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Häufig gestellte Fragen zur Geflügelpest (Aviäre Influenza)

Staatskanzlei

Häufig gestellte Fragen zur Geflügelpest (Aviäre Influenza)

Ausführliche Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Aviären Influenza

Was ist die Aviäre Influenza?

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Was versteht man unter "Aviäre Influenza (AI)", "Geflügelinfluenza" und "Geflügelpest"?

Welche Subtypen sind in Schleswig-Holstein aufgetreten?

Aktuell (seit November 2016) wurde in Schleswig-Holstein bei zahlreichen verendeten Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen das hochpathogene Aviäre Influenzavirus (HPAIV) des Subtyps H5N8 festgestellt. Seit Ende Dezember 2016 konnten zudem hochpathogene Aviäre Influenzaviren des Subtyps H5N5 nachgewiesen werden. Dies erfolgte sowohl bei Wildvögeln als auch in einem Hausgeflügelbestand. Es war das erste Mal, dass der Erreger des Subtyps H5N5 in Hausgeflügel in Europa nachgewiesen wurde.

In drei Hausgeflügelbeständen wurde die niedrigpathogene Variante der Aviären Influenza des Subtyps H5 festgestellt.

Welche Vögel können an dem H5N8- und dem H5N5-Virus erkranken?

Mittlerweile wurde das hochpathogene Aviäre Influenzavirus vom Subtyp H5N8 bei 46 verschiedenen Wildvogelarten sowie in zahlreichen Hausgeflügelarten nachgewiesen. Das Geflügelpest-Virus vom Subtyp H5N5 wurde europaweit bei mehreren Wildvogelarten nachgewiesen. In Schleswig-Holstein konnte das Virus bislang bei Nonnengans, Kormoran, Schwan und Wildente festgestellt werden. Außerdem gab es einen Ausbruch in einem Putenmastbetrieb.

Was sind die Symptome der Aviären Influenza?

Während eine Infektion mit niedrigpathogenen aviäre Influenzaviren (LPAIV) zumeist leicht verläuft, führt eine Infektion mit hochpathogenen aviäre Influenzaviren (HPAIV) meist zu drastischen Symptomen. Zu den Krankheitsanzeichen einer HPAIV-Infektion können erhöhte Todesraten, verringerte Gewichtszunahme, Abnahme der Legeleistung, Atemnot, Apathie, Schwellungen im Kopfbereich, neurologische Ausfallerscheinungen oder Blauverfärbung der Haut gehören, die unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Die hochpathogene Aviäre Influenza ist hochansteckend. Die Zeit zwischen Ansteckung und Erkrankung (Inkubationszeit) variiert in Abhängigkeit vom Virusstamm zwischen wenigen Stunden und Tagen. Die Krankheit verläuft schnell und endet für die erkrankten Tiere meist tödlich.

Wo kommt das Virus her und wie kommt es nach Schleswig-Holstein?

Wo ist die Geflügelpest bislang in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden?

Im Rahmen des aktuelles Geschehens in Schleswig-Holstein sind bzw. waren alle Kreise und kreisfreien Städte von der Geflügelpest betroffen, entweder durch eigene Nachweise oder durch Restriktionszonen aufgrund der Nachweise in einem angrenzenden Kreisgebiet.

Für wen ist die hochpathogene Aviäre Influenzd Subtyps H5N8 (Geflügelpest) gefährlich?

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Ist die Geflügelpest (hochpathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N8 oder H5N5) ein Risiko für die menschliche Gesundheit?

Die hochpathogene Aviäre Influenza der Subtypen H5N8 und H5N5 stellt vor allem eine Gefahr für Vögel dar.

Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind bei Menschen Erkrankungen mit dem hochpathogenen Aviären Influenza-Virus des Subtyps A (H5N8) bisher nicht beobachtet worden, können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Beim Einsatz adäquater Schutzmaßnahmen sind Übertragungen auf den Menschen jedoch unwahrscheinlich. Auch im Zusammenhang mit bekannten Ausbrüchen beim Geflügel durch verwandte Geflügelpestviren in Südkorea, Japan oder China wurde bisher von keinen humanen Erkrankungen berichtet. Beim hochpathogenen Aviäre Influenza-Virus des Subtyps H5N5 sind bislang weltweit ebenfalls keine Infektionen beim Menschen beobachtet worden.

