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Thema : Coronavirus

Coronatests und Maßnahmen im Falle eines positiven Coronatests

Wie kann ich Symptome von Covid-19 richtig erkennen?

Die häufigsten Symptome sind Fieber über 38 Grad Celsius, Husten, Schnupfen, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit sowie Kratzen im Hals. Bei einigen Personen kommt es zu einem vorübergehenden Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Einige Menschen können an einer Lungenentzündung mit Kurzatmigkeit und Luftnot erkranken. Die meisten Covid-19-Verläufe sind allerdings eher mild, viele davon verlaufen symptomlos. Dies hat zur Folge, dass Menschen, die sich gesund fühlen, andere Menschen infizieren können, ohne es zu wissen. Daher gilt zur Vermeidung einer Infektion die Beachtung der AHA+A+L-Formel (Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, Corona-Warn-App, Lüften).

Weitere Informationen zur Frage, wie Sie Symptome richtig erkennen, finden Sie hier: https://www.zusammengegencorona.de/informieren/sich-und-andere-schuetzen/symptome-erkennen-und-richtig-handeln

 Ich wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Was habe ich zu beachten?

Positiv getestete Personen sind seit dem 17.11. 2022 nicht mehr verpflichtet, sich in häusliche Absonderung (Isolierung) zu begeben. Stattdessen müssen sie folgende Regelungen beachten.

Maskenpflicht

Wenn Sie im Rahmen einer molekularbiologischen Untersuchung (z.B. PCR-Test) oder mit einem Antigenschnelltest positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder das Testergebnis Ihres Schnelltests positiv ist, sind Sie verpflichtet, außerhalb der eigenen Wohnung in geschlossenen Räumen,, eine medizinische Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz) oder Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) zu tragen.

Die Maskenpflicht endet bei Ihnen als infizierte Person unmittelbar nach fünf Tagen (gezählt wird ab dem Tag der Abnahme des ersten positiven (Selbst)Tests). Einer gesonderten Verfügung des zuständigen Gesundheitsamtes oder eines abschließenden negativen Tests bedarf es hierfür nicht.

Es wird empfohlen, auch nach Ablauf der fünf Tage in geschlossenen Innenräumen eine medizinische Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz) oder eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) zu tragen, bis mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit besteht. 

Außerhalb geschlossener Räume wird empfohlen, einen Abstand von 1,50 Meter zu anderen Personen einzuhalten oder alternativ auf eine Maske zurückzugreifen.

Unabhängig von den Anordnungen im Erlass gilt der Grundsatz: Wer krank ist, bleibt zuhause. Positiv auf Corona getestete Personen sollten sich zudem grundsätzlich eigenverantwortlich trotz Maske nach Möglichkeit nicht in Menschenansammlungen begeben und den Austausch mit anderen Menschen während der Zeit weiter reduzieren.

Empfohlene Kontrolltestung

Falls Sie mit einem Antigenschnelltest positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder Ihr Selbsttestergebnis positiv ist, können Sie Ihr positives Testergebnis durch eine molekularbiologische Untersuchung (z.B. PCR-Test) in einem Testzentrum oder einer Teststation oder bei einer Ärztin oder einem Arzt bestätigen lassen. Dies ist ggf. mit Kosten verbunden, bitte erkundigen Sie sich vor der Testung. Die Kontrolltestung ist nicht verpflichtend, jedoch weiterhin für Genesenennachweise und mögliche Entschädigungsansprüche erforderlich. Fällt der PCR-Test negativ aus, entfallen alle im Erlass vorgesehenen Verpflichtungen.

Ausnahmen von der Maskenpflicht

Folgende Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sind von der oben genannten Verpflichtung zum Tragen einer Maske ausgenommen:

  • Kinder unter sechs Jahre
  • Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können und dies unter Vorlage eines ärztlichen oder psychotherapeutischen Attestes glaubhaft machen können,
  • für gehörlose und schwerhörige Menschen und Personen, die mit ihnen kommunizieren, sowie ihren Begleitpersonen.
Betretungsverbote

Im Falle eines positiven Testergebnisses gilt für Sie als Besuchende/r ein Betretungsverbot in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen (§ 23 Abs. 3 Nr. 1-11 IfSG: u.a. Krankenhäuser, Arztpraxen, Tageskliniken und Pflegeeinrichtungen nach § 35 Abs. 1 Nr. 1 - 3 IfSG mit Ausnahme der heilpädagogischen Tagesstätten). Auch für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, gilt ein Betretungsverbot.

