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Infektions- und Krankenhaushygiene

© M. Staudt, grafikfoto.de

Infektions- und Krankenhaushygiene

Landesspezifische Anforderungen an die Hygiene in medizinischen und nicht-medizinischen Einrichtungen sowie Erläuterungen dazu

Chirurgie der UKSH © M. Staudt, grafikfoto.de

Medizinische Einrichtungen

Das Land hat ein Interesse daran, dass die medizinischen Einrichtungen einheitliche Voraussetzungen schaffen und eine ausgeglichene Aufgabenwahrnehmung in der Infektionsprävention stattfindet. Mit der Landesverordnung über die Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen liegen verlässliche Planungsgrößen für die Krankenhäuser vor. Für die Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen ist bedeutend, dass Verlässlichkeit geschaffen wird und Maßnahmen der Infektionsprävention nicht von Zufälligkeiten oder vom persönlichen Engagement Einzelner abhängig sind.

Die Verordnung regelt die strukturellen und personellen Voraussetzungen, die zum Einhalten von Maßnahmen der Infektionsprävention erforderlich sind. Die Ausstattung mit Hygienefachpersonal wird dabei vom Risikoprofil einer Einrichtung bestimmt. Das Risikoprofil einer Einrichtung wird nach den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am RKI (KRINKO) zu den "personellen und organisatorischen Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektionen" beurteilt.

Datenerfassung © Robert Seeberg, grafikfoto.de

Die Informationsflüsse über Präventionsmaßnahmen und Infektionsgeschehen müssen sichergestellt werden. Dazu gehört die Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes § 23 Absatz 4 mit den Regelungsinhalten zur Erfassung und Bewertung von nosokomialen Infektionen, von Erregern mit Resistenzen und Multiresistenzen sowie zur Erfassung von Art und Umfang des Antibiotikaverbrauchs. Die Bewertung muss zur Ableitung von Konsequenzen für das Hygienemanagement und das Verordnungsmanagement führen. 

Die Fortbildung des Personals auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene ist eine wichtige Voraussetzung für die Einhaltung von Hygienemaßnahmen und wird daher ebenfalls in der Landesverordnung geregelt.

Die Einhaltung der Landesverordnung wird im Rahmen der infektionshygienischen Überwachung nach Infektionsschutzgesetz (IfSG) durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) überprüft. Der ÖGD ist im Sinne des Infektionsschutzgesetzes nicht nur eine Behörde, die Maßnahmen in bestimmten Fällen anordnet, sondern auch ein beratender Kooperationspartner. Zu einer guten Kooperation gehört die gegenseitige Information über das Infektionsgeschehen und über Maßnahmen des Infektionsschutzes. 

Umsetzungsschwierigkeiten sollten offen kommuniziert werden. Das Ziel der gesetzlichen Regelungen, nämlich die Minimierung von Infektionsgefahren, muss immer im Vordergrund stehen. Der Erlass Infektionshygienische Überwachung - Erlass (PDF, 44 KB, Datei ist nicht barrierefrei) des Gesundheitsministeriums zu Einrichtungen, die gemäß Infektionsschutzgesetz überwacht werden müssen (§§ 23 Absatz 6 Satz 1 und 36 Absatz 1 IfSG) und die Empfehlung Infektionshygienische Überwachung - Empfehlung (PDF, 30 KB, Datei ist nicht barrierefrei) zu Einrichtungen, die gemäß Infektionsschutzgesetz überwacht werden können (§§ 23 Absatz 6 Satz 2 und 36 Absatz 2 IfSG), finden sich unter "Hinweise zur Hygiene".

Hier finden Sie die Landesverordnung über die Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen.

Weitere Informationen zum Thema Hygiene in medizinischen Einrichtungen enthält der Artikel Regelungen und Initiativen zur Infektionsprävention, aus dem Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 3/2012.

Rettungsdienst bei einem Unfall © M. Staudt, grafikfoto.de


Rettungsdienst

Auch Rettungswachen und-mittel unterliegen der infektionshygienischen Überwachung durch das jeweils zuständige Gesundheitsamt. Hierzu gehört u.a. die Prüfung des Hygieneplanes. Bei der Erstellung eines Hygieneplanes sollten bereits im Vorfeld die zuständigen Gesundheitsämter einbezogen werden. Unter dieser Prämisse hat der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD), vertreten durch das Sozialministerium (MSGWG) und die Gesundheitsämter Schleswig-Holstein einen Rahmenhygieneplan erarbeitet. Dieser Rahmenhygieneplan wird fortlaufend aktualisiert. Er ist konzipiert für eine landesweite Orientierung der Rettungsdienste und v.a. gerichtet an solche, bei denen eine Aktualisierung ihrer Hygienepläne notwendig erscheint, oder eine Neuerstellung ansteht.

Nicht-medizinische Einrichtungen

Daneben finden sich in der "Landesverordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten" Regelungen für den nicht-medizinischen Bereich. Die Landesverordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten regelt Anforderungen an die Hygiene bei berufs- oder gewerbsmäßigen Tätigkeiten am Menschen, die nicht von Ärzten oder Zahnärzten durchgeführt werden und bei denen durch Blut übertragbare Krankheitserreger oder Toxine von Krankheitserregern übertragen werden können.

Tattoo © M. Ruff, grafikfoto.de

Hierzu zählen Tätigkeiten, bei denen die Körperoberfläche (Haut oder Schleimhaut) durch den Einsatz von Gegenständen/ Instrumenten bei bestimmungsgemäßer Anwendung verletzt wird, wie z. B. Piercing, Tätowieren, Tätigkeiten in der Akupunktur, der Körper- und Schönheitspflege einschließlich des Rasierens sowie der Hand- und Fußpflege.

Landesverordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten (Hygieneverordnung)



Informationen zur Hygiene

Landesverordnung über die Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedIpVO)

Begründung zur Landesverordnung über die Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen

Präsentation 2017, Änderung MedIpVO, stationäre Einrichtungen

Planungs- und Umsetzungsstand in den Ländern im Bereich der Qualifizierung von Hygienefachkräften

Landesverordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten (Hygieneverordnung)

Information zur Krankenhaushygiene - Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 9/2007

Hygiene-Rahmenplan für Rettungsdienste

Infektionshygienische Überwachung - Erlass

Infektionshygienische Überwachung - Empfehlung

Hygienefachpersonal in ambulanten Einrichtungen - Merkblatt

Hygienefachpersonal in stationären Einrichtungen - Merkblatt

DVV - Stellungnahme zur Viruswirksamkeit von Flächendesinfektionsmitteln

Gemeinsam gegen Multiresistente Erreger in SH

Beprobung von Wasser für den menschlichen Gebrauch zur mikrobiologischen Untersuchung in medizinischen Einrichtungen, Altenheimen und Pflegeeinrichtungen