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Küstenschutz auf Sylt


1,2 Millionen Kubikmeter Sand für Sylt

Letzte Aktualisierung: 19.03.2024

Seit mehr als 50 Jahren wird an der Westküste Sylts jährlich rund eine Million Kubikmeter Sand aufgespült. Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt reiste auf die Nordseeinsel, um gemeinsam mit den Inselgemeinden, dem Landschaftszweckverband Sylt und den Mitarbeitenden des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) die Strände zu begutachten und die Menge des in diesem Jahr benötigten Sands festzulegen.

Erste Station der Strandbereisung auf Sylt.
Die Inselgemeinden, der Landschaftszweckverband und die Mitarbeitenden des Küstenschutzministeriums sowie des LKN begutachten die Strände auf Sylt.

Küstenschutz unter den Vorzeichen des Klimawandels

 In diesem Jahr wird mehr Sand benötigt als in vergangenen Jahren. Grund dafür ist auch der Klimawandel. Bereits heute ist der Meeresspiegel rund 20 Zentimeter höher als vor rund einem Jahrhundert. Stürme werden häufiger und heftiger und damit auch die Sturmfluten und die Belastungen für die Küstenschutzanlagen.

"Auf Sylt sehen wir wie die Klimakrise schon jetzt den Küstenschutz vor Herausforderungen stellt. Hier treffen die Wellen mit besonders großer Energie auf die Küste. Aufgrund ihrer exponierten Lage sichert die Insel daher auch das dahinterliegende Festland vor Sturmflutschäden“, erklärte Goldschmidt. "Die Sturmflutsaison ist zwar noch nicht ganz vorbei. Wir können aber dennoch die Strände, wo am dringendsten aufgespült werden muss, heute schon festlegen.“

"Küstenschutz steht vor dem Hintergrund der Klimakrise vor großen Herausforderungen."

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Tobias Goldschmidt

 1,2 Mio. Kubikmeter Sand

"Wir werden auf einer Länge von rund 8,5 Kilometern Sandaufspülungen vornehmen“, kündigte Birgit Matelski, Direktorin des LKN.SH, an. "Insgesamt werden wir in voraussichtlich sieben Bereichen rund 1,2 Millionen Kubikmeter Sand einbringen. Hinzu kommt die Verstärkung eines Vorstrandabschnittes vor Westerland mit 200.000 Kubikmetern.“

 Der Sand für die Aufspülung wird rund acht Kilometer vor Westerland aus bis zu 30 Metern Tiefe von Spezialschiffen, sogenannten Saugbaggern, entnommen. Sie fahren das Sand-Wasser-Gemisch in die Nähe der Küste und spülen das Material durch eine Rohrleitung an den Strand, auf dem es profilgerecht mit Raupen verteilt wird.

Tobias Goldschmidt und Birgit Matelski bei der Strandbereistung auf Sylt.
Küstenschutzminister Tobias Goldschmidt und Birgit Matelski (Direktorin des LKN) bei der Strandbereistung auf Sylt.

8,6 Mio. Euro von Land, Bund und EU

 Für die Maßnahmen stehen rund 8,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kosten werden vom Bund und Schleswig-Holstein aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) aufgebracht. Darüber hinaus beteiligt sich die Europäische Union mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung der ländlichen Räume (ELER).

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