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Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung,
Wissenschaft, Forschung und Kultur
: Thema: Ministerien & Behörden

Karin Prien

Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur

Debatte um Duale Studiengänge

Bildungsministerin Karin Prien im Landtag: „Wirksame Lehrkräftegewinnung braucht unterschiedliche und passgenaue Instrumente“

Letzte Aktualisierung: 21.06.2024

KIEL. „Die eine Zauberformel zur Behebung des Lehrkräftemangels gibt es nicht und auch das duale Studienangebot ist kein Allheilmittel. Wir haben in Schleswig-Holstein bereits seit fünf Jahren Erfahrungen damit gesammelt haben und die sind durchaus unterschiedlich“, sagte Bildungsministerin Karin Prien heute (20. Juni) im Landtag. Abgesehen davon seien auch die Situationen in den Ländern sehr unterschiedlich, während in Sachsen-Anhalt in den vergangenen zehn Jahren 53 Prozent Seiteneinsteiger in den Schuldienst eingestellt wurden, waren es in Schleswig-Holstein sechs Prozent.

In Schleswig-Holstein wurde zum Herbstsemester 2019/20 der erste Duale Masterstudiengang in der Beruflichen Bildung an der Europa Universität Flensburg (EUF) eingeführt. Zwei Jahre später folgte – ebenfalls an der EUF – der Duale Masterstudiengang im Lehramt Sonderpädagogik. Während der Studiengang Sonderpädagogik sehr gut angenommen wird, musste der Duale Masterstudiengang Beruflichen Bildung aufgrund der extrem niedrigen Studienanfängerzahlen nach mehreren Optimierungen eingestellt werden. Anstelle dessen wird die berufliche Bildung jetzt mit einer Stärkung des Satellitenmodells unterstützt. Dabei können Bachelorstudierende der HAW in Kiel, Flensburg und Lübeck im Wahlpflichtbereich lehramtsbezogene Module belegen und anschließend beim entsprechenden Wunsch den Masterstudiengang Vocational Education an der EUF beginnen und einen lehramtsbezogenen Abschluss erwerben. Darüber hinaus prüft die EUF, ob die Einführung eines grundständigen Bachelor-Studienganges zur Stärkung der berufspädagogischen Studiengänge beitragen würde.

Prien: „So unterschiedlich wie unsere Erfahrungen mit dualen Studiengängen sind, so unterschiedlich sind auch die Meinungen der Bildungsexperten.“ Während sich der Wissenschaftsrat für eine duale Ausgestaltung von Lehramtsstudiengängen ausgesprochen habe, sehe die Ständige Wissenschaftskommission der KMK das eher kritisch und auch der wissenschaftliche Beirat der Allianz für Lehrkräftebildung habe sich eher zurückhaltend geäußert. „Einig sind sich hingegen alle über die Notwendigkeit, dass die erste und zweite Phase der Lehrkräftebildung enger verzahnt werden müssen und da sind wir in Schleswig-Holstein auf einem guten Weg“, sagte Ministerin Prien weiter. Mit der Gründung der Allianz für Lehrkräftebildung habe man hier den Grundstein für eine Vernetzung aller drei Phasen, einschließlich der Weiterbildung von Lehrkräften, gelegt.  Denn auch die dritte Phase leiste durch Weiterbildungsmaßnahmen einen erheblichen Beitrag zur zusätzlichen Lehrkräftegewinnung in Bedarfsfächern. Lehrkräfte könnten sich in den Bedarfsfächern qualifizieren und durch Unterrichtsgenehmigungen zum Beispiel in Mathematik, aber auch Physik eingesetzt werden. 

„Mit dem Handlungsplan Lehrkräftegewinnung haben wir ein Gesamtkonzept, das zum Beispiel auch Maßnahmen wie die Ausweitung von Ein-Fach-Masterstudiengängen enthält“, so Prien. Als Zielgruppe werden hier Bachelorabsolventen von Fachstudiengängen angesprochen, die gerne ins Lehramt wechseln möchten – es werden also neue Personengruppen für ein Lehramtsstudium gewonnen. Bei diesen Studiengängen hat der Beirat positiv hervorgehoben, dass keine zusätzlichen Strukturen aufgebaut werden müssen, die vorhandenen Ressourcen optimal genutzt werden.

Prien: „Eine wirksame Lehrkräftegewinnung braucht viele unterschiedliche und zum Land passende Instrumente, die fächerspezifisch und schulartspezifisch differenziert ausgestaltet sein müssen – und daran arbeiten wir.“

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patricia Zimnik | Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur | Brunswiker Str. 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431  988-2369 | E-Mail: pressestelle@bimi.landsh.de

 

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