Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH): Thema: Ministerien & Behörden
Büsum: LKN.SH macht bei großer Kombi-Übung mit
Letzte Aktualisierung: 25.06.2026
Büsum. Ein Ölunfall auf der Nordsee? Um sich darauf vorzubereiten, übt das Havariekommando regelmäßig mit den Einheiten der fünf Küstenländer. Am Mittwoch, den 24. Juni 2026 waren Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen Partner der Kombi-Übung „Nordfriesische Küste“ vor und an der Büsumer Küste.
Ölwehrübung 2026 des Havariekommandos auf der Nordsee vor Büsum
Zum Übungsszenario gehörte, dass rund 30 Kilometer vor Büsum Schweröl in die Nordsee gelangt war. Das Havariekommando schickte das Mehrzweckschiff NEUWERK ins Einsatzgebiet, Bremen die KNECHTSAND (Öl- und Schadstoffbekämpfung) und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sein Ölauffangschiff LEYSAND. Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) beteiligte sich mit seinem Schubverband aus ODIN und der Ölabwehreinheit LÜTTMOOR daran, Sperren auszulegen und das Aufnehmen von Gefahrstoffen zu üben. Um auf das Ausmaß und die jeweilige Fließrichtung des fiktiven Ölteppichs im Verbund reagieren zu können, lieferte das Sensorflugzeug Do 228 des Havariekommandos aktuelle Daten.
Zeitgleich führten das Mehrzweckschiff LEYHÖRN (NLWKN) und die NORDERHEVER (Spezialschiff des LKN.SH) an der Wattkante in der Süderpiep in enger Abstimmung mit dem Küstenschutz und der Nationalparkverwaltung eine Übung durch. In einem Abstand von 50 Metern landeten beide Schiffe an der Uferkante. Anschließend fuhr ein Hägglunds, ein schwimmfähiges Spezialfahrzeug, von der NORDERHEVER durch das Watt zur LEYHÖRN und wieder zurück. Die neunstündige Übung, an der rund 50 Personen teilnahmen, wurde von der Drohnenstaffel des Technischen Hilfswerk unterstützt.
„Eine Übung ist eine echte Belastungsprobe“, sagte Asmus Plötz, Fachbereichsleiter für Schadstoffunfallbekämpfung und Gefahrenabwehr im LKN.SH. „Wir können so ausprobieren, was möglich ist. Es ist wichtig, den Ernstfall regelmäßig zu üben, um gut darauf vorbereitet zu sein.“
Merlin Gutsche vom Fachbereich „Schadstoffunfallbekämpfung Küste“ des Havariekommandos: „Es ist für uns von großer Bedeutung, dass wir an den Küsten Niedersachsens und Schleswig-Holsteins sowie auf den Inseln sicher anlanden können. Genau das haben wir mit den Schiffen des NLWKN und des LKN.SH in dieser Übung erfolgreich erprobt und damit gezeigt, dass die Zusammenarbeit in der Praxis gut funktioniert.“
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