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Waldzustandsbericht

Staatskanzlei

Waldzustandsbericht

Waldzustandsbericht 2018: Seit sieben Jahren konstante Verlichtungswerte

Birkenwald im Kreis Segeberg Birkenwald im Kreis Segeberg (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der Waldbestand soll in Schleswig-Holstein erhöht werden. © M. Ruff / grafikfoto.de

Die Witterungsbedingungen 2018 waren aufgrund der warmen Frühjahreswitterung bei aufgefülltem Bodenwasserspeicher zunächst optimal für die Laubentwicklung und das Wachstum. Ab Juli zeigten sich jedoch Anzeichen von Trockenstress bei den Kiefern und den anderen Laubbäumen.

Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung in Schleswig- Holstein insgesamt (alle Baumarten, alle Alter) zeigen seit sieben Jahren konstante Verlichtungswerte. Die mittlere Kronenverlichtung beträgt in diesem Jahr 17 %. Bei den jüngeren (bis 60-jährigen) Beständen stieg die Kronenverlichtung 2018 allerdings um 4 Prozentpunkte an. Das Kronenverlichtungsniveau liegt seit 2012 insgesamt deutlich unter dem Wert des Jahres 2004, in dem der höchste Wert im Beobachtungszeitraum (24 %) erreicht wurde. Bei den älteren Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern gab es 2018 keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Für die anderen Laubbäume dagegen ist der Anstieg der Kronenverlichtung 2018 so groß, dass im Vergleich der Baumarten die Gruppe der anderen Laubbäume (alle Alter) mit 21 % die höchste Kronenverlichtung aufweist.

Schäden durch Insekten und Pilze sind (mit Ausnahme des Eschentriebsterbens) im WZE-Stichprobenkollektiv nur in geringem Umfang aufgetreten.

Der Anteil starker Schäden blieb stabil (2,6 %), die Absterberate liegt 2018 mit 0,4 % über dem langjährigen Durchschnitt (0,2 %).

Die Baumartenverteilung in der WZE-Stichprobe in Schleswig-Holstein ergibt für die Buche einen Flächenanteil von 24 %, die Fichte ist mit 17 %, die Eiche mit 14 % und die Kiefer mit 6 % an der WZE-Stichprobe vertreten. Die anderen Laub- und Nadelbäume nehmen zusammen einen Anteil von 39 % ein.

Die Ergebnisse der Waldzustandserhebung zeigen einen deutlichen Alterstrend: Die mittlere Kronenverlichtung der über 60jährigen Waldbestände liegt mit 21 % fast doppelt so hoch wie die der jüngeren Waldbestände (12 %). Bei den Laubbaumarten Buche und Eiche haben sich die Kronenverlichtungswerte im Erhebungszeitraum deutlich erhöht. Die Entwicklung der Kronenverlichtung der älteren Buchen ist durch starke Schwankungen gekennzeichnet.

Diese Entwicklung ist mit beeinflusst durch die Fruchtbildung der Buchen. Höchstwerte der Kronenverlichtung wurden 2000 und 2004 (38 %) ermittelt. In diesem Jahr beträgt die mittlere Kronenverlichtung 21 %. Der Verlauf der mittleren Kronenverlichtung der älteren Eichen (2018: 25 %) weist seit 2008 kaum Schwankungen auf.

Bei den älteren Fichten wird seit Beginn der Zeitreihe der Waldzustandserhebung ein anhaltend hoher Verlichtungsgrad festgestellt. Der höchste Wert wurde 2006 ermittelt (37 %). Seit 2013 haben die Verlichtungswerte schrittweise abgenommen, mit einer mittleren Kronenverlichtung von 19 % wird in diesem Jahr der niedrigste Wert in der Zeitreihe erreicht.

Die älteren Kiefern zeigen im Beobachtungszeitraum ebenfalls Schwankungen, 2004 war die mittlere Kronenverlichtung am höchsten (27 %). Zurzeit sind die Verlichtungswerte niedriger (2018: 19 %).

Die Auswirkungen der lang anhaltenden Trockenheit 2018 sind in der Gruppe der anderen Laubbäume am stärksten. Die mittlere Kronenverlichtung (21 %), der Anteil starker Schäden (7,7 %) und die Absterberate (1,2 %) der anderen Laubbäume sind 2018 deutlich erhöht. Die anderen Nadelbäume (alle Alter) haben ihr geringes Kronenverlichtungsniveau mit einer mittleren Kronenverlichtung von 10 % (alle Alter) beibehalten.

Weitere Informationen

Der vollständige Waldzustandsbericht steht Ihnen als PDF-Datei zur Verfügung:

Waldzustandsbericht 2018 (PDF 8MB, Datei ist nicht barrierefrei)


Berichte der Vorjahre: