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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Dr. Sabine Sütterlin-Waack

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Mit Recycling gegen Flächenverbrauch

Gesunder Boden ist ein knappes Gut. Um zukünftig weniger Land zu versiegeln, startet das Land jetzt ein Flächenmanagement.

Letzte Aktualisierung: 12.01.2021

Blick auf den Bau des Wohnprojekts "Wohnen am Wasserturm" in Flensburg
Bau des Wohnprojekts "Wohnen am Wasserturm" in Flensburg 2014

Wenn Straßen, Gewerbe- oder Wohngebiete auf der grünen Wiese entstehen, wird lockerer Boden verdichtet und betoniert. 2017 wurden über drei Hektar pro Tag in Schleswig-Holstein versiegelt, also täglich mehr als drei sehr große Fußballfelder. Diesen Verbrauch will das Land auf 1,3 Hektar bis 2030 senken und startet deshalb nun ein nachhaltiges Flächenmanagement mit 30 Millionen Euro und sieben Planstellen bis 2026.

Über einen so genannten "Baulandfonds" sollen Kommunen darüber hinaus unterstützt werden, wenn sie beispielsweise Grundstücke kaufen, um Baulücken zu schließen oder Grundstücke mit sanierungsbedürftigen oder abrissreifen Gebäuden oder Altlasten sowie Industriebrachen für Bauland zu nutzen. Dafür werden Machbarkeitsstudien gefördert und es steht ein Kreditvolumen von bis zu 100 Millionen Euro bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) zur Verfügung.

Trendwende gefordert

"Bei Rohstoffen ist für uns alle Recycling längst eine Selbstverständlichkeit. Auch unser Boden ist ein knappes Gut", erklärte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack. Deshalb geht es um eine echte Trendwende: Wir müssen weg vom permanenten Wachstum und hin zu einer weitgehenden Flächenkreislaufwirtschaft", sagte die Ministerin. Bis dahin sei es ein langer Weg. Nötig seien innovative Konzepte, um attraktive Alternativen zum ständigen Verbrauch neuer Flächen zu entwickeln. "Der Neubau auf der grünen Wiese ist bislang zumeist kostengünstiger, einfacher und schneller als die Wiederverwertung von bestehenden Flächen, wo man häufig noch nicht einmal genaue Kenntnis über Altlasten hat. Das ist der Kern des Problems, das wir lösen wollen", erläuterte Sütterlin-Waack.

Übergreifende Zusammenarbeit

Um sicherzustellen, dass Förderlinien ineinandergreifen, arbeiten künftig Fachleute aus dem Innen-, Umwelt- sowie Wirtschaftsministerium eng zusammen. Darüber hinaus soll mit der Förderung des Landes ein Netzwerk kommunaler und regionaler Flächenmanager:innen entstehen.

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