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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Karin Prien

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Bildungsministerin Karin Prien im Landtag: Wichtiger Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit



Letzte Aktualisierung: 22.02.2024

KIEL. Bildungsministerin Karin Prien hat heute (22. Februar) im Landtag die Einigung zwischen Bund und Ländern beim sogenannten Startchancen-Programm vorgestellt. „Was lange währt, wird endlich gut“, führte die Ministerin ein und erläuterte, wie die Verhandlungsgruppe aus Schleswig-Holstein. Hamburg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit dem Bund das Startchancen-Programm ausgehandelt habe. „Ziel des Startchancen-Programmes ist, dem deutlichen Rückgang in der Kompetenzentwicklung insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund und in prekären sozialen Lagen entgegenzutreten“, so Karin Prien. „In Schleswig-Holstein haben wir mit unserem Perspektivschulprogramm nicht nur die wesentliche Vorlage für das Startchancenprogramm geliefert, wir können in unseren Schulämtern und im Ministerium auf die Erfahrungen mit der Implementierung eines solchen Programmes aufbauen“, so Prien.

Der Fokus des Startchancen-Programmes liegt auf einer Stärkung der Basiskompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen und der Weiterentwicklung des Unterstützungssystems schulischer Bildung. Bei den berufsbildenden Schulen soll der Fokus auf den Schülerinnen und Schüler im sogenannten Übergangsbereich liegen, die sich noch in der Berufsorientierung befinden und/oder einen ersten oder mittleren Schulabschluss erwerben wollen. Das Startchancenprogramm startet zum 1. August 2024 und läuft über einen Zeitraum von zehn Jahren. Der Bund fördert es mit einem Gesamtbetrag von einer Milliarde pro Jahr. Die Länder beteiligen sich in demselben Umfang. „Von der Startchancen-Milliarde werden auf Schleswig-Holstein ca. 32 Millionen Euro jährlich entfallen. 12 Mio. davon werden für Maßnahmen zu Infrastruktur und Ausstattung aufgewendet werden“, so Bildungsministerin Prien. „Die Auswahl der Schulen erfolgt bis Juni 2024 auf Basis eines Sozialindex. Der bereits vorhandene Sozialindex, der die Auswahl für die PerspektivSchulen begründet hat, wird hierfür überprüft und vereinfacht und wenn möglich, um Daten zum SGB-Il-Bezug ergänzt.“

Prien erläuterte im Landtag auch den Aufbau des Programmes. „40 Prozent der Fördermittel sollen für eine bessere und damit lernförderlichere Infrastruktur und Ausstattung der Startchancen-Schulen eingesetzt werden. Das ist die sogenannte erste Säule. Die zweite Säule ist dann: 30 Prozent der Mittel fließen als sogenannte Chancenbudgets in bedarfsgerechte Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung, beispielsweise für zusätzliche, gezielte Lernförderung in den Kernfächern Deutsch und Mathematik. Hier können die Startchancen-Schulen Lösungen umsetzen, die zu den konkreten Herausforderungen vor Ort passen. Die dritte Säule der Finanzierung sind dann weitere 30 Prozent, die in die Stärkung multiprofessioneller Teams fließen. Damit wäre es beispielsweise jeder Startchancen-Schule möglich, aus den Bundesmitteln eine volle zusätzliche Stelle zu finanzieren und dabei zu entscheiden, welche Bedarfe an der jeweiligen Schule dringlich sind.“

„Jetzt gilt es in den nächsten Wochen, auch den Digitalpakt mit aller Kraft voran zu bringen“, betonte die Bildungsministerin. Prien weiter: „Ich bin froh, dass er Bund vor der Verständigung auf das Startchancen-Programm ein deutliches Zeichen für den Digitalpakt 2.0. gegeben hat und wir substanzielle Fortschritte erzielen konnten. Der zweite Digitalpakt darf sowohl vom Volumen als auch von der Aufteilung der finanziellen Belastungen nicht hinter dem ersten Digitalpakt zurückstehen. Unsere Schulen brauchen Planungssicherheit. Wir können es uns nicht leisten, dass unsere Schülerinnen und Schüler digital abgehängt werden. Das gilt ganz besonders für die Schulen in herausfordernder Lage.“

Ein weiterer, wichtiger Baustein sei die Schulleiterqualifizierung. „Auf Basis der Erfahrungen aus dem PerspektivSchul-Programm planen wir, weitere Schulleitungs-Akademien einzurichten. Hierzu haben wir bereits Gespräche mit externen Partnern wie z.B. der Wübben Stiftung Bildung aufgenommen, die die etablierten Strukturen im IQSH und das neue LeadershipLab.SH ergänzen. Gegenwärtig werden darüber hinaus Gespräche mit interessierten Ländern geführt, um die Schulleitungsqualifizierungen in einzelnen Inhaltsbereichen gemeinsam auf den Weg zu bringen und so einen Austausch auch der Schulleitungen über Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen.“


Verantwortlich für diesen Pressetext: David Ermes | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-2369 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de  | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de

 

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