Personen mit positivem Testergebnis, die keine Maske tragen können, dürfen zudem keine Schulen betreten.

Das Betretungsverbot gilt für Sie als infizierte Person für fünf Tage (gezählt wird ab dem Tag der Abnahme des ersten positiven (Selbst)Tests). Ausgenommen von den Betretungsverboten sind besondere Härtefälle. Ein besonderer Härtefall liegt insbesondere vor bei der Anwesenheit von Vätern bei der Geburt des eigenen Kindes, Fällen der Sterbebegleitung sowie der Behandlung des eigenen minderjährigen Kindes. Weitere Konkretisierungen in den Hygieneplänen der jeweiligen Einrichtungen sind möglich.

Personen, die selbst erkrankt sind und nicht als Besucher gelten, die z.B. einen Arzt zur Behandlung aufsuchen, fallen nicht unter das Betretungsverbot.

Tätigkeitsverbote in Einrichtungen der Pflege

Beschäftigte in Einrichtungen der Pflege gemäß § 35 Abs. 1 Nr. 1-3 IfSG, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden und bei ihrer Tätigkeit mit vulnerablen Personen in Kontakt geraten, unterliegen grundsätzlich einem Tätigkeitsverbot. Dies gilt nicht für Tätige in der Eingliederungshilfe oder in heilpädagogischen Tagesstätten. Das Tätigkeitsverbot gilt für fünf Tage (gezählt wird ab dem Tag der Abnahme des ersten positiven (Selbst) Tests).

Sofern aufgrund einer konkreten Überlastungssituation die Mitarbeit eines Beschäftigten von der betroffenen Einrichtung als zwingend erforderlich angesehen wird, kann dies im Einzelfall mit Zustimmung des zuständigen Gesundheitsamtes ermöglicht werden.

Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass grundsätzlich und unabhängig von dem Erlass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Rahmen der allgemeinen Arbeitsschutzmaßnahmen die Möglichkeit haben, eigene Anordnungen im Umgang mit Infektionskrankheiten zu treffen im Rahmen ihrer Gefährdungsbeurteilung. Für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen wie Kliniken kann beispielsweise durch den/die Arbeitgeber/in eine Tätigkeit für positiv getestete Mitarbeitende ohne Symptome im Rahmen des Hygienekonzeptes und bei Anwendung von Schutzvorkehrungen wie das Tragen einer FFP2-Maske oder ähnliche Maßnahmen gewährt werden. Umgekehrt können grundsätzlich auch im Zuge des Arbeitsschutzes beispielsweise Homeoffice-Regelungen in Abstimmung mit den Beschäftigten vereinbart werden.

Gelten die Regelungen des Erlasses zu Maßnahmen im Falle eines positiven Coronatests nur in Schleswig-Holstein?

Ja, die hier aufgeführten Regelungen des Erlasses gelten nur in Schleswig-Holstein. Bei Einreisen in andere Länder oder Bundesländer sind die dort geltenden Regelungen zu beachten und einzuhalten. Auf das Coronavirus positiv getestete Personen unterliegen dort also eventuell anderen Regelungen und Maßnahmen.

Das Testergebnis meines Selbsttests ist negativ. Was bedeutet das?

Grundsätzlich gilt, dass das Ergebnis eines Selbsttests immer nur eine Momentaufnahme darstellt. Diese Tests bieten also keine absolute Sicherheit, dass Sie nicht mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Hygieneregeln sowie die Vorgaben zum Tragen von Masken sollten Sie bei einem negativen Testergebnis also unbedingt weiter beachten und einhalten.

Muss ich mich als Covid-19 Infizierte:r beim Gesundheitsamt melden?

Nein, eine Meldeverpflichtung der Betroffenen besteht nicht. Das Gesundheitsamt erhält Meldungen zu infizierten Personen über die etablierten Meldewege nach Infektionsschutzgesetz durch Ärzte, Labore und Einrichtungsleitungen.

Muss ich mich bei einer Ärztin oder einem Arzt melden, wenn ich Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatte?

Nein. Ärztinnen und Ärzte sind Ansprechpersonen, wenn Krankheitssymptome auftreten und dazu Fragen oder Hilfebedarf besteht. Sie sollten in der Regel nicht von gesunden Personen kontaktiert werden, damit sie Zeit haben, sich um Kranke kümmern zu können.

Wer entscheidet bei Krankheitssymptomen, wer getestet wird?

Ob eine Testung veranlasst wird, ist eine ärztliche Entscheidung.

