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Bearbeitungsgebiet Bongsieler Kanal (3)

Staatskanzlei

Bearbeitungsgebiet Bongsieler Kanal (3)

1. Bearbeitungsgebietsverband

Gewässer- und Landschaftsverband "Bongsieler Kanal"

Vorsteher:
Herr Bernd Burmeister
Westerstraße 1
24994 Weesby
Tel.: 04605 / 907

2. Geschäftsstelle

DHSV Südwesthörn-Bongsiel
Herr Thies Horn
Hauptstraße 12
25899 Niebüll

Tel.: 04661/6003-20
Fax: 04661/6003-15
Mail: t.horn@dhsv-niebuell.de

3. Karte des Bearbeitungsgebietes

Bearbeitungsgebiet Nr. 3 (PDF 198KB, Datei ist nicht barrierefrei)

4. Kurzbeschreibung

Das Bearbeitungsgebiet besteht aus 38 Mitgliedsverbänden mit einer gesamten Fließgewässerlänge von ca. 1.680 km und erstreckt sich über die Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg bis hin zur Stadt Flensburg.
Die Gesamtgröße des Einzugsgebietes "Bongsieler Kanal" beträgt rund 73.000 ha von denen etwa 54.000 ha höher gelegenes Geestgebiet vorwiegend sandiger Bodenbeschaffenheit sind. Die restlichen 19.000 ha gelten als Marschland, welches im Laufe der Jahrhunderte dem Meer abgewonnen wurde.
Die Hauptwasserläufe des Bongsieler Gebiets sind die Soholmer Au und die Lecker Au welche ab dem Zusammenfluß bei Nord-Waygaard den Bongsieler Kanal bilden. Dieser entwässert durch ein Seedeichsiel (Schlüttsiel) in die Nordsee.
Etwa 2,5 km östlich der Ortschaft Soholm vereinigen sich die Wasserläufe Schafflunder Mühlenstrom, Linnau, Rodau und Goldebeker-Mühlenstrom zur Soholmer Au, welche ab dieser Stelle die Geestniederung und die Marsch als bedeichter Wasserlauf durchfließt.
Die Lecker Au, welche an der deutsch-dänischen Grenze im Nordosten des Gewässer- und Landschaftsverbandes entspringt, ist ab der Ortschaft Leck durchgängig bedeicht.
Während die Entwässerung der Geest relativ problemlos möglich ist, muß in der tiefgelegenen Marsch das Wasser mit Hilfe von Schöpfwerken künstlich in die bedeichten Hauptgewässer gehoben werden.
Nur so kann der Boden landwirtschaftlich nutzbar und das Gebiet bewohnbar gemacht werden. Bei Wetterlagen mit langandauernden Weststürmen und starken Regenfällen ist der Wasserabfluß in die Nordsee problematisch. Die Stemmtore des Seedeichsiels können sich nicht oder nur teilweise öffnen, was einen binnenländischen Wasseranstieg bewirkt. In Extremfällen müssen die Speicherbecken (z.B. im Hauke-Haien-Koog) geflutet werden.

5. Bearbeitungsgebiets-Arbeitsgruppe

Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus je einem Vertreter oder einer Vertreterin verschiedener Verbände und Behörden:

Bernd BurmeisterVerbandsvorsteher GuLV 2
Thies HornGeschäftsführung (DHSV Südwesthörn-Bongsiel)
Hans-J. IngwersenGemeinden
Dr. Rasmus ThamsenBauernverband
Edmund Link
Naturschutzverband
Michael ChristiansenLandesnaturschutzverband
Günter UllmannFischereiverband
Werner MarxenStUA Schleswig

In mehreren, über das Jahr verteilten Arbeitsgruppensitzungen werden Unterlagen mit Belastungs- und Gewässerbeschaffenheitsdaten durch Vertreter des Umweltministeriums den Arbeitsgruppen vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Die Mitglieder haben die Möglichkeit, mit Ihrem Fachwissen und Ihren Ortskenntnissen Fehler richtig zu stellen oder fehlende Daten zu ergänzen. Ergebnisse werden von der Geschäftsstelle zusammengefasst, vorgestellt und einvernehmlich abgestimmt.
Diese in Berichtsform zusammengefasste Analyse der Belastungen und Auswirkungen für die Flussgebietseinheit Eider und die daraus abgeleitete Einschätzung der Zielerreichung des guten ökologischen Zustandes der Gewässer gibt einen ersten Überblick, ob und inwieweit dieses Ziel erreicht werden kann.
Die Arbeitsgruppe berät Vorschläge zur Regeneration bzw. Renaturierung der Gewässer und gibt ihr Votum über die Eignung der Maßnahmen zum Erreichen der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie und deren Realisierbarkeit ab. Bei einem einstimmigen Votum erfolgt die weitere Planung in Form von Grob- und Feinkonzepten.

6. Maßnahmen zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern im Bearbeitungsgebiet 1988 - 2004

  • HV Goldebeker Mühlenstrom (1988/89)
    Naturnahe Umgestaltung einer Teilstrecke (rd. 1.400 m) des Goldebeker Mühlenstroms.
  • WBV Dänische Meede (1993)
    Naturnahe Umgestaltung einer Teilstrecke (rd. 1.000 m) des Grabens A.
  • WBV Rodau (1996/2002)
    Rodau; Voruntersuchung für die naturnahe Entwicklung (Rodau rd. 17.000 m und Nebengewässer rd. 15.000 m)
  • WBV Linnau (1996/99)
    Linnau; Vorruntersuchung für die naturnahe Entwicklung (rd. 9.000 m)
  • WBV Meyner Mühlenstrom (1999)
    Schafflunder Mühlenstrom; Voruntersuchung für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit (8 Querbauwerke)
  • DHSV Südwesthörn-Bongsiel (2000)
    Untersuchung im Einzugsgebiet der Soholmer Au zur hydrodynamischen Situation und zum Sedimenttransport
  • WBV Linnau (2000)
    Grunderwerb von Aueflächen an der Linnau (rd. 11 ha)
  • WBV Linnau (2000/02)
    Linnau; Baumaßnahme für die naturnahe Umgestaltung auf Teilstrecken (insgesamt rd. 1.500 m)
  • WBV Lütjenhorn-Holt-Medelby (2001)
    Obere Lecker Au, Langwatt, Horsbek; Voruntersuchung für eine naturnahe Umgestaltung (rd. 30.000 m)
  • DHSV Südwesthörn-Bongsiel (2002/03)
    Kulturstau Spölbek; Voruntersuchung für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit im Schafflunder Mühlenstrom und in der Soholmer Au
  • WBV Kleine Au (2002/03)
    Biologische und wasserwirtschaftliche Voruntersuchung für eine naturnahe Umgestaltung von Teilstrecken der Kleinen Au und deren Nebengewässer (rd. 7.000 m)
  • WBV Stadum-Hörup (2003)
    Schafflunder Mühlenstrom, Voruntersuchung für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit (6 Querbauwerke)
  • WBV Meyner Mühlenstrom (2003/04)
    Schafflunder Mühlenstrom, Baumaßnahmen für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit (5 Sohlgleiten in 2003 und Umbau Mühlenwehr Schafflund in 2004)
  • WBV Stadum-Hörup (2004)
    Schafflunder Mühlenstrom; Baumaßnahmen für die Wiederherstellung der Durchgängigkeit (2 Sohlgleiten in Hörup 2004)
  • WBV Lütjenhorn-Holt-Medelby (2004)
    Langwatt, Baumaßnahmen für eine naturnahe Umgestaltung: 2 Sohlgleiten, Laufverlängerung, Öffnung einer Verrohrung