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Landesamt für
Denkmalpflege
: Thema: Ministerien & Behörden

Denkmalplakette für den Wasserturm in Kiel-Wik

Familie Saitner erhält Plakette und Urkunde

Letzte Aktualisierung: 24.06.2026

Das Landesamt für Denkmalpflege würdigte die denkmalgerechte Sanierung und die gelungene Umnutzung des Wasserturms in Kiel-Wik. Familie Saitner wurde am Montag, 22. Juni, die Denkmalplakette und eine Urkunde des Landesamtes für Denkmalpflege Schleswig-Holstein als Anerkennung für ihr Engagement überreicht. Der 1904 erbaute Wasserturm wurde in den Jahren 2020–2022 umfassend saniert und unter Erhalt und Ausbau des alten Wassertanks für Wohnzwecke nutzbar gemacht.


Das Paar entdeckte den Wasserturm vor zehn Jahren online, als sie auf der Suche nach einem neuen Zuhause waren. „Wir haben uns sehr schnell in das Objekt verliebt“, betonte Julia Saitner. Auch den Vorbesitzern war es ein Anliegen, den Turm in vertrauensvolle Hände zu übergeben. Auf den Kauf folgten umfangreiche Eigenleistungen des Paares und schließlich die Umbauplanung in Zusammenarbeit mit einem Architektenteam. Heute bewohnt Familie Saitner den denkmalgeschützten Wasserturm.


„Wir wissen, dass das Engagement von Eigentümerinnen und Eigentümern essentiell für den Erhalt besonderer Objekte ist“, sagte Dr. Philip Seifert vom Landesamt für Denkmalpflege. „Es ist schön zu sehen, wie eine Familie ein so besonderes Objekt belebt.“ So werde die Wertschätzung von Denkmalen auch an die nachfolgenden Generationen weitergegeben.
Das Projekt „Wasserturm Kiel“ wurde von WegenerArchitekten aus Neustadt geplant und vom Kieler Architekturbüro BSP Architekten umgesetzt. Für die neu erschlossenen Bereiche wurde ein denkmalgerechtes Nutzungs- und Umbaukonzept entwickelt, das sich behutsam in den historischen Bestand einfügt und die vorhandenen Bau- und Anlagenteile bewahrt. Der Erhalt des genieteten Stahl-Wasserbehälters war dabei ein zentrales Element. Die Einbindung in das Raumkonzept gelang mittels einer Spindeltreppe, die fünf Aufenthaltsebenen aus unterschiedlich großen Kreissegmenten erschließt.

Über präzise eingeschnittene Öffnungen im innenliegenden Wassertank, die den historisch vorhandenen Öffnungen der Außenmauern entsprechen, konnten Rettungswege, Belichtung und Belüftung sichergestellt werden. „Es ist wichtig, dass das Objekt in seinem Bestand geschützt wird und gleichzeitig Möglichkeiten für die Nutzung gefunden werden“, so Seifert. Fachkundige Architektinnen und Architekten seien ein wichtiger Bestandteil für denkmalgerechte Umnutzungspläne.

Der Wasserturm demonstriert, wie auch technische Kulturdenkmale in ihrer Substanz und Erscheinung erhalten und gleichzeitig einer neuen Nutzung zugeführt werden können.
Wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung ist der Respekt vor historischer Bausubstanz, die Begleitung durch ein erfahrenes Architektenteam und die frühzeitige Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden.


Der Wasserturm zeigt anschaulich, dass die Bewahrung von Kulturdenkmalen und durchdachte Nutzungsänderungen erfolgreich und denkmalgerecht miteinander verbunden werden können.
„Wir freuen uns als Familie sehr über die Plakette. Sie wird sofort angebracht“, betonte Julia Saitner während sie zum Werkzeug griff. Anschließend montierte sie mit dem Leiter des Landesamtes die kleine Tafel am Wasserturm. Nun ist der Wasserturm auch über seine eigene Strahlkraft hinaus als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung gekennzeichnet.
Die Denkmalplakette kann beim Landesamt für denkmalgeschützte Gebäude angefragt werden. Nähere Informationen sind beim Landesamt erhältlich.

Wasserturm Kiel-Wik - hoher Turm aus Backstein
Wasserturm Kiel-Wik erhält Denkmalplakette.

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