Näheres dazu unter:

https://www.rki.de/

https://www.rki.de/

Tot aufgefundene Vögel sollten nicht angefasst, sondern dem zuständigen Ordnungsamt gemeldet werden. Bei Verdacht auf Geflügelpest sollten Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter unverzüglich das zuständige Verterinäramt unterrichten.

www.fli.de/index.php?id=227

Unabhängig vom aktuellen Geschehen gelten für Personen, die im direkten Kontakt mit Geflügel oder Wildvögeln stehen, die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Nähere Informationen dazu findet man auf der Seite des Robert-Koch-Instituts:

www.rki.de

Kann ich Geflügelfleisch auch in Zeiten der Geflügelpest bedenkenlos essen?

Geflügelfleisch, Eier und sonstige Geflügelprodukte aus betroffenen Beständen werden nach den Vorgaben der Geflügelpest-Verordnung vernichtet und gelangen nicht auf den Markt. Daher ist der Konsum von Geflügelfleisch, Erzeugnissen sowie von Eiern unbedenklich.

Beim Umgang mit rohem Geflügelfleisch, Geflügelfleischprodukten und Eiern sollten Hygieneregeln eingehalten und vor dem Verzehr die Empfehlung zum ausreichenden Garen von Geflügelfleisch und Eiern beachtet werden.

Nähere Informationen sind auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu finden unter:

http://www.bfr.bund.de

Sind tierische Erzeugnisse aus Sperrbezirken oder Beobachtungsgebieten noch sicher?

Tierische Erzeugnisse von Geflügel und Federwild dürfen aus Sperr- und Beobachtungsgebieten nicht verbracht werden und unterliegen der verstärkten Überwachung.

Sind andere Haustiere, zum Beispiel Hunde oder Katzen, gefährdet?

An der Geflügelpest erkranken in der Regel nur Vögel. Andere Haustiere können das Virus allerdings nach Kontakt weiter verbreiten. Daher soll ein direkter Kontakt von Haustieren, insbesondere Hunden und Katzen, mit toten oder kranken Vögeln verhindert werden. 2006 verendeten an dem H5N1-Virus jedoch auch Säugetiere wie Marder und Hauskatzen.

Welche amtlichen Maßnahmen zum Schutz vor der Geflügelpest gelten in Schleswig-Holstein und warum?

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Welche Regelungen für Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter gelten derzeit in Schleswig-Holstein?

Ich halte nur einige Hühner und Gänse, gelten für mich auch Maßregeln?

Was passiert, wenn in Deutschland Fälle von Geflügelpest (hochpathogene Aviäre Influenza der Subtypen H5 und H7) oder niedrigpathogene Aviäre Influenza der Subtypen H5 und H7 bei Hausgeflügel auftreten?

Für die Bekämpfung der Geflügelpest gelten europäische und nationale Vorschriften wie die Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest (http://www.gesetze-im-internet.de/geflpestschv/).

Wird Geflügelpest bei Hausgeflügel festgestellt, wird – wie beim Fund infizierter Wildvögel – ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet eingerichtet. Die betroffenen Bestände werden schnellstmöglich getötet und unschädlich beseitigt. Ebenso werden in den betroffenen Betrieben das Fleisch von Geflügel und Eier sowie vorhandene tierische Nebenprodukte, Futtermittel und Einstreu unschädlich beseitigt. Dies erfolgt bei großen Betrieben durch spezialisierte Firmen, bei Kleinhaltungen auch durch Einschläfern durch den Tierarzt.

Zudem werden nach der Geflügelpest-Verordnung vorgeschriebenen Maßnahmen zur Reinigung und Desinfektion durchgeführt. Die Verordnung enthält auch Betretungsverbote, um eine Verschleppung des Virus aus dem Seuchengebiet durch Tierkontakte, indirekten Kontakt über Personen, Transportbehälter, Verpackungsmaterial, Eierkartons oder Einstreu zu verhindern.