Für Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie Alten- und Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten und Einrichtungen der Eingliederungshilfe gelten im Hinblick auf Testverpflichtungen darüber hinaus die Regelungen des Infektionsschutzgesetzes.

Informationen zu Teststationen und Tests

Wer kann sich in einer Teststation weiterhin kostenfrei testen lassen?

Bestimmte Personen können sich in Teststationen weiterhin kostenlos testen lassen. Voraussetzung ist grundsätzlich, dass sie asymptomatisch sind. Asymptomatisch sind sie dann, wenn bei ihnen aktuell kein typisches Symptom oder ein sonstiger Anhaltspunkt für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegt. Typische Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust. Symptomatische Patientinnen und Patienten sollten das Vorgehen mir ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abklären und sich gegebenenfalls dort testen lassen.

Folgende asymptomatische Personen haben –  nach der maßgeblichen Testverordnung des Bundes – Anspruch auf einen kostenlosen Antigenschnelltest in Teststationen:

  • Personen, die in folgenden Einrichtungen behandelt, betreut, gepflegt werden oder untergebracht sind: Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, Entbindungseinrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen nach dem Infektionsschutzgesetz, Obdachlosenunterkünfte, Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern, stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen, voll- oder teilstationäre Einrichtungen der Pflege.
  • Personen, die eine Person besuchen möchten, die in einer der im vorigen Spiegelstrich genannten Einrichtungen oder Unternehmen behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht ist.
  • Pflegepersonen nach dem SGB XI, die nicht erwerbsmäßig einen pflegebedürftigen Menschen in dessen häuslicher Umgebung pflegen.
  • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch Personen beschäftigen, sowie Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch beschäftigt sind und
  • Personen, die sich zum Zeitpunkt der Testung aufgrund einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in Absonderung befinden, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist. In Schleswig Holstein  besteht keine Absonderungspflicht mehr. Die Absonderung muss zweifelsfrei nachgewiesen werden und ist durch die Teststation zu dokumentieren.

Die Kosten für die Testungen der oben genannten Personengruppen trägt der Bund. Die verwendeten Tests sind PoC-Antigentests, die in der vom Gesundheitssicherheitsausschuss der Europäischen Union beschlossenen Gemeinsamen Liste von Corona-Antigen-Schnelltests, die auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts unter www.pei.de/sars-cov-2-ag-tests abrufbar ist, verzeichnet sind.

Bei PCR-Tests handelt es sich hingegen in der Regel  nicht um Tests, die im Rahmen der Bürgertestung nach der Testverordnung des Bundes kostenlos in Teststationen angeboten werden. Beachten Sie also, dass PCR-Tests kostenpflichtig sein können. Es ist zu empfehlen, dass Sie vor Abnahme des PCR-Tests die Kostenfrage klären. PCR-Tests sind nur in ganz bestimmten Fällen kostenlos. Dazu erhalten Sie hier weitere Informationen. Fragen und Antworten zu COVID-19 Tests - Bundesgesundheitsministerium

Eine digitale Landkarte informiert über die Standorte der Teststationen:

https://schleswig-holstein.de/coronavirus-teststationen

Der digitalen Landkarte können Sie auch die Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Informationen zur Barrierefreiheit und zum jeweiligen Anmeldeverfahren entnehmen.

Welche Nachweise muss ich vorlegen, wenn ich eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchte?

Hierzu informiert das Bundesgesundheitsministerium unter: Fragen und Antworten zu COVID-19 Tests - Bundesgesundheitsministerium. Dort die Frage aufrufen: Wie weise ich nach, dass ich Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest habe?

Hier finden Sie eine entsprechende Selbstauskunft.

Wie dokumentieren beauftragte Leistungserbringer und Anbieter von Tests die kostenlosen Tests?

Die beauftragten Leistungserbringer und Anbieter von Tests dokumentieren die Daten der getesteten Personen, Anspruchsgrund, Testdatum und Testergebnis.

Wie kann ich eine Teststation anmelden, sodass sie auf der Internetseite des Landes Schleswig-Holstein aufgeführt wird?

Falls Sie bereits Leistungserbringer gemäß der Coronavirus-Testverordnung sind und Schnelltests im Rahmen der Teststrategie des Landes Schleswig-Holstein an weiteren Standorten anbieten möchten, können Sie Ihr Angebot über das Meldeformular anmelden. Dieses wird dann hier https://schleswig-holstein.de/coronavirus-teststationen angezeigt. Weitere Leistungserbringer werden nach der Testverordnung des Bundes nicht beauftragt.

