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Zur Geschichte des Nord-Ostsee-Kanals

Staatskanzlei

Zur Geschichte des Nord-Ostsee-Kanals

Der NOK ist Schleswig-Holsteins wichtigste Wasserstraße. Und er blickt auf eine interessante Geschichte zurück.

Historisches Bild einer Schleusenanlage mit mehreren Schiffen, einem Leuchtturm im Vordergrund und einer Eisenbrücke im Hintergrund Schulwandbild: Nord-Ostsee-Kanal mit Holtenauer Schleusen (Ausschnitt) (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Schulwandbild des Nord-Ostsee-Kanals mit Blick auf die Holtenauer Schleusen © Dorf- und Schulmuseum Schönwalde a.B.

Vorläufer des NOK war der Eiderkanal, den der dänische König Christian VII. zwischen 1777 und 1784 errichten ließ. Er führte von Kiel nach Rendsburg, wo er in die Eider mündete. Von dort aus fuhren die Schiffe über Tönning in die Nordsee. Eine Fahrt über diesen Weg dauerte damals allerdings noch drei bis vier Tage.

Ein neuer Kanal entsteht

Keine 100 Jahre später entstand eine rege Diskussion unter Fachleuten, es mit einer neuen Streckenführung zu versuchen. 1886 billigte der Reichstag schließlich den Bau des neuen Kanals. Am 3. Juni 1887 erfolgte die feierliche Grundsteinlegung durch Kaiser Wilhelm I. in Kiel-Holtenau. 1895 konnte Kaiser Wilhelm II. den Kanal einweihen.

Zunächst trug er den Namen Nord-Ostsee-Kanal, wurde aber bald in "Kaiser-Wilhelm-Kanal" umbenannt. Seinen ursprünglichen Namen erhielt er 1948 zurück. Finanziert wurden die Kosten von 156 Millionen Goldmark durch die von Wilhelm II. eingeführte Schaumweinsteuer. Das große Projekt überschritt übrigens nicht den Rahmen der zuvor veranlagten Kosten.

Schon bald zu klein

Zwischen 1907 und 1914 wurde der NOK bereits umfassend ausgebaut. Einige der nach 1900 entwickelten Großkampfschiffe der Kaiserlichen Marine waren nämlich zu groß für den Kanal und konnten ihn nicht passieren. Die Schleusen an beiden Enden waren zu klein. In Brunsbüttel und Kiel-Holtenau wurden deshalb je zwei neue große Schleusen errichtet.

Das Bild zeigt ein Schulwandbild (Ausschnitt), das das Dorf- und Schulmuseum Schönwalde a.B. freundlicher Weise zur Bebilderung dieses Textes zur Verfügung gestellt hat. Nähere Informationen zum Museum finden sich hier:

Homepage des Dorf- und Schulmuseums Schönwalde