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Mehr Fachkräfte für die Pflege

Ein Diakonie-Projekt schafft im Bereich Pflege Perspektiven für Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund. Das Land steuert rund 900.000 Euro bei.

Letzte Aktualisierung: 24.06.2026

Fünf Personen, zwei halten einen Förderbescheid, vor einer SH-Stellwand
Staatssekretärin Susanne Henckel überreichte dem kaufmännischen Diakonie-Vorstand Kay-Gunnar Rohwer den Förderbescheid, mit dabei die Diakonie-Kooperationspartner Konstantin Pridat, Doreen Boniakowsky und Christiane Guse (v.l.).

Um die drastischen Engpässe in der Pflege zu lindern und zugleich Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund eine Perspektive für den Arbeitsmarkt zu geben, fördert das Land das Projekt „DiaLOG“ der Diakonie Schleswig-Holstein. Dafür überreichte Arbeits-Staatssekretärin Susanne Henckel jetzt einen Förderbescheid über 906.000 Euro an den kaufmännischen Diakonie-Vorstand Kay-Gunnar Rohwer.

Sozialversichert in der Pflege arbeiten

Unser gemeinsames Ziel ist es, Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund in sozialversicherungspflichtige Tätigkeiten in der Pflege zu vermitteln“, sagte Henckel mit Blick auf den hohen Bedarf an Ar­beits- und Fachkräften sowie Auszubildenden in der Branche. „Viele Pflegeunter­nehmen beschäftigen bereits jetzt schon viele ausländische Pflegekräfte oder bilden aus. Aber wir gehen davon aus, dass bis 2030 9.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden.

Niedrigschwelliger Einstieg

Laut Diakonie-Vorstand Rohwer zeichne sich das Projekt durch eine niedrigschwellige Heranführung an einen Pflegeberuf aus. „In Assessmentverfahren wird die Eignung der Interessierten sowie deren Motivation und Vorstellung von professioneller Pflege festgestellt. In den Kursen erhalten sie Informationen zum Pflegeberuf, zu Praktikumsmöglichkeiten, Schulungen sowie Unterstützung durch eine sozialpädagogische Projektbegleitung“, erläuterte er. 

Gemeinschaftsprojekt der Diakonien

DiaLOG ist ein Gemeinschaftsprojekt des Diakonischen Werks Schleswig-Holstein, der Gemeindediakonie Lübeck und der Diakonie Nord Nord Ost in den Kreisen Ostholstein, Herzogtum Lauenburg und der Stadt Lübeck. Die Kurse für bis zu 60 Personen pro Jahr finden voraussichtlich ab dem 1. August in der Gemeindediakonie Lübeck statt. Interessierte können sich ab sofort unter melden. Das Projekt läuft zunächst für zwei Jahre. 

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