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Schleswig-Holstein
: Thema: Ministerien & Behörden

Madsen und LBV.SH ziehen Bilanz


„Trotz schwierigster Rahmenbedingungen auch 2022 über 90 Millionen Euro in den Erhalt der Landesstraßen investiert“

Letzte Aktualisierung: 17.01.2023

Drei Männer stehen an einem Tisch und halten eine Landkarte hoch.
Frank Quirmbach (LBV.SH), Christoph Köster (LBV.SH) und Claus Ruhe Madsen (Verkehrsminister) zeigen, welche Landesstraße 2022 saniert worden sind.

KIEL. Allen Hemmnissen durch Kriegs- und Pandemiefolgen zum Trotz: Das Land hat auch 2022 über 90 Millionen Euro in den Erhalt des rund 3.600 Kilometer umfassenden Landesstraßennetzes investiert. „Mit genau 93 Millionen Euro Investitionsvolumen – davon allein 7,8 Millionen Euro für Radwege und 16 Millionen Euro für Brückensanierungen – halten wir damit auch in Krisenzeiten das hohe Niveau unseres vor fünf Jahren aufgelegten Landesstraßen-Sanierungsprogramms“, sagte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen heute (17. Januar) in Kiel. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 135 Kilometer Landesstraßen und 62 Kilometer Radwege auf Vordermann gebracht worden. „Damit ist wieder mehr als ein Drittel des Netzes in einem Top-Zustand“, so Madsen. Für das laufende Jahr peile der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) eine ebenso hohe Investitionsquote an. Madsen: „Auch, wenn die Rahmenbedingungen nicht zuletzt aufgrund des Fachkräftemangels zunehmend schwieriger werden.

Wie der Minister zusammen mit LBV.SH-Vizechef Frank Quirmbach und Geschäftsbereichsleiter Christoph Köster erläuterte, konnten bereits seit 2019 insgesamt über 542 Kilometer Landesstraßenfahrbahnen und gut 261 Kilometer Radwege saniert werden. Hinzu kamen punktuelle Erhaltungsmaßnahmen der Straßenmeistereien im ganzen Land mit einem Volumen von knapp elf Millionen Euro.

Madsen und Köster erinnerten daran, dass die Landesregierung bereits 2018 ein mehrjähriges Landesstraßen-Entwicklungskonzept aufgelegt hatte. Damals hatte sich herausgestellt, dass die Schäden in der Grundsubstanz zahlreicher Landesstraßen deutlich weitreichender waren als zunächst angenommen. „Entgegen unseren Erwartungen waren die Schäden an vielen Straßen nicht nur größer, sondern buchstäblich auch tiefgründiger. Das machte die Reparaturen langwieriger und teurer", so Köster. Die Folge: Das damalige Erhaltungsprogramm für die Jahre 2019 bis 2022 konnte bei Weitem nicht im geplanten Umfang umgesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund schreibt die Landesregierung die Landesstraßenstrategie in den kommenden Monaten fort. Sowohl Köster als auch der stellvertretende LBV.SH-Direktor Quirmbach betonten: „Das künftige Sanierungsprogramm muss sich an den Realitäten bei den Fachkräften orientieren. Denn neben den bekannten Materialengpässen und damit verbundenen Kostensteigerungen seit Kriegsbeginn fehlen uns und der gesamten Baubranche beispielweise Ingenieure, Techniker und Planer.“

Als größte Brocken des laufenden Sanierungsprogramms für 2023 nannte Köster unter anderem:

  • den Ersatzneubau der Schleibrücke Lindaunis im Kreis Schleswig-Flensburg
  • die Sanierung der L 57 zwischen Schönwalde und Lensahn mit Neubau eines Radwegs im Kreis Ostholstein
  • die Sanierung der Landesstraße L 21 zwischen Sterup und Schrepperie im Kreis Schleswig-Flensburg

Als neue Vorhaben stehen 2023 auf der To-do-Liste des LBV.SH unter anderem die:

  • Sanierung der L 6 zwischen Galmsbüll und Emmelsbüll (Kreis Nordfriesland)
  • Sanierung der L 125 zwischen Bargstedt und Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
  • Sanierung der L 245 zwischen Achtrup (Kreis Nordfriesland) und Nordmark
  • Sanierung der L 269 zwischen Sillerup (L12) und B 200 (Kreis Schleswig-Flensburg)
  • Sanierung der L 28 zwischen Esperstoft und Gammellund (Kreis Schleswig-Flensburg)

Verkehrsminister Madsen bekräftigte: „Unser Erhaltungsprogramm wird mit Hochdruck fortgesetzt, denn für den eingeschlagenen Weg der nachhaltigen Sanierung gibt es keine Alternative.“ Gerade die jüngsten Krisen hätten gezeigt, wie wichtig für die Daseinsvorsorge intakte Verbindungen vor Ort sind. Mit Blick auf den Klimawandel und die angestrebte Mobilitätswende sagte Madsen: „Auch E-Autos und ÖPNV-Busse sind auf eine intakte Straßeninfrastruktur angewiesen.“

LBV-Erhaltungschef Köster: „Wir werden die Landesstraßenstrategie unter Berücksichtigung der gewonnenen Erfahrungen fortschreiben, um die zukünftigen Programme noch zielgenauer ausrichten zu können." So habe der Landesbetrieb externe Gutachter mit der Bewertung des Erhaltungsbedarfs an Fahrbahnen, Radwege und Brücken beauftragt. Auf dieser Basis werde die Landesstraßenstrategie fortgeschrieben und im Frühjahr von der Landesregierung beschlossen.

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