Auch bei der niedrigpathogenen Aviären Influenza (LPAI) gelten die Vorschriften der Geflügelpestverordnung: Es wird ein Sperrgebiet von einem Kilometer Radius eingerichtet. Die Bestände müssen nach der Feststellung einer LPAIV-Infektion getötet werden. Die Vorschriften zu Beseitigung von Fleisch und Eiern sowie zur Hygiene gelten entsprechend.

Warum fordert die Aviäre Influenza diese Bekämpfungsmaßnahmen?

Die Geflügelpest stellt eine große Gefahr für viele Hausgeflügelbestände dar. Sie ist weltweit als bekämpfungspflichtige Tierseuche gelistet. Die Geflügelpest verursacht hohe Tierverluste innerhalb kürzester Zeit kann zu großen wirtschaftlichen Schäden bei Geflügelhaltern.

Handelsbeschränkungen durch Drittländer können zudem zu weiteren wirtschaftlichen Schäden für die landwirtschaftlichen Nutztierhalter und die damit verknüpften Wirtschaftsbereiche führen. Darum gilt es, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um eine Ausbreitung der Seuche zu verhindern.

Die Bekämpfung der Geflügelpest ist durch eine Rechtsverordnung – die Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest (kurz: Geflügelpest-Verordnung) vorgeschrieben, die auf Bundes- und EU-Recht basiert. Dort werden die Schutzmaßnahmen beschrieben, die beim Verdacht oder nach der Feststellung von Geflügelpest zu ergreifen sind sowie Regelungen zum Vorbeugen und zur Früherkennung der Erkrankung.

Geht es bei den angeordneten Maßnahmen nur um den Schutz des Nutzgeflügels vor den Wildvögeln oder wird auch an die Übertragung der Geflügelpest von Nutzgeflügel an Wildvögel gedacht?

Es geht bei den gemäß Geflügelpest-Verordnung zu veranlassenden Maßnahmen in erster Linie um den Schutz der Hausgeflügelbestände und die Verhinderung der Verschleppung des Erregers.

Wie werden die Tiere in infizierten Geflügelbeständen getötet? Ist die Tötung der Tiere mit dem Tierschutzrecht vereinbar?

Die Tiere werden unter Beachtung der tierschutzrechtlichen Vorgaben getötet. Hierzu sind verschiedene Verfahren zulässig, wie zum Beispiel mittels Strom oder Gas. Die Tötung findet unter Aufsicht der zuständigen Veterinärbehörde statt.

Was sollten Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter über die amtlichen Maßnahmen hinaus beachten?

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Was sollen Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter über die amtlichen Maßnahmen hinaus beachten?

Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter müssen die behördlichen Anordnungen zur landesweiten Aufstallung, zu Biosicherheitsmaßnahmen für im Freien gehaltenes Geflügel, zu Verboten von Geflügelausstellungen und Veranstaltungen ähnlicher Art sowie die Anordnungen in Geflügelpest-Sperrbezirken und Beobachtungsgebieten beachten.

Darüber hinaus gilt seit dem 17. November 2016 die Allgemeinverfügung des Landes zur Festlegung von vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen.

Die Allgemeinverfügung samt Begründung ist zu finden unter:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gefluegelpest/Downloads/allgemeinverfuegung_gefluegelpest.html

Dazu sind ergänzend die Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung (unter 1000 Tiere) und Geflügelhobbyhaltungen zu beachten. Diese sind unter folgendem Link zu finden:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gefluegelpest/Downloads/hinweise_kleinbetriebe.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat ein Merkblatt zu Schutzmaßnahmen in Kleinhaltungen veröffentlicht:

https://openagrar.bmel-forschung.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00000891/Merkblatt-AI_2016-11-25.pdf

Zu den Biosicherheitsmaßnahmen gehört unter anderem, dass in den Ställen gesonderte Schutzkleidung inklusive Schuhwerk getragen werden muss. Transportmittel wie Fahrzeuge und Behältnisse sind nach jeder Verwendung unmittelbar zu reinigen und zu desinfizieren. Große wie kleine Geflügelhaltungen müssen vor den Eingängen zu den Stallungen Desinfektionsmatten oder -wannen zur Schuhdesinfektion einrichten, Personen müssen unmittelbar vor Betreten des Stalls Hände waschen und desinfizieren, Hunde und Katzen sind von den Stallungen fernzuhalten. Alle Maßnahmen dienen der Verhinderung des Eintrages des Geflügelpestvirus.

