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Waldzustandsbericht

Staatskanzlei

Waldzustandsbericht

Waldzustandsbericht 2019: Starke Schäden durch Dürresommer 2018 und 2019

Das Bild zeigt einen Birkenwald im Sonnenlicht Birkenwald (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Die lang anhaltenden Dürreperioden in den Sommern 2018 und 2019 haben Folgen für den Wald in Schleswig-Holstein. M. Staudt / grafikfoto.de

Die teilweise extremen Witterungsbedingungen der Sommer 2018 und 2019 mit anhaltenden Dürreperioden wirken lange nach. Die Folge sind unter anderem lichter werdende Kronen - die in den Schleswig-Holsteinischen Wäldern über alle Baumaten hinweg vermehrt auszumachen sind. Der Anteil starker Schäden für den Gesamtwald liegt mit 3,8 Prozent über dem langjährigen Mittelwert. Bei den Fichten, den Kiefern und der Gruppe der anderen Laubbäume ist der Anteil starker Schäden in diesem Jahr rund doppelt so hoch wie im Mittel der Jahre 1984-2019.

Einen neuen Negativrekord erreicht auch der Schaden, der durch Borkenkäfer an Fichten entstanden ist: Seit Jahrzehnten war das Ausmaß nicht so hoch wie in den Extremsommern 2018 und 2019. Anhaltende Trockenheit und Wärme schwächten die Abwehrkraft der Fichte gegen Borkenkäfer und begünstigten den Bruterfolg unter der Rinde. Weit verbreitet ist auch das Eschentriebsterben; es stellt eine starke Gefährdung für die heimischen Eschen dar.

Durch Dürreperioden und den Sturm "Friederike" sind im Land zahlreiche Freiflächen entstanden, deren Wiederbewaldung die Fortwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellt. Albrecht: "Der Aufbau von vitalen, stressresistenten Wäldern sowie die Pflege der bereits vorhandenen Waldbestände wird immer wichtiger für die schleswig-holsteinische Forstwirtschaft. Dabei stellt sich auch die Frage nach dem Baumartenspektrum", sagt Umweltminister Jan Philipp Albrecht. Als Beispiel für eine Baumart im Klimawandel nannte er zum Beispiel die Weißtanne, die durch ihr tiefreichendes Wurzelwerk in der Lage ist, auch Wasser in tieferen Bodenschichten zu erreichen. Als Mischbaumart habe sie sich regional bereits seit längerem in Schleswig-Holstein bewährt.

Für forstliche Fördermaßnahmen einschließlich Mittel für Wiederaufforstungen, Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen von Extremwetterereignissen und Waldumbaumaßnahmen können im Jahr 2020 durch die Landesregierung Schleswig-Holstein unter Beteiligung des Bundes und der EU bis zu 9,1 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen

Die vollständigen Berichte stehen Ihnen als nicht barrierefreie PDF-Dateien zur Verfügung:

Waldzustandsbericht 2019 (PDF 7MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Waldzustandsbericht 2018 (PDF 8MB, Datei ist nicht barrierefrei)
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