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Geldwäscheprävention in Schleswig-Holstein

Staatskanzlei

Geldwäscheprävention in Schleswig-Holstein

Das Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz - GwG) soll verhindern, dass Unternehmen für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht werden.

Was bedeutet Geldwäsche?

Unter Geldwäsche versteht man das Einschleusen von illegal erwirtschafteten Vermögenswerten in den legalen Wirtschaftskreislauf mit dem Ziel, die wahre Herkunft zu verschleiern. Zur Verhinderung der Geldwäsche müssen die Unternehmen in bestimmten, im Gesetz genannten Fällen, Informationen über die Identität ihrer Vertragspartner einholen (Know-your-Customer-Prinzip = Kenne Deinen Kunden). Sie müssen ihre Geschäftsbeziehungen auf Auffälligkeiten überwachen und interne Sicherungsmaßnahmen treffen, um Anhaltspunkte für Geldwäsche zu erkennen.

Die dafür erforderlichen Maßnahmen sollen nicht nach einem starren Regelwerk, sondern risikoorientiert ergriffen werden. Anhand einer individuellen Analyse soll der Verpflichtete die konkret für seine Geschäftstätigkeit und Geschäftspartner typischen Risiken erkennen und den Missbrauch zu Geldwäschezwecken durch jeweils geeignete Maßnahmen verhindern. Ob diese Pflichten erfüllt werden, wird durch die jeweilige Aufsichtsbehörde überwacht.

Am 26. Juni 2017 wurde das Geldwäschegesetz (GwG) neu gefasst und muss ab sofort von allen schleswig-holsteinischen Unternehmen beachtet werden, die Verpflichtete im Sinne des Gesetzes sind. Die aktuelle Fassung des Geldwäschegesetzes ist unter der Rubrik Rechtsgrundlagen zu finden.
Die bundeseinheitlichen Merkblätter für Unternehmen werden derzeit von den Aufsichtsbehörden überarbeitet und sollen allen Verpflichteten einen umfassenden Überblick über die kommenden Sorgfalts- und Anzeigepflichten sowie die erforderlichen Risikovorsorge- und Sicherungsmaßnahmen bieten. Darüber hinaus stellt das Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein in seinem Zuständigkeitsbereich den Verpflichteten des Nichtfinanzsektors Formulare bereit, die sie bei der Wahrnehmung der ihnen nach dem GwG obliegenden Pflichten unterstützen. Diese Formulare sowie die bundeseinheitlichen Merkblätter finden Sie unter der Rubrik Publikationen.

Kontakt

Finanzministerium

Düsternbrooker Weg 64
24105 Kiel
Telefon: 0431-988 8245

Zuständigkeiten

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick, für welche Verpflichteten nach dem GwG das Finanzministerium Schleswig-Holstein zuständig ist.

Verpflichtete GwG
nach § 2 Absatz 1
Aufsichtsbehörde GwG
nach § 50 Ziffer 9
Nr. 6
Finanzunternehmen
Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein
Nr. 8
Versicherungsvermittlerinnen und Versicherungsvermittler
Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein
Nr. 13
Dienstleister für Gesellschaften und Treuhandvermögen oder Treuhänder
Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein
Nr. 14
Immobilienmaklerinnen und Immobilienmakler
Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein
Nr. 16
Personen, die mit Gütern handeln ("Güterhändler")
Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein


Rechtsgrundlagen

Publikationen

Formulare

Verdachtsmeldungen

Bei Vorliegen von Tatsachen, die auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung hindeuten, ist eine Verdachtsmeldung zu erstatten. Informationen zum Verfahren bei den Verdachtsmeldungen finden Sie direkt bei der Generalzolldirektion (FIU) unter www.fiu.bund.de.

Weitere Informationen

IHK-Homepage / Geldwäscheprävention

Financial Action Task Force (FATF)

Prüfung von Ausweisnummern innerhalb der EU

Prüfung von Ausweisformaten weltweit 

FATF Liste der Hochrisikoländer  

ZIdPrüfV - Verordnung über die Bestimmung von Dokumenten, die zur Überprüfung der Identität einer nach dem Geldwäschegesetz zu identifizierenden Person zum Zwecke des Abschlusses eines Zahlungskontovertrags zugelassen werden