Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Niederdeutsch lernen in der Schule

Staatskanzlei

Niederdeutsch lernen in der Schule

Niederdeutsch ist ein wichtiges Kulturgut. Das Bildungsministerin hat ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht, damit Schülerinnen und Schüler von Anfang die Regionalsprache des Nordens lernen können.

Im Schuljahr 2014/15 ist in Schleswig-Holstein an 27 Grundschulen ein freiwilliges Niederdeutsch-Angebot gestartet. An diesen Schulen erhalten die Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrganges pro Woche zwei zusätzliche Unterrichtsstunden. Damit haben die Kinder erstmals die Gelegenheit, die niederdeutsche Sprache systematisch zu erlernen. Das methodische Vorgehen entspricht dabei weitgehend dem Fremdsprachenerwerb. Da nur noch wenige Kinder zuhause Plattdeutsch lernen, soll mit dem systematischen Spracherwerb vom ersten Jahrgang an zum Erhalt der Regionalsprache beigetragen werden.

Großes Interesse

Weil die Schulen Niederdeutsch sowohl in gesonderten Lerngruppen als auch im Unterricht für alle Kinder anbieten, liegt die Teilnehmerzahl mit insgesamt 1.025 Kindern deutlich höher als erwartet. Diese Zahl wird sich im Schuljahr 2015/26 noch erhöhen, da die Grundschule Seester (Kreis Pinneberg) und die Eiderschule Dellstedt (Kreis Dithmarschen) ebenfalls Niederdeutsch anbieten werden.

Informationen zum Niederdeutsch-Angebot

Info Leitfaden

Info Liste der Schulen

Leitfaden

Grundlage für den Unterricht ist der 2013 entwickelte "Leitfaden für den Niederdeutsch-Unterricht an Grundschulen in Schleswig-Holstein". Darin werden die angestrebten Kompetenzen dargestellt und Hinweise zur Unterrichtsgestaltung gegeben. Außerdem erhalten die teilnehmenden Schulen eine Material-Box mit Wörterbüchern, CDs und Kopiervorlagen.

Aufwachsendes Unterrichtsangebot

Das Projekt begann im ersten Jahrgang mit je zwei Wochenstunden Unterricht für den ersten Jahrgang an den 27 Grundschulen. Dafür wurden 1,93 Planstellen zur Verfügung gestellt. In den kommenden Jahren wächst das Angebot vom ersten bis zum vierten Jahrgang auf, so dass Niederdeutsch an den Projektschulen im Schuljahr 2017/18 durchgehend in allen Jahrgängen angeboten werden kann. Dafür werden insgesamt 7,7 Planstellen bereit gestellt.