Fragen rund um die Aufstallungspflicht

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Ist es nicht sinnvoller, das Geflügel auch weiterhin draußen zu halten, wo es körpereigene Resistenzen aufbauen kann?

Vor allem Hühnervögel (Huhn, Pute etc.) sind für die Geflügelpest hochempfänglich und sterben nach einer Infektion innerhalb kurzer Zeit. Resistenzen können aufgrund des rasanten Krankheitsverlaufs nicht aufgebaut werden. Schutzmaßnahmen wie die Aufstallung der Tiere sind notwendig, um den direkten und indirekten Kontakt mit infizierten Wildvögeln zu verhindern.

Wo kann man sich informieren, ob im eigenen Kreis Ausnahmen von der Aufstallungspflicht möglich sind?

Auskünfte zu Ausnahmen von der Aufstallungspflicht kann die zuständige Veterinärbehörde erteilen, jedoch wird die Erteilung von Ausnahmen aus der Aufstallungspflicht äußerst restriktiv gehandhabt, um eine Ausbreitung des Virus zu vermeiden.

Benötige ich eine Baugenehmigung, wenn ich einen Hühnerstall errichte? Darf in der momentanen Situation ohne Baugenehmigung gebaut werden?

Zu Fragen im Zusammenhang mit der Aufstallung von Geflügel kann das zuständige Veterinäramt Auskunft erteilen. Bei Fragen zu Baugenehmigungen und ob ein Hühnerstall genehmigungsbedürftig ist, müssen Sie mit Ihrer zuständigen Baubehörde Kontakt aufnehmen. Wichtig ist, dass das Geflügel aufgestallt ist.

Wer zahlt den Geflügelhalterinnen und Geflügelhaltern die finanziellen Aufwendungen, die mit der Errichtung von Ställen entstehen? Gibt es Beihilfen des Landes?

Die Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sind für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben bei der Haltung von Geflügel verantwortlich. Das betrifft das Tierschutzrecht wie auch das Tiergesundheitsrecht mit der Geflügelpestverordnung. Finanzielle Aufwendungen, die ihnen dabei entstehen, sind von den Geflügelhaltern bzw. Geflügelhalterinnen selbst zu tragen.

Fragen nach Desinfektion/ Hygiene/ Entsorgung

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Welche Desinfektionsmittel und welche Schutzbekleidung darf ich verwenden? Gibt es Empfehlungen für bestimmte Mittel? Wo kann ich diese erwerben?

Informationen dazu sind im Hinweisblatt „Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung und Geflügelhobbyhaltungen“ auf der Homepage der Landesregierung unter folgendem Link zu finden :

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gefluegelpest/Downloads/hinweise_kleinbetriebe.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Eine Liste der DVG-geprüften Desinfektionsmittel ist verfügbar unter:

http://www.desinfektion-dvg.de/fileadmin/FG_Desinfektion/Dokumente/Listen/Tierhaltungsbereich/DVG-Desinfektionsmittelliste_TH.pdf

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat ein Merkblatt zu Schutzmaßnahmen in Kleinhaltungen veröffentlicht:

https://openagrar.bmel-forschung.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00000891/Merkblatt-AI_2016-11-25.pdf

Wie muss ich meine Stallkleidung lagern, damit diese nicht durch Vogelkot verunreinigt werden kann? Benötige ich einen Umkleideraum?

Die Schutzkleidung verbleibt im Stall und muss regelmäßig gewaschen und desinfiziert werden bzw. Einwegkleidung muss im Hausmüll entsorgt werden.. Ein gesonderter Raum ist dafür nicht notwendig. Weitere Informationen finden Sie im Hinweisblatt "Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung und Geflügelhobbyhaltungen" auf der Homepage der Landesregierung unter:

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gefluegelpest/Downloads/hinweise_kleinbetriebe.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat ein Merkblatt zu Schutzmaßnahmen in Kleinhaltungen veröffentlicht:

https://openagrar.bmel-forschung.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00000891/Merkblatt-AI_2016-11-25.pdf

Ich habe mehrere Ställe. Muss ich vor jedem Stall die Kleidung wechseln?

