Als einziges Land zwischen zwei Meeren bietet Schleswig-Holstein naturgemäß beste Bedingungen für die maritime Wirtschaft. Dabei ist der echte Norden mehr als ein traditionelles Schiffbauland. Zwischen Nord- und Ostsee entwickelt sich hier ein dynamisches Umfeld, in dem Hafenwirtschaft, Offshore-Windenergie, Fischerei, Küstenschutz, Tourismus, Hightech-Industrie und zukunftsweisende Forschung zusammenwachsen.
Ideale Bedingungen
Schleswig-Holstein besitzt mit über 1.100 Kilometern Küstenlinie ideale Voraussetzungen für maritime Aktivitäten. Besonders die Hafenstandorte Kiel, Lübeck, Flensburg und Brunsbüttel sind wichtige wirtschaftliche Zentren des Landes. Der Nord-Ostsee-Kanal, eine der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraßen der Welt, ist eine zentrale Route im internationalen Warenverkehr.
Starker Mittelstand
Die Teilbranchen der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein sind stark durch mittelständische Unternehmen geprägt. Neben den Werften existieren zahlreiche Zulieferbetriebe, die u.a. Schiffstechnik, Sensorik oder Navigationssysteme herstellen. Gleichzeitig ist die Branche innovativ in Bereichen wie maritime Energiesysteme, autonome Fähren, Schiffseffizienz, klimafreundliche Schifffahrt oder nachhaltige Hafenlogistik. Laut IHK SH setzt die maritime Wirtschaft im echten Norden insgesamt jährlich rund 9,2 Milliarden Euro um und zählt 1.800 Unternehmen mit rund 42.000 Mitarbeitenden.
Schleswig-Holstein hat 2025 ein einzigartiges Innovationsnetzwerk gegründet: den TechHUB SVI Nord. Es bündelt Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Militär, um maritime Sicherheitstechnologien schneller zur Anwendungsreife zu bringen. Der Gedanke ist simpel: Die Sicherheitsherausforderungen im maritimen Raum verändern sich rasant, Schleswig-Holstein antwortet mit einer Plattform, die Innovation beschleunigt.
Der TechHUB SVI Nord bietet:
Vermittlung von Erprobungsinfrastruktur an Nord- und Ostsee
gezielte Vernetzung mit Industrie- und Forschungspartnern sowie der Bundeswehr
Expertise im Beschaffungsprozess für neue Technologien
Austausch mit Nutzerinnen und Nutzern – von der Schifffahrtsindustrie bis zur Marine
Mit diesem Netzwerk positioniert sich Schleswig-Holstein als führender Standort für maritime Sicherheits-Innovationen – eine strategische Chance für Unternehmen, die an der Schnittstelle von Technologie und Sicherheit arbeiten.
Damit wird eine besondere Stärke Schleswig-Holsteins ausgespielt: die enge Verbindung von Wirtschaft und Wissenschaft. Zu den bedeutendsten Forschungseinrichtungen gehört das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Das Institut zählt zu den weltweit führenden Einrichtungen der Meeresforschung. Darüber hinaus spielt das DLR-Institut für Maritime Technologien und Antriebssysteme eine zunehmend wichtige Rolle. Das Institut engagiert sich unter anderem in der Erforschung zukunftsweisender maritimer Antriebstechnologien und bietet High-Tech-Forschungsinfrastruktur.
Eng mit den genannten maritimen Forschungsinstituten des Bundes verbunden sind die Hochschulen des Landes, die zahlreiche Studiengänge und Forschungsprojekte im Themenbereich anbieten. Das Maritime Cluster Norddeutschland, eine Kooperation aller fünf norddeutschen Bundesländer, versammelt mehr als 350 Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und verstärkt so die branchenübergreifende Zusammenarbeit.
Fünf norddeutsche Länder – ein maritimes Cluster! Mit über 350 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik agiert das MCN als einflussreiches maritimes Netzwerk und ist der Dreh- und Angelpunkt für die Förderung und Stärkung der maritimen Branche. Das MCN hat Geschäftsstellen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.
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