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Förderung von Investitionen im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Schleswig-Holstein (V&V)

Staatskanzlei

Förderung von Investitionen im Bereich der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Schleswig-Holstein (V&V)

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt Investitionen kleinerer und mittlerer Verarbeitungs- und Vermarktungsbetriebe (V&V), die sich zur Abnahme regionaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Rahmen von Lieferverträgen mit Landwirten verpflichten.

Anerkannte Erzeugergemeinschaften und Unternehmen der Ernährungswirtschaft können Zuschüsse bis zu 40 % des Investitionsvolumens (netto, ohne MwSt. , Rabatte und Skonti) erhalten, wenn sie in die Erfassung, Lagerung, Kühlung, Sortierung, marktgerechten Aufbereitung, Verpackung sowie Etikettierung investieren. Die Gewährung des Zuschusses ist außerdem an die Verpflichtung geknüpft, eine Verbesserung des Ressourceneinsatzes, insbesondere durch eine Reduktion des Wasser- und/oder Energieverbrauches herbeizuführen.

Ansprechpartnerin im MELUND:

Frau Ullrich-Pohl
claudia.ullrich-pohl@melund.landsh.de
Tel.: 0431 988 4975

Eckpunkte der Fördermaßnahme:

Interessierte Antragsteller in SH müssen folgende Förderkriterien erfüllen:

  • Zuwendungsempfänger dürfen nicht größer als KMU sein (kleinste, kleine und mittlere Unternehmen). Die Ausweitung der Förderung von Schlachtkapazitäten auf mittlere Unternehmen wird zur Zeit zwischen Bund und Ländern erörtert.

    TypAnzahl
    Beschäftigte und
    entweder
    Umsatzerlöse
    in Mio. € oder
    Bilanzsumme
    in Mio. €
    Kleinstunternehmen< 10≤ 2≤ 2
    Kleine Unternehmen< 50≤ 10≤ 10
    Mittlere Unternehmen< 250≤ 50≤ 43
  • Das wesentliche Merkmal dieser Fördermaßnahme ist die Verpflichtung des geförderten Unternehmens zur Vertragsbindung mit landwirtschaftlichen Betrieben:
    Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse können nur gefördert werden, wenn sie mind. fünf Jahre lang mind. 40 % ihrer Aufnahmekapazität an den Erzeugnissen, für die die sie gefördert werden, durch Lieferverträge mit Erzeugerzusammenschlüssen oder einzelnen Erzeugern auslasten.
  • Für den notwendigen Beitrag zur Verbesserung der Effizienz des Ressourceneinsatzes ist es erforderlich, dass mindestens 20% der förderfähigen Investitionskosten unmittelbar der Ressourceneinsparung dienen müssen und dass der Ressourcenverbrauch um mindestens 10% gesenkt werden muss. Die Verbesserung der Ressourceneffizienz ist durch die Vorlage eines Gutachtens nachzuweisen.

Nicht unterstützt werden können u. a. Investitionen, die unmittelbar der landwirtschaftlichen Erzeugung oder der Direktvermarktung dienen sowie Investitionen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, die durch das EEG gefördert werden.
  
Als Zuwendungsempfänger kommen in Betracht:

  • Erzeugerzusammenschlüsse:
    Erzeugerorganisationen sowie Erzeugzusammenschlüsse für Qualitätsprodukte und deren Vereinigungen. Sie müssen nach dem Agrarmarktstrukturgesetz anerkannt sein. Erzeugerzusammenschlüsse für Qualitätsprodukte müssen mindestens fünf Mitglieder haben.
  • Unternehmen der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, deren Tätigkeit sich nicht gleichzeitig auf die Erzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse bezieht.

Das nächste Antragsverfahren findet voraussichtlich im Juli 2021 statt (Antragsfrist: voraussichtlich 30. Juli 2021).

Nach Ablauf der Antragsfrist werden die eingegangenen Anträge im Förderreferat im Rahmen von Projektauswahlkriterien (PAK) bewertet und gemäß den erreichten Punktzahlen in eine Rangfolge gebracht. Infolgedessen kann bei knappem Budget bzw. einer Überzeichnung des vorhandenen Budgets festgestellt werden, bis zu welchem Antrag (Rang) die vorhandenen Mittel ausreichen.

Bewertet werden u.a. strukturbezogene Kriterien (der Grad der vertraglichen Bindung,  die Einbindung in regionale Bezugs- und Absatzstrukturen) und qualitätsbezogene Auswahlkriterien.

Die genauen Fördermodalitäten werden in den kommenden Wochen zwischen Land, Bund und EU abgestimmt.

Die Mindestpunktzahl beträgt 70 Punkte (weitere Einzelheiten sind der anliegenden Übersicht über die Projektauswahlkriterien (PAK) zu entnehmen.

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