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Job-Turbo und Rekord-Beschäftigung


Minister Madsen ist zufrieden mit der Arbeitsmarkt-Halbzeitbilanz: die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist so hoch wie nie und immer mehr Geflüchtete finden Arbeit.

Letzte Aktualisierung: 28.06.2024

Fünf Personen sind im Gespräch. Drei davon haben Migrationshintergrund.
Minister Madsen und BA-Nord-Chef Biercher (rechts) sprachen mit Geflüchteten, die beim Baumaschinenhersteller Bagela angestellt sind.

Die Halbzeitbilanz auf dem Arbeitsmarkt fällt für Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen positiv aus. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist erneut gestiegen und liegt jetzt bei 1.057.600 Menschen. "Das ist eine der höchsten Zahlen, die das Land je vorzuweisen hatte. Das zeigt einmal mehr, wie robust unsere mittelständische Wirtschaft auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten aufgestellt ist", betonte Madsen. Nach den heute vorgelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist zudem die Zahl der Arbeitslosen im Juni gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent auf 88.989 zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg sie um 4,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,5 Prozent.

Job-Turbo: mehr Geflüchtete in Arbeit

Im Oktober 2023 hat der Bund den "Job-Turbo" ins Leben gerufen, eine Initiative, um Geflüchtete noch schneller in Arbeit zu bringen. Mittlerweile zeigen sich auch in Schleswig-Holstein erste Erfolge. Der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten beruhe rein rechnerisch auf den Anstieg eingestellter Menschen mit Migrationshintergrund, sagte Markus Biercher, Chef der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, bei einem Betriebsbesuch mit dem Minister. Vor allem ukrainische Geflüchtete konnten schon in viele Jobs vermittelt werden. Während im Februar 2022 noch 1.100 Ukrainerinnen und Ukrainer sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, sind es zwei Jahre später schon 5.400.

Chance für Unternehmen

"Ich hoffe, dass sich viele Betriebe in Schleswig-Holstein diesem Weg der Arbeits- und Fachkräftegewinnung anschließen, um Menschen mit Migrationshintergrund über Arbeit und Beschäftigung in die Mitte unserer Gesellschaft zu holen", betonte auch Madsen. Das Land flankiere dieses Ziel durch Förderung eines Netzwerkes zur arbeitsmarktlichen Beratung und Vermittlung, das Geflüchtete auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit begleitet sowie durch niedrigschwellige Sprachtrainings, die das Sprachkursangebot des Bundes ergänzen.

Erfahrung von Älteren nutzen

Doch nicht nur arbeitslose Geflüchtete bieten eine Chance für die Unternehmen. Mit Blick auf den Fachkräftemangel als größtem Wachstumshemmnis der Wirtschaft sagte der Minister: "Wir müssen auch ältere Arbeitslose und Langzeitarbeitslose weiterhin im Blick behalten." Bei den älteren Arbeitslosen sehe er vielfach qualifizierte Arbeits- und Fachkräfte, die Unternehmen relativ schnell einsetzen könnten. Wenn langjährig erworbenes Wissen auf frische Ideen stoße, führe das zu neuen, innovativen Lösungen. "Nutzen Sie also die Erfahrung der älteren Arbeits- und Fachkräfte", appellierte Madsen an die Betriebe.

Projekte für Langzeitarbeitslose wirken

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt mit gegenwärtig 30.270 noch immer über dem Niveau vor der Corona-Pandemie mit rund 25.000 Personen. "Mit unserem Landesprogramm Arbeit bieten wir gezielte Projekte zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit, in denen Menschen stabilisiert, individuell begleitet, qualifiziert und im Bewerbungsprozess aktiv unterstützt werden. Die Projekte zeigen überdurchschnittlich gute Ergebnisse, daher werden wir den hier eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen", kündigte Madsen an.

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