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Bearbeitungsgebiet Schwartau (34)

Staatskanzlei

Bearbeitungsgebiet Schwartau (34)

1. Bearbeitungsgebietsverband

Gewässerbewirtschaftungsverband Schwartau

Vorsteher:
Robert Muus

2. Geschäftsstelle

Wasser- und Bodenverband Ostholstein

Hanna Kirschnick-Schmidt
Oberonstr. 1
23701 Eutin

Tel.: 04521 70690-12
Fax: 04521 70690-20
Email: h.kirschnick-schmidt@wbv-oh.de

3. Karte des Bearbeitungsgebietes

Bearbeitungsgebiet Nr. 34 (PDF 3MB, Datei ist nicht barrierefrei)

4. Kurzbeschreibung

Das Bearbeitungsgebiet Schwartau (BG 34) liegt im Kreis Ostholstein und deckt sich komplett mit dem Verbandsgebiet des WBV Schwartau. Die Gesamtgröße des Bearbeitungsgebietes beträgt ca. 22.300 ha. Der WBV Schwartau ist für die Unterhaltung von Gewässern mit einer Gesamtlänge von ca. 430 km zuständig.

Das Einzugsgebiet der Schwartau liegt im Naturraum Östliches Hügelland und entwässert über die Trave in die Ostsee. Die Schwartau und ihre Nebengewässer sind von den Quellen bis zum Unterlauf bei Bad Schwartau durch die Gewässertypen kiesgeprägter Tieflandbach bzw. Tieflandfluss und im Unterlauf bis zur Einmündung in die Trave als kleines Niederungsfließgewässer in Fluss- und Stromtälern charakterisiert.

Die Schwartau entspringt in der Nähe des Staatsforstes Eutin, Klein Dodau, westlich von Eutin und mündet nach ca. 39 km Fließweg und 46 m Höhenunterschied bei Bad Schwartau in die Trave. Als bedeutendes Nebengewässer kann hier die Curau (st_03_d) in Verbindung mit dem Schwinkenrader Mühlenbach (st_03_c) mit einer Gesamtlänge von 26,4 km genannt werden. Als weitere Nebengewässer wären hier die Flörkendorfer Mühlenau, die Kuhlbuschau und die Sielbek zu nennen. Abschnittsweise besitzen einige der Gewässer im Bearbeitungsgebiet noch naturnahe Strukturen.

Der Barkauer See mit einer Fläche von 0,78 km² ist der einzige für die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) relevante See im Bearbeitungsgebiet. Als sehr flacher See mit kurzer Verweilzeit ist er dem Typ "Flusssee" zuzuordnen.
Die bindigen Böden der Moränenlandschaft im Einzugsgebiet haben als Deckschichten überwiegend eine gute Schutzwirkung für das Grundwasser.

5. Arbeitsgruppe des Bearbeitungsgebietes

Die Arbeitsgruppe setzt sich aus je einem Vertreter oder einer Vertreterin verschiedener Verbände und Behörden zusammen. Hinzu kommt ein Berater der Arbeitsgruppe aus dem Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN.SH) und ein Geschäftsführer der Arbeitsgruppe, die beide nicht stimmberechtigt sind.

Die Arbeitsgruppe tagt je nach Bedarf mehrmals im Jahr und wird über die laufenden Umsetzungsschritte des LKN.SH informiert. Sie berät vorrangig Vorschläge zur Renaturierung der Gewässer und gibt ihr Votum über die Eignung der Maßnahmen zum Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und deren Realisierbarkeit ab.

Weitere Themen sind u.a.:

  • Umsetzung der Hochwasserrahmenrichtlinie (HWRL)
  • Umsetzung der im 2. und 3. Bewirtschaftungszeitraum (2016/21 und 2022/27) festgelegten WRRL-Maßnahmen
  • Ermittlung der Zielerreichung (Gutes ökologisches Potential bzw. Guter ökologischer Zustand)

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Robert MuusGBV Schwartau (Leiter der AG)
Carolin WelchertGemeinden
Gerd WilckenBauernverband
Herwart BansemerLandesnaturschutzverband
Michael BlunkNaturschutzverband
Christopher GregersenFischereiverband / ASV Bad Schwartau
Frank AlscherKreis Ostholstein/Untere Wasserbehörde
Guido ScheringLKN.SH
Hanna Kirschnick-SchmidtGeschäftsführung, WBV Ostholstein

6. Projekte zur Renaturierung der Fließgewässer und der Reduzierung der Nährstoffeinträge im Bearbeitungsgebiet

Bereits abgeschlossen:

  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit durch den Bau von Sohlgleiten bei Pansdorf und unterhalb Woltersmühlen
  • Herstellung der Durchgängigkeit der Braaker Mühle
  • Herstellung der Durchgängigkeit der Schwartau in Gleschendorf
  • Herstellung der Durchgängigkeit an der Hobbersdorfer Mühle
  • Renaturierungsmaßnahmen an der Schwartau im Bereich der Forst bei Pansdorf und Ratekau
  • Umbau mehrerer Abstürze zu Sohlgleiten in der Schwartau unterhalb der Braaker Mühle
  • Grunderwerb in Form eines Uferrandstreifen und Einrichtung eines Knickwalls an der Curau auf einer Länge von ca, 3 km
  • Entrohrung und Einrichtung einer Nährstoffsenke an der Schwartau bei Gothendorf
  • Bau einer integrierten Pufferzone zur Reduzierung der Nährstoffeinträge in der Curau bei Böbs
  • Grunderwerb an der Schwartau und Curau von ca. 88 ha

In Bearbeitung:

  • Renaturierungsmaßnahmen an der Schwartau im Bereich der Forst bei Pansdorf und Ratekau
  • Bauliche Umsetzung des Auenprojektes Schwartau auf einer Gesamtlänge von 4,15 km zwischen Hobbersdorf und Groß Parin
  • Umbau eines ehemaligen Fischteiches zu einer Nährstoffsenke an der Schwartau bei Alttechau
  • Flurbereinigungsverfahren im Oberlauf der Schwartau (Majenfelde)
  • Wissenschaftliche Untersuchung einer integrierten Pufferzone zur Reduzierung der Nährstoffeinträge in der Curau bei Böbs durch die Uni Kiel
  • Naturnahe Umgestaltung der Schwartau bei Schulendorf
  • Erwerb von Uferrandstreifen bzw. Flächen schwerpunktmäßig an der Schwartau und Curau
  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Schwartau im Bereich der Wehranlage Woltersmühlen
  • Aufstellung einer Machbarkeitsstudie zur Untersuchung von Nährstoffbelastungsquellen der Flörkendorfer Mühlenau bzw. Mühlenteiche
  • Umbau von zwei Absturzbauwerken in der Curau bei Station 5+900 und Station 6+022

In Aussicht:

  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Schwartau im Bereich der Schulendorfer Mühle
  • Einrichtung von Sandfängen
  • Umbau von weiteren Durchlässen und Absturzbauwerken in der Curau

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