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Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur : Thema: Ministerien & Behörden

Tobias Goldschmidt

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Naturschutz zum Mitmachen

Wer sich für den Naturschutz im echten Norden engagieren möchte, ist bei den sechs Integrierten Stationen an der richtigen Adresse.

Letzte Aktualisierung: 25.04.2022

Vom größten Schutzgebiet des Landes am Beltringharder Koog über die zahlreichen Wasserpflanzen in der Lauenburgischen Seenlandschaft bis zu den Wildpferden auf der Geltinger Birk – ihre Vielfalt ist das, was die Natur in Schleswig-Holstein ausmacht. Sie zu schützen, ist die Aufgabe der Beschäftigten des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Weil das bei rund 200 Schutzgebieten vor Ort am besten geht, gibt es die sogenannten "Integrierten Stationen". Sie sind die Zweigstellen des LLUR und bestehen teilweise schon seit mehr als 20 Jahren. Von dort aus koordinieren die Naturschützerinnen und -schützer die Landschaftspflege und organisieren Vorträge, Ausstellungen sowie Mitmach-Aktionen. Unter den Beschäftigten gibt es beispielsweise Agrar-Ingenieure, Forstwirtinnen und Forstwirte sowie Biologinnen und Biologen.

Video: Die Arbeit der Integrierten Stationen

Anlaufstellen im ganzen Land

Derzeit gibt es sechs Integrierte Stationen in Schleswig-Holstein: in Bergenhusen zwischen Eider und Treene, in Lüttmoorsiel an der Nordsee, in Nieby auf der Geltinger Birk, in Haseldorf an der Elbe sowie in Mölln inmitten der Lauenburgischen Seelandschaft und in Eutin am Rand der Holsteinischen Schweiz.

Der Alltag in den Stationen ist – genau wie die Natur – vielfältig und abwechslungsreich: So dokumentieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beispielsweise die Artbestände in den Schutzgebieten und arbeiten auch eng mit den Naturschutzbehörden der Kreise zusammen. Außerdem sind die Stationen die Anlaufstellen für zahlreiche Verbände und Organisationen, die sich ebenfalls für den Naturschutz einsetzen.

Weitere Informationen zu den Integrierten Stationen des Landes Schleswig-Holstein

Natur mit "sanftem Tourismus" schützen

Eine der zentralen Aufgaben der Integrierten Stationen ist darüber hinaus die Förderung des sogenannten "sanften Tourismus": Die Naturschützerinnen und -schützer zeigen den Gästen zum Beispiel, wo sie welche Vögel beobachten können, ohne sie beim Brüten zu stören. Gleichzeitig klären sie Interessierte über sogenannte "invasive Arten" auf. Dabei handelt es sich um Tiere oder Pflanzen, die aus anderen Erdteilen nach Schleswg-Holstein eingeschleppt wurden und die hier heimischen Arten verdrängen. Wie beispielsweise der Riesen-Bärenklau: Er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und macht heimischen Pflanzen aufgrund seiner Größe von teilweise mehr als drei Metern das Leben schwer. Auch für Mensch und Tier ist der Riesen-Bärenklau eine Gefahr: Er sondert giftige Substanzen ab, die unter Einwirkung von Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen auf der Haut führen können.

Mitmach-Aktionen in Schutzgebieten

Unterstützt werden die Naturschützerinnen und -schützer bei ihrer Arbeit immer wieder auch von Freiwilligen: Bei sogenannten "Workcamps" packen Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam mit an, um etwa Wanderwege in Schuss zu halten oder Schädlinge zu bekämpfen. Während ihres Einsatzes werden die Freiwilligen in der Nähe einer Integrierten Station kostenfrei untergebracht und verpflegt. Auch in diesem Jahr wird es einige Workcamps geben, zum Beispiel Ende Juli in Eutin zur Sanierung eines Naturlehrpfades für Kinder und Jugendliche. Organisiert wird der zweiwöchige Einsatz vom Verein für Internationale Jugendgemeinschaftsdienste (IJGD).

Zum Workcamp-Angebot der IJGD

Wer den Naturschutz außerhalb der Workcamps unterstützen möchte, kann sich auch für einen längeren Zeitraum einbringen, etwa im Praktikum oder im Freiwilligendienst.

Zusätzliche Station an der Ostsee geplant

Die Station in Lüttmoorsiel am Beltringharder Koog wurde erst vor Kurzem fertiggestellt. Das Land unterstützte den Neubau mit gut 1,35 Millionen Euro. Darüber hinaus plant die Landesregierung im Rahmen der sogenannten "Biodiversitätsstrategie", eine weitere Station an der Ostküste aufzubauen.

Zur Biodiversitätsstrategie des Landes

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