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Dürrehilfe Schleswig-Holstein

© M. Staudt / grafikfoto.de

Dürrehilfe Schleswig-Holstein

Bund und Land gewähren existenzgefährdeten landwirtschaftlichen Betrieben finanzielle Hilfen zur Milderung von Dürreschäden.

In großen Teilen Nordeuropas – auch in Schleswig-Holstein – hat es 2018 eine außergewöhnlich lange Trockenheit gegeben. Die Erntestatistik 2018 weist bei vielen landwirtschaftlichen Kulturen die niedrigsten Erträge seit Jahrzehnten aus. Diese Dürreperiode hat bei vielen landwirtschaftlichen Unternehmen zu Schäden geführt, die zu einer Gefährdung der Existenz ausreichen. Zur Milderung dieser Schäden stellen Bund und Land finanzielle Hilfen bereit. An dieser Stelle finden Sie wichtige Informationen über die Antragstellung und Ausgestaltung der Dürrehilfe in Schleswig-Holstein.

Häufige Fragen und Antworten

Info FAQ Dürrehilfe

Merkblatt über die Dürrehilfe

Basisinformationen über die Dürrehilfe sind in einem Merkblatt zusammengefasst. Dort sind unter anderem die Kriterien beschrieben, die ein Antragsteller für den Erhalt der Dürrehilfe erfüllen muss. Das Merkblatt können Sie sich hier herunterladen:

Merkblatt „Dürrehilfe Schleswig-Holstein 2018/19" (PDF 296KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Antragstellung

Anträge auf Dürrehilfe können bis zum 14. Dezember online gestellt werden. Wenn Sie eine Abschlagszahlung in 2018 erhalten möchten, müssen Sie Ihren Antrag bis zum 2. November 2018 stellen. Die Antragstellung erfolgt unter folgendem Link:

Antrag Dürrehilfe 2018/2019

Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen

Ein wichtiges Kriterium ist der „Naturalschaden“ durch die Dürre, das heißt der Ertragsrückgang gegenüber der Referenzperiode (3-jähriger Durchschnitt). Die Berechnungmethode ist im Online-Antrag vorgegeben (vgl. dazu auch den Abschnitt B des Merkblatts „Kriterium 1: naturaler Schaden größer 30 Prozent“). Bei diesem Kriterium besteht für viele Betriebe das Problem, dass sie ihren Naturalertrag bei Mais und Gras üblicherweise nicht verwiegen. In diesen Fällen müssen sich die Antragsteller grundsätzlich an den regionalen Schätzwerten orientieren.

Das MELUND hat in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer eine Schätzung auf der Basis der (22) Naturräume in Schleswig-Holstein vorgenommen. In der folgenden Liste können die Antragsteller feststellen, zu welchem Naturraum ihre Gemeinde gehört.

Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen (PDF 444KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Regionale Schätzwerte Mais, Gras und Weide

Die Schätzwerte für Mais und Gras befinden sich in folgender Liste. Dabei gelten die Schätzwerte für Gras sowohl für Grassilage als auch Weideland.

Liste der geschätzten Erträge für Mais und Gras/Weide (PDF 27KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Es werden bei Gras bzw. Weide ca. zwei Drittel der Landesfläche mit Dürreschäden größer 30% ausgewiesen. Auf einer Karte sind die Naturräume mit Schäden unter 30 Prozent als geschlossenes Gebiet im Nordosten des Landes erkennbar, darunter mit Angeln ein Naturraum ohne Dürreschaden. Es gibt deutlich weniger Regionen bei Mais mit Dürreschäden über 30 Prozent (ca. ein Fünftel).

Ein Mähdrescher auf einem Rapsfeld. Ein Mähdrescher auf einem Rapsfeld. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bund und Land gewähren Dürrehilfen für existenzgefährdete Betriebe. © M. Staudt/grafikfoto.de

Ernteergebnisse 2018

In einigen Fällen haben Antragsteller gegebenenfalls das Problem, dass sie in diesem Jahr erstmals eine Frucht (z.B. Sommergerste oder Ackerbohnen etc.) angebaut haben. In diesen Fällen können sie die vom Statistikamt Nord ermittelten Daten aus der „Besonderen Ernteermittlung“ nutzen. Es liegen Daten differenziert nach Hauptnaturräumen vor (außer Ackerbohnen nur landesweit).

Liste der Ernteergebnisse in Schleswig-Holstein 2018 (PDF 208KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Berechnung des monetären Dürreschadens

Die Antragsteller müssen im Antrag den von Ihnen aktuell erwarteten monetären bzw. finanziellen Schaden schätzen. Diese Angaben müssen im nächsten Jahr auf der Grundlage des Buchführungsabschlusses belegt werden. Sie können bereits jetzt entsprechende Berechnungstabellen nutzen, in denen – falls bekannt – die bereits erzielten Preise eingetragen werden können. Ferner können ggf. Preisinformationen aus der Agrarstatistik (z.B. AMI) genutzt werden. Der nachfolgenden Tabelle können die Durchschnittspreise für Wirtschaftsjahr 2018 entnommen werden:

Preisermittlung der Landwirtschaftskammer für Schleswig-Holstein (PDF 186KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Als Hilfestellung können Sie die nachfolgenden Excel-Tabellen zur Berechnung des monetären Dürreschadens und zur Berechnung des durchschnittlichen Cash flow III nutzen. Die Berechnung erfolgt automatisch durch hinterlegte Formeln. Die Dateien sind bis auf die auszufüllenden Felder schreibgeschützt. 

Hilfstabelle zur Berechnung des monetären Dürreschadens (xlsx 21KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Hilfstabelle zur Cash flow III Berechnung (xlsx 14KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Landesrichtlinie Dürrehilfe

Die Dürrehilfe beruht auf einer Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern. Sie wird in Schleswig-Holstein auf der Basis einer Landesrichtlinie umgesetzt.

Richtlinie zur Gewährung der Dürrehilfe 2018/19 in Schleswig-Holstein (PDF 307KB, Datei ist nicht barrierefrei)