Sofern die Ställe nicht miteinander verbunden sind, gelten die Regelungen gesondert für jeden Stall.

Wie entsorge ich meinen Hühnermist?

Sofern sich Ihre Hühnerhaltung in einem Geflügelpest-Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet befindet, müssen Sie den Hühnermist bis zur Aufhebung der Schutzmaßnahmen bei sich auf dem Grundstück oder auf dem Betriebsgelände lagern. Nach späterer Aufhebung des Sperrbezirks oder des Beobachtungsgebietes können Sie den Hühnermist wieder wie bisher verwenden oder entsorgen.

Bei weiteren Fragen zum Umgang mit Hühnermist oder Geflügelkot wenden Sie sich bitte an die zuständige Veterinärbehörde.

Wie entsorge ich gebrauchte Schutzanzüge?

Die vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen dienen dem Schutz des Geflügels vor einer Übertragung des Geflügelpestvirus durch Schuhwerk oder Bekleidung. Daher können gebrauchte Schutzanzüge aus solchen Geflügelhaltungen, bei denen kein Verdacht auf Geflügelpest besteht, über die Restabfalltonne entsorgt werden.

Was sollen Bürgerinnen und Bürger beachten?

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Was soll man tun, wenn man tote Vögel findet?

Tote Vögel sollten auf keinen Fall angefasst werden. Beim Fund von toten Wildvögeln soll man das Ordnungsamt oder das zuständige Veterinäramt informieren. Für offensichtlich verunglückte (z.B. überfahrene) Vögel sollten keine Meldungen erfolgen.

Was kann man als Bürgerin bzw. Bürger tun, um das Weiterverbreiten dieser Seuche zu verhindern?

Jeder kann die Geflügelpest unbewusst weitertragen. Die Viren lassen sich sehr leicht über die Kleidung, Schuhe, Gegenstände usw. verbreiten. Das Virus kann vorhanden sein, ohne dass es bemerkt wird. Ein wenig Mist unter den Schuhen reicht zum Beispiel aus, um damit das Virus weiter zu tragen.

Für Bürgerinnen und Bürger gilt, dass sie beim Fund von toten Vögeln die Kadaver nicht anfassen, sondern den Fund beim nächsten Ordnungsamt oder Veterinäramt melden sollen.

Was sollen Hunde- und Katzenbesitzer beachten?

In Restriktionszonen (Sperrbezirke, Beobachtungsgebiete), die aufgrund der Feststellung von Geflügelpest bei Wildvögeln errichtet wurden, gilt gemäß Geflügelpestverordnung: "Wer einen Hund oder eine Katze hält, hat sicherzustellen, dass diese im Sperrbezirk oder Beobachtungsgebiet nicht frei herumlaufen." Das bedeutet, dass Hunde angeleint werden müssen und Katzen nicht aus dem Haus bzw. aus der Wohnung gelassen werden dürfen.

Diese rechtliche Regelung hilft, der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken, denn freilaufende Hunde und Katzen können einen infizierten Vogel verschleppen, einen infizierten Vogel fressen und das Virus mit dem Kot ausscheiden oder sie können infektiöses Material im Fell oder an den Pfoten tragen und so zur Ausbreitung der Seuche beitragen.
Informationen über die genauen Bestimmungen in den betroffenen Kreisen sind bei den zuständigen Kreisveterinärämtern zu bekommen.

Wie soll man sich als Jäger verhalten?

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Wie soll man sich als Jäger verhalten?

Das MELUR als oberste Jagdbehörde empfiehlt:

1. Die Jagd auf Wasservögel soll derzeit unterbleiben. So kann das Risiko verringert werden, dass infizierte Tiere aufgescheucht werden und die Geflügelpest weiter verbreiten.

2. Drückjagden auf Schalenwild, insbesondere Wildschweine, können in dieser Saison wie geplant auch in den Restriktionszonen und unter dem Einsatz von Hunden durchgeführt werden

3. In einigen Wildvogel-Sperrbezirken gelten Verbote für die Federwildjagd, hierbei sind die Anordnungen