Hinweis: Über das Meldeformular ist keine Terminbuchung möglich.

Hier geht es zum Meldeformular

Wer trägt die Kosten für einen Test?

Sofern Sie Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigen (diese sind Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust) und ihre Hausärztin oder Hausarzt einen Test macht, werden die Kosten in der Regel von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung oder der Beihilfe getragen. In diesen Fällen ist der Test Gegenstand der medizinischen Behandlung. Sofern Sie sich freiwillig in einer Teststation testen lassen möchten, sind die Kosten in der Regel selbst zu tragen, es sei denn, Sie erfüllen die begrenzten Voraussetzungen für einen kostenlosen Test (siehe oben), dann werden die Kosten bzw. der Hauptteil der Kosten vom Bund getragen.

Weitere Informationen zur Abrechnung von Tests finden Sie hier: Fragen und Antworten zu COVID-19 Tests - Bundesgesundheitsministerium.

Wie kann ich erkennen, ob ein Antigentest zur Eigenanwendung zugelassen ist?

Antigentests zur Eigenanwendung, die auf dem Markt erhältlich sind, erkennen Sie unter anderem anhand einer CE-Kennzeichnung. Diese besteht aus dem CE-Kennzeichen und einer vierstelligen Kennnummer der benannten Stelle (z.B. CE 1234).

Sie können jedoch auch Antigen-Schnelltests erwerben, die nicht über eine CE-Kennzeichnung verfügen, aber trotzdem befristet vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassen worden sind. Hintergrund ist, dass das BfArM nach dem Medizinproduktegesetz (MPG) die Möglichkeit hat, das Inverkehrbringen von Medizinprodukten, die kein reguläres Konformitätsbewertungsverfahren zur CE-Kennzeichnung durchlaufen haben, ausnahmsweise in Deutschland befristet zu erlauben, wenn dies im Interesse des Gesundheitsschutzes ist. Zwar nimmt das BfArm solche Sonderzulassungen seit dem 15. Juli 2021 nicht mehr vor, da sich die Versorgungslage mit Antigentests wesentlich gebessert hat. Dennoch können Tests, die auf diese Weise auf den Markt gebracht worden sind, weiter über die normalen Wege (z.B. Apotheken, Drogerien, Online-Handel) erworben werden. Auf der Verpackung und der Gebrauchsanweisung eines Antigen-Tests mit Sonderzulassung  muss aufgeführt sein, dass dieser befristet in Deutschland erstmalig in Verkehr gebracht worden ist. Zudem muss das Aktenzeichen des Sonderzulassungsbescheids des BfArM zu erkennen sein.

Auf der Internetseite des BfArM gibt es ist eine Liste von Antigentests zur Eigenanwendung, die sich laut Herstellerangaben gemäß den Vorgaben des MPG rechtmäßig in der EU und Deutschland in Verkehr befinden und alle vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut (RKI) festgelegten Mindestkriterien für Antigen-Tests erfüllen. Siehe hier:

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Antigen-Tests auf SARS-CoV-2

Die Antigen-Schnelltests sind gemäß ihrer Gebrauchsanweisung zu benutzen.

Das Ergebnis meines Selbsttests ist positiv oder ich wurde z.B. in einer Teststation positiv auf das Coronavirus getestet. Was habe ich zu tun?

Weitere Informationen dazu finden sie hier.

Corona-Tests an Schulen

Alle Informationen dazu im Hygieneleitfaden für die Schulen.

Wie kann das Virus übertragen werden?

Welche Rolle spielen Aerosole bei der Übertragung von SARS-CoV-2?

Eine Übertragung von SARS-CoV-2 findet bei direktem Kontakt zum Beispiel über Sprechen, Husten oder Niesen statt (siehe Steckbrief des Robert-Koch-Instituts zu Übertragungswegen https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1).

Aerosole sind sehr kleine Partikel (kleiner als fünf Mikrometer), die längere Zeit in der Luft schweben können. Aerosoltröpfchen können bei geringer Luftfeuchtigkeit austrocknen, sodass Bakterien und Viren inaktiviert werden. Niedrige Temperatur und hohe Luftfeuchtigkeit verhindern jedoch die Austrocknung von Aerosoltröpfchen und begünstigen vorhandene Bakterien oder Viren. Bei längerem Kontakt zu Aerosolen von SARS-CoV-2-Infizierten in Räumen mit unzureichender Belüftung können Aerosole daher eine Rolle bei der Infektionsübertragung spielen. Die Frischluftzufuhr und der Luftaustausch gehören daher zu den etablierten Hygienemaßnahmen.

