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Mehr Angebote für Häftlinge

Gefangene sollen frühzeitig auf die Rückkehr in das Arbeitsleben vorbereitet werden. Dafür können sie nun digitale Angebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter nutzen.

Letzte Aktualisierung: 26.04.2021

Zwei Männer sitzen gemeinsam an einem Computer. Die Fenster des Raums sind vergittert.
An speziell gesicherten Computern sollen die Häftlinge sich künftig bei der Arbeitsagenturen über Jobangebote informieren können.

Sich online über Jobangebote zu informieren und digitale Beratungsangebote zu nutzen, gehört für die meisten Arbeitnehmer:innen zum Alltag. Auch Häftlinge, die bald entlassen werden, sollen nun diese Möglichkeit bekommen.

Dafür haben Justizminister Claus Christian Claussen und der stellvertretende Leiter der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, Thomas Letixerant, nun eine Vereinbarung unterzeichnet. Das Ziel ist es, den Häftlingen die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu erleichtern und so das Rückfallrisiko zu minimieren.

Fit für den Arbeitsmarkt

Der Vollzug habe den Auftrag, die Gefangenen auf ein Leben in sozialer Verantwortung ohne Straftaten vorzubereiten, sagte Justizminister Claussen: "Vieles, was wir gestern noch für ferne Zukunftsvisionen gehalten haben, ist heute gelebter Alltag. Die Entlassungsvorbereitung im Vollzug muss diese Veränderungen aufnehmen."

Noch während der Haft sollen die Gefangenen die Möglichkeit erhalten, sich online arbeitsuchend zu melden, über Fortbildungsangebote und offene Stellen zu informieren und Beratungstermine für die Zeit nach der Entlassung zu vereinbaren. Damit könnten zum Teil auch Genehmigungsverfahren zur Gewährung von Freigängen überflüssig werden.

elis-Lernplattform in Haftanstalten

Der schleswig-holsteinische Vollzug baut aktuell die Infrastruktur der elis-Lernplattform (elektronisches Lernen im Strafvollzug) in den Haftanstalten Kiel, Lübeck, Neumünster und Schleswig weiter aus. Die Lernplattform ist über besonders gesicherte Internetzugänge erreichbar. Sie bietet neben dem bisherigen Schwerpunkt der schulischen und beruflichen Lernprogramme als zweiten Schwerpunkt die berufsorientierte Entlassungsvorbereitung. An dem Schwerpunkt Arbeitsmarktintegration waren neben dem Land auch die Regionaldirektion Nord, Arbeitsagenturen und Jobcenter, die kommunalen Landesverbände sowie im Vollzug tätige externe Bildungsträger beteiligt.

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