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Förderung von Investitionen im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Schleswig-Holstein (V&V)

Staatskanzlei

Förderung von Investitionen im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Schleswig-Holstein (V&V)

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt Investitionen kleinerer und mittlerer Verarbeitungs- und Vermarktungsbetriebe (V&V), die sich zur Abnahme regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Rahmen von Lieferverträgen mit Landwirten verpflichten.

Anerkannte Erzeugergemeinschaften können als Antragssteller bis zu 30 % und Unternehmen der Ernährungswirtschaft bis zu 25 % an Zuschüssen erhalten, wenn sie in die Erfassung, Lagerung, Kühlung, Sortierung, marktgerechten Aufbereitung, Verpackung sowie Etikettierung investieren. Die Gewährung des Zuschusses ist außerdem an die Verpflichtung geknüpft, eine Verbesserung des Ressourceneinsatzes, insbesondere durch eine Reduktion des Wasser- und/oder Energieverbrauches herbeizuführen. Der Zuschuss beträgt maximal 500.000 EUR je Investitionsvorhaben.

Die Antragstellung erfolgt im Rahmen einer Stichtagsregelung, nämlich zum 15. März und zum 30. September.

Die geänderte "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Projekten im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Schleswig-Holstein" wurde am 4. Dezember 2017 von Minister Habeck unterzeichnet und ist somit in Kraft getreten. Alle wichtigen Informationen im Hinblick auf die Fördervoraussetzungen und -verpflichtungen ergeben sich aus den nachstehenden Eckpunkten sowie den anliegenden Dateien und Formularen.

Darüber hinaus stehen Ihnen folgende Ansprechpartner im MELUND zur Verfügung:

Herr Holger Schwabe
holger.schwabe@melund.landsh.de
Tel.: 0431 988 7353

und

Frau Ullrich-Pohl
claudia.ullrich-pohl@melund.landsh.de
Tel.: 0431 988 4975

Interessierte Unternehmen richten bitte ihre Anträge an das

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft,
Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes
Schleswig-Holstein
Herrn Holger Schwabe (V 2010)
Postfach 7151
24171 Kiel

Eckpunkte der Fördermaßnahme:

Interessierte Antragsteller in SH müssen folgende Förderkriterien erfüllen:

  • Zuwendungsempfänger dürfen nicht größer als KMU sein (kleinste, kleine und mittlere Unternehmen). Davon abweichend dürfen Investitionen in Schlachtkapazitäten und Fleischverarbeitung nur im Falle von Kleinst- oder Kleinunternehmen gefördert werden.

    TypAnzahl
    Beschäftigte und
    entweder
    Umsatzerlöse
    in Mio. € oder
    Bilanzsumme
    in Mio. €
    Kleinstunternehmen< 10≤ 2≤ 2
    Kleine Unternehmen< 50≤ 10≤ 10
    Mittlere Unternehmen< 250≤ 50≤ 43


  • Das wesentliche Merkmal dieser Fördermaßnahme ist die Verpflichtung des geförderten Unternehmens zur Vertragsbindung mit landwirtschaftlichen Betrieben:
    Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse können nur gefördert werden, wenn sie mind. fünf Jahre lang mind. 40 % ihrer Aufnahmekapazität an den Erzeugnissen, für die die sie gefördert werden, durch Lieferverträge mit Erzeugerzusammenschlüssen oder einzelnen Erzeugern auslasten.
  • Für den notwendigen Beitrag zur Verbesserung der Effizienz des Ressourceneinsatzes ist es erforderlich, dass mindestens 20% der förderfähigen Investitionskosten unmittelbar der Ressourceneinsparung dienen müssen und dass der Ressourcenverbrauch um mindestens 10% gesenkt werden muss. Die Verbesserung der Ressourceneffizienz ist durch die Vorlage eines Gutachtens nachzuweisen.

Mindestlohnverpflichtung (Diese Auflage gilt nur bis zum 31.12.2018.)

  • Die Förderung kann nur gewährt werden, wenn der Zuwendungsempfänger seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für die Dauer des Bewilligungszeitraumes mindestens den festgelegten Mindestlohn von 9,18 Euro (brutto) pro Zeitstunde zahlt (§ 2 Abs. 3 in Verbindung mit § 5 des am 28.12.2013 in Kraft getretenen Landesmindestlohngesetzes (GVOBl. Schl.-H. S. 404) . Eine entsprechende Verpflichtungserklärung ist im Rahmen der Antragstellung vorzulegen.

Nicht unterstützt werden können u. a. Investitionen, die unmittelbar der landwirtschaftlichen Erzeugung oder der Direktvermarktung dienen sowie Investitionen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, die durch das EEG gefördert werden.
  
Als Zuwendungsempfänger kommen in Betracht:

  • Erzeugerzusammenschlüsse:
    Erzeugerorganisationen sowie Erzeugzusammenschlüsse für Qualitätsprodukte und deren Vereinigungen. Sie müssen nach dem Agrarmarktstrukturgesetz anerkannt sein. Erzeugerzusammenschlüsse für Qualitätsprodukte müssen mindestens fünf Mitglieder haben.
  • Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, deren Tätigkeit sich nicht gleichzeitig auf die Erzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse bezieht.

Nach Ablauf der Antragsfrist werden die eingegangenen Anträge im Förderreferat im Rahmen von Projektauswahlkriterien (PAK) bewertet und gemäß den erreichten Punktzahlen in eine Rangfolge gebracht. Infolgedessen kann bei knappem Budget bzw. einer Überzeichnung des vorhandenen Budgets festgestellt werden, bis zu welchem Antrag (Rang) die vorhandenen Mittel ausreichen.

Die Mindestpunktzahl beträgt 70 Punkte (weitere Einzelheiten sind der anliegenden Übersicht über die Projektauswahlkriterien (PAK) zu entnehmen.