Wo ist das Risiko einer Aerosolbildung besonders groß?

Es besteht dann ein erhöhtes Risiko einer Aerosolbildung, wenn viele Personen in nicht ausreichend belüfteten Innenräumen zusammenkommen und verstärkt Aerosole freigesetzt werden. Das passiert insbesondere beim Sprechen mit steigender Lautstärke, aber auch beim Singen oder bei sportlicher Aktivität. Dadurch können Erreger potenziell übertragen werden.

Welche Vorkehrungen sind wirkungsvoll, um etwas gegen die Bildung von Aerosolen zu tun?

Generell können Aerosole durch folgende Vorkehrungen verringert werden:

  • regelmäßiges Lüften, bei Fensterlüftung als Querlüftung
  • erhöhte Frischluftzufuhr bei raumlufttechnischen Anlagen, ggf. Einsatz von wirksamen Filtern.

Umfangreiche Informationen und Hinweise zur Lüftung sowie zu zentralen Lüftungs- und Klimaanlagen und Anforderungen an die Lufthygiene in Innenräumen enthalten die Stellungnahmen der Fachbehörden des Bundes:

(https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/dokumente/irk_stellungnahme_lueften_sars-cov-2_0.pdf)

Durch das Einhalten eines Abstands von mehr als 1,5 Metern kann zudem die Exposition gegenüber Tröpfchen und im gewissen Umfang auch Aerosolen verringert werden.

Können Coronaviren über das Berühren von Türklinken übertragen werden?

Grundsätzlich können Coronaviren durch direktes Niesen oder Husten einer infizierten Person auf Türklinken gelangen und eine Zeit lang überleben. Eine Schmierinfektion einer weiteren Person kann nicht ausgeschlossen werden, wenn das Virus kurz danach über die Hände auf die Schleimhäute des Mund- und Rachenraumes oder die Augen übertragen wird. Deshalb ist eine gute Händehygiene mit regelmäßigem Händewaschen und Fernhalten der Hände aus dem Gesicht wichtig. Jedoch sind dem Bundesinstitut für Risikobewertung (10. September 2020) nach neuesten Studien bisher keine Infektionen über diesen Übertragungsweg bekannt. 

Ist eine Ansteckung mit dem Corona-Virus über das Trinkwasser möglich?

Nein, das ist nicht der Fall.
Trinkwasser, das unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt wird, ist sehr gut gegen alle Viren, einschließlich der neuartigen Corona-Viren, geschützt. Bei ähnlichen Viren ist bereits hinreichend untersucht worden, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Eine Übertragung des Corona-Virus erfolgt vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen.

Umweltbundesamt: Stellungnahme zum Thema Trinkwasser und Coronavirus (12. März 2020)

Was ist die Husten- bzw. Nies-Etikette?

Die sogenannte Husten- und Nies-Etikette sollte jederzeit von allen, insbesondere von kranken und krankheitsverdächtigen Personen, praktiziert werden. Sie umfasst das Abdecken von Mund und Nase während des Hustens oder Niesens, z.B. mit der Ellenbeuge, einem Einmaltaschentuch oder ggf. mit einer Mund-Nasen-Maske, gefolgt von Händewaschen (!). Materialien, die zum Abdecken von Mund oder Nase verwendet wurden, sind nach Gebrauch zu entsorgen oder zu desinfizieren.

Weitere Informationen:

Bundesinstitut für Risikobewertung: Übertragung durch Lebensmittel und Gegenstände

Uni Greifswald: Coronavirus auf Flächen

Welche mutierten Sars-CoV-2-Infektionen sind in Schleswig-Holstein aufgetreten?

Die Omikron-Variante hat sich in Schleswig-Holstein ausgebreitet und ist die dominierende Variante. Die Omikron-Variante hat damit die delta-Variante verdrängt, die zuvor dominant war. Bei den bekannten mutierten Virusvarianten, insbesondere bei der delta-Variante und der Omikron-Variante, wird eine erhöhte Ansteckungsgefahr festgestellt.

Muss im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 mit weiteren Mutationen gerechnet werden?

Ja, das ist anzunehmen. Viren verändern sich häufig genetisch. Das gilt vor allem für RNA-Viren, zu denen Coronaviren und auch Influenzaviren gehören.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

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