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Ministerium für Energie­wende, Klimaschutz, Umwelt und Natur : Thema: Ministerien & Behörden

Tobias Goldschmidt

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur

Ostsee in Gefahr

Umweltminister Goldschmidt und Meeresbeauftragter Unger machen sich vor Ort ein Bild

Letzte Aktualisierung: 02.12.2022

Ein grauer und kalter Wintertag an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste. Umweltminister Tobias Goldschmidt steht an Bord des Landesschiffes Haithabu, das in der Kieler Förde angelegt hat. Er hat ein Ziel: Gemeinsam mit dem Meeresbeauftragen der Bundesregierung Sebastian Unger möchte er sich vor Ort einen Überblick über den Zustand der Ostsee verschaffen.

Zwei Männer auf einem Schiff.
Umweltminister Tobias Goldschmidt und der Meeresbeauftragte der Bundesregierung Sebastian Unger an Bord der Haithabu.

Einzigartiger Lebensraum

Die Ostsee prägt das Leben in Schleswig-Holstein: Sie ist Wirtschaftsraum, Nahrungsquelle und Naherholungsort.

Gleichzeitig ist das Binnenmeer voller Vielfalt: Beim Auslaufen des Schiffes ziehen Schweinswale vorüber. Später lassen die Wissenschaftler an Bord eine Kamera zum Meeresgrund: Riffe, Seesterne und Muscheln sind auf einem Bildschirm an Deck des Schiffes zu beobachten. Im flachen Wasser säumen Seegraswiesen den Untergrund. Sie sind wertvoller Lebensraum für Muscheln, Krebse und Jungfische. Zudem speichern Seegraswiesen Kohlenstoff und bremsen Wellen. Sie sind damit wertvolle Klima- und Küstenschützer!

Der Meeresbeauftragte der Bundesregierung Sebastian Unger erläutert: "Meere können Verbündete im Kampf gegen die Klimakrise sein. Denn Seegraswiesen, Algenwälder, Salzwiesen und andere natürliche Lebensräume sind nicht nur wichtig für bedrohte Arten, sie speichern auch Kohlenstoff und entziehen ihn der Atmosphäre."

"Die Ostsee ist ein faszinierender Lebensraum mit einer einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt. Aber der Ostsee geht es schlecht. Neben der Schönheit dieses Lebensraumes wurde uns auch diese traurige Wahrheit heute nochmal eindrucksvoll vor Augen geführt."

Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Tobias Goldschmidt

Schadstoffbelastung und Müll im Meer

Doch auf der heutigen Informationsreise wird schnell klar, die Ostsee ist bedroht. Seegraswiesen verschwinden zunehmend, je tiefer die Unterwasserkamera abtaucht.

Aus den langfristigen Beobachtungen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiß man, die Umwelt der Ostsee ist in keinem guten Zustand. Schifffahrt, Plastikmüll, Unterwasserlärm. Zudem verlangen der Tourismus und die Düngerreste aus der Landwirtschaft dem Ökosystem einiges ab. Und die dramatischste Bedrohung der Ostsee steht noch bevor: Die Auswirkungen der Klimakrise.

"Die Ostsee ist vom Anstieg der Nährstoffe in den Meeren betroffen, die Schadstoffbelastung ist zu hoch und Müll ist an unseren Küsten allgegenwärtig. Die Gründe dafür liegen vor allem in der intensiven Nutzung der Meere und Küsten durch uns Menschen. Diese führen zu Gewässerverschmutzungen, zur Zerstörung von Lebensräumen und zu Störungen von Tieren wie Seevögeln und Meeressäugetieren. Aber auch die menschliche Gesundheit ist in Gefahr, etwa durch die Munitionsaltlasten. Wir brauchen einen gesamtgesellschaftlichen Kraftakt, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen - wie die Ostsee - wieder in Ordnung zu bringen", sagte Goldschmidt am Rande der Ausfahrt.

Taue und Menschen auf einem Schiff.
An Board der Haithabu stand das Meeres-Monitoring des Landes im Mittelpunkt.

Besserer Schutz für die Ostsee

Die Landesregierung hat das Ziel die wertvollen Lebensräume der Ostsee zukünftig besser zu schützen. Ausgehend von den bereits bestehenden Schutzgebietender effektiven Schutz für Arten- und Lebensräume gestärkt werden.

Meeresbeauftragter Sebastian Unger erläutert die Meeresschutzmaßnahmen des Bundes: "Um die unersetzbaren Funktionen gesunder Meere dauerhaft zu erhalten, stellt die Bundesregierung im Rahmen einer Meeresoffensive den Schutz der Meere in den Mittelpunkt und wird eine verbindliche Meeresstrategie entwickeln. Mit insgesamt vier Milliarden Euro werden im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz der Erhalt und die Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme gefördert, darunter auch wichtige Lebensräume der Ostsee.“

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