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Aktiv gegen Unterrichtsausfall

Staatskanzlei

Aktiv gegen Unterrichtsausfall

Zwei Prozent des Stundenplans in Schleswig-Holstein fallen ersatzlos aus.

Das neue "Portal zur Unterrichtserfassung Schleswig-Holstein" (PUSH) hat im Oktober das alte System abgelöst, das die Zahl der ausgefallenen Stunden nur zählte, nicht aber die Gründe und den Ersatz für ausfallende Stunden erfasste. Im Zeitraum von Oktober 2014 bis Juli 2015 sind nach diesen ersten PUSH-Ergebnissen rund zwei Prozent der Unterrichtsstunden aller Schularten ersatzlos ausgefallen. Rund sechs Prozent sind nicht planmäßig, sondern innerhalb von Vertretungskonzepten unterrichtet worden.

Warum Unterricht ausfällt

Die PUSH-Ergebnisse zeigen, dass Krankheit der Lehrkräfte mit 60 Prozent der Fälle der Hauptgrund für nicht planmäßig erteilten Unterricht und ersatzlosen Unterrichtsausfall ist. Mit 31 Prozent folgten die Bindung von Lehrkräften durch Prüfungen, Projekttage, Lernen am anderen Ort (beispielsweise Berlin-Fahrt oder ähnliches) und die Wahrnehmung weiterer Aufgaben. Fort- und Weiterbildungen (5 Prozent) und Sonderurlaube (4 Prozent) sind weitere Gründe.

Die nicht planmäßig nach Stundenplan erteilten, aber ersetzten Unterrichtsstunden werden zu 34 Prozent von Lehrkräften aus deren Stundensoll erteilt, zu 10 Prozent durch zusätzliche Arbeit von Lehrkräften und zu sechs Prozent von Lehrkräften, die aus dem Vertretungsfonds honoriert werden. Zusammenlegungen von Lerngruppen (18 Prozent), die Aufhebung von Doppelbesetzungen in den Lerngruppen, der befristete Verzicht auf Förder- und Wahlunterricht (14 Prozent) sowie eigenverantwortliches Arbeiten sind weitergehende Maßnahmen der Schul-Vertretungspläne.

Wie die Unterrichtssituation verbessert wird

Es gibt vier wichtige Handlungsfelder zur Veränderung der Situation:

  • Verbesserung der Unterrichtsversorgung
  • stetige Anpassung und Verbesserung der organisatorischen Maßnahmen gegen Unterrichtsausfall durch Schulen
  • verlässliche externe Vertretungen
  • Engagement beim Thema Lehrergesundheit

Vertretungsfonds

Das Bildungsministerium stellt den Schulen jährlich einen Vertretungsfonds zur Verfügung, aus dem Vertretungslehrkräfte finanziert werden können. Dieser Fonds ist pro Jahr mit 12,1 Millionen Euro für alle Schularten ausgestattet. Mit diesen Mitteln soll noch stärker als bisher krankheitsbedingter Unterrichtsausfall verhindert werden. Wenn möglich, soll jede erkrankte Lehrkraft ab der ersten Stunde ersetzt werden: Entweder über das schulinterne Vertretungskonzept oder die Einstellung befristet beschäftigter Lehrerinnen und Lehrer. Allerdings ist es in bestimmten Regionen des Landes und im bestimmten Fächern schwierig, geeignete Fachkräfte für Vertretungsunterricht zu finden.