FRIEDRICHSKOOG. Nach rund zweijähriger Bauzeit ist die Deichverstärkung in Friedrichskoog-Spitze pünktlich und erfolgreich fertiggestellt. Bei einer großen Eröffnungsfeier am Samstag, den 4. Juli würdigt Umweltminister Tobias Goldschmidt den neuen Klimadeich, der einen bedeutenden Beitrag zum Schutz von Menschen, Infrastruktur und Natur an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste leistet.
Zugleich wurde der Deich touristisch aufgewertet: Dazu gehören beispielsweise ein verbreiterter Deichkronenweg, Rampen, Spielecontainer und Stege ins Watt.
„Friedrichskoog Spitze zeigt, wie eine Gemeinde sich zukunftsfähig aufstellt: Mit dem Klimadeich sind nicht nur 1500 Menschen, Sachwerte von mehr als 320 Millionen Euro und Tausende Hektar Land langfristig vor dem steigenden Meeresspiegel geschützt. Sondern auch das touristische Angebot ist deutlich attraktiver geworden: Hier kann man die faszinierende Natur des Wattenmeers hautnah erleben und richtig entspannt Urlaub am Meer machen
“, sagt Umweltminister Tobias Goldschmidt.
Die Bauphase erforderte eine enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Planung, Bauwirtschaft und Küstenschutz. Dank des gemeinsamen Engagements konnte das Projekt planmäßig realisiert und nach zwei Jahren Bauzeit erfolgreich abgeschlossen werden. Die gut 30 Millionen teure Maßnahme wurden aus EU- und Landesmitteln finanziert.
„Insgesamt haben wir bis Ende 2025 etwa 45 Kilometer Landesschutzdeiche mit Klimazuschlag fertiggestellt, um Land und Leute vor dem künftigen Meeresspiegelanstieg zu schützen. Das ist ein großer Erfolg, um bei uns in Schleswig-Holstein auch langfristig gut und sicher leben zu können. Zur Wahrheit gehört aber auch: Bei insgesamt 433 Kilometern Landesschutzdeichen liegt noch ein langer Weg vor uns. Allein in Schleswig-Holstein sind etwa ein Drittel der Menschen auf die Deiche angewiesen. Umso wichtiger, dass die Finanzierung dieser Mehrgenerationenaufgabe durch Land, Bund und EU auf stabile Füße gestellt wird
“, sagt Goldschmidt. „Küstenschutz ist Klimaanpassung. Der Meeresspiegel wird künftig noch schneller ansteigen. Der beste – und günstigste – Schutz dagegen ist und bleibt entschiedener Klimaschutz
.“
Weitere Informationen:
Die Kosten für die Umsetzung der Küstenschutzmaßnahme lagen bei insgesamt rund 31,7 Millionen Euro. Davon entfielen 10,7 Millionen Euro auf den Bau des Klimadeiches und 20 Millionen Euro auf die Stärkung der touristischen Infrastruktur.
Finanziert wurde die Küstenschutzmaßnahme aus Mitteln der EU im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes sowie reinen Landesmitteln aus dem Infrastruktur-Modernisierungsprogramm für unser Land Schleswig-Holstein (IMPULS).
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