | Mercatorstraße 3, 24106 Kiel | Telefon 0431 988-7201 | Telefax 0431 988-7173 | E-Mail: pressestelle@melund.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.melund.schleswig-holstein.de

Teilen:

 

Alle Medien-Informationen direkt erhalten?

RSS Abonnieren Sie hier unseren